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15. Januar 2013 2 15 /01 /Januar /2013 22:15

Mali einst das Musterland in Afrika, mit freien Wahlen und einer florierenden Wirtschaft. Nun ein Krisenstaat aus dem Hunderttausende fliehen. Insgesamt sollen bereits 150.000 Menschen wegen des Kriegs im westafrikanischen Mali ins Ausland geflüchtet. Dies teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) am Dienstag in Genf mit. Innerhalb der Landesgrenzen sind 230.000 Menschen auf der Flucht.

Die wichtigsten Aufnahmeländer für die Flüchtlinge sind laut UNHCR die Nachbarstaaten Mauretanien, Niger und Burkina Faso. Mauretanien erklärte am Montag, dass Tausende Menschen aus Mali auf dem Weg zur mauretanischen Grenze seien - aber diese werde nun abgeriegelt. Auch der nördliche Nachbar Algerien hat seine Grenze geschlossen. Das Welternährungsprogramm (WFP) teilte mit, für die Versorgung der Malier mit Lebensmitteln würden 129 Millionen Dollar (rund 100 Millionen Euro) benötigt.

Frankreich will die Streitkräfte in seiner ehemaligen Kolonie auf insgesamt 2.500 Soldaten aufstocken. Eine Einheit mit 40 französischen Panzern aus Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) soll einem Bericht zufolge am Dienstagmorgen die malische Hauptstadt Bamako erreicht haben.

Bei ihrem Militäreinsatz in Mali griff die französische Luftwaffe in der Nacht auf Dienstag die Stadt Diabali an, 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bamako. Bei den Luftangriffen seien mindestens fünf islamistische Kämpfer getötet und mehrere andere verletzt worden, sagte ein Mitarbeiter der malischen Sicherheitskräfte.

Frankreich ist mit seinem "Krieg gegen den Terrorismus" zum Ziel für gewaltbereite Islamisten aufgerückt. Für Frankreich besteht das Problem unter anderem darin, dass zahllose Nord- und Westafrikaner im Land der einstigen Kolonialmacht leben, von denen ein sehr kleiner Teil zu den Gewaltbereiten zählt.

Quelle: http://kurier.at/politik/ausland/mali-hunderttausende-fluechten-vor-konflikt/2.580.542

siehe auch: Luftangriffe auf Ziele im Norden Malis

- Schiere Verzweiflung zwingt Tausende Afrikaner ihre Heimat zu verlassen

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Kommentare

MoIam 01/15/2013 22:44

Frankreich hat natürlich Interesse an der Sicherung seines Uranabbaus in der Region. Der französische Staatskonzern Areva fördert bereits in Niger das begehrte Uran auf Kosten der Gesundheit der
dort lebenden Menschen.
Frankreich geht es nicht um Humanitäre Stabilisierungsmaßnahmen um Übergriffe dieser fanatischen Islamisten zu verhindern sondern um rein Profitorientierte Interessen um die Atomkraftwerke seines
Landes mit Uran versorgen zu können.

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