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11. Januar 2011 2 11 /01 /Januar /2011 22:57

Entgegen anderslautender Versprechungen beabsichtigen die westlichen
Staaten keineswegs, bis 2014 den Krieg in Afghanistan zu beenden, auch
wenn dies gegenwärtig überall suggeriert wird. Vielmehr soll es bis
dahin lediglich gelungen sein, die größten Teile der Kampfhandlungen auf
einheimische Kräfte abzuwälzen. Dennoch werden auch über 2014 hinaus
zahlreiche westliche Soldaten als "Rückversicherung" im Land verbleiben
und bei "Bedarf" zur Unterstützung der pro-westlichen afghanischen
Regierung in die Kämpfe eingreifen. Es ist also leider davon auszugehen,
dass Nato-Soldaten noch viele Jahre am Hindukusch Krieg führen und sterben werden.

Vor diesem Hintergrund und angesichts der anstehenden Verlängerung des deutschen Afghanistan-Mandates im Bundestag soll die vorliegende
Broschüre die Kritik an dem Einsatz mit detaillierten Informationen
unterlegen. Dabei wird nicht nur die äußerst problematische Rolle der
NATO, sondern insbesondere auch Deutschlands und der Europäischen Union in den Blick genommen.

Die Studie ist ein Kooperationsprojekt der IMI mit der EU-Abgeordneten
Sabine Lösing und erschien in der Reihe Informationen zu Politik und
Gesellschaft. Sie stellt eine umfangreich erweiterte und aktualisierte
Fassung der gleichnamigen Broschüre dar, die vor etwas mehr als einem
Jahr erschien.

"Im Windschatten der NATO: Die Europäische Union und der Krieg in
Afghanistan", Informationen zu Politik und Gesellschaft, Nr. 4/Januar 2011

INHALTSANGABE

Vorwort
Zusammenfassung
Einleitung

Teil I: Afghanistan: Lackmustest für die NATO
1. Stationen der Eskalation: Vom Stabilitätsexport zur Aufstandsbekämpfung
1.1 Phasen der ISAF-Expansion
1.2 Aufstockung der Truppen
1.3 ISAF: Robuste Einsatzregeln zur Aufstandsbekämpfung
1.4 Eskalation in Afghanistan: Das Drama in Zahlen

2. Afghanistan und der Transatlantische New Deal - Das Beispiel Deutschland
2.1 Deutschland - Per Salamitaktik immer tiefer in den Krieg
2.2 Schritte über den Rubikon I: Tornado-Einsatz
2.3 Schritte über den Rubikon II: Die Quick Reaction Force
2.4 Schritte über den Rubikon III: Truppenerhöhung: Die Bundeswehr geht in die Offensive
2.5 Schritte über den Rubikon IV: Nochmalige Truppenerhöhung und explodierende Kosten
2.6 Afghanistan und die Zukunft der NATO

Teil II: Die EU und die Flankierung des Kriegs in Afghanistan
3. Die neoliberale Plünderung Afghanistans
3.1 Neoliberales Nation Building
3.2 Afghanistan Gmbh: Humanitäre Katastrophe und "gebundene Hilfe"
3.3 Guerillakrieg im Eigenbau

4. Prototyp Afghanistan: Zivil-militärische Besatzung und Aufstandsbekämpfung
4.1 PRTs in Afghanistan: Zivile unter der Fuchtel des Militärs
4.2 Von Helfern zu Kollaborateuren...
4.3 ... zu Anschlagszielen
4.4 Die Institutionalisierung des Comprehensive Approach

5. Sicherheitssektorreform: Die EU und die Afghanisierung des Krieges
5.1 EUPOL Afghanistan: Hilfe beim Aufbau der Repressionsorgane
5.2 NATO-A: Verzahnung von EUPOL und NATO
5.3 Afghanistans Zukunft: Autoritärer Militärstaat im Dauerbürgerkrieg
5.4 Planlos in Afghanistan

Fazit: NATO und EU: Zwei Seiten derselben (Kriegs)Medaille

http://imi-online.de/download/EU-Afghanistan2011-web.pdf

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Published by Entrüster - in Afghanistan
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