Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
14. Juni 2013 5 14 /06 /Juni /2013 21:28

 

UNITED NATIONS - U.N. Secretary-General Ban Ki-moon is opposing the U.S. decision to send arms to the Syrian rebels and says there can be no certainty of chemical weapons use in Syria without an on-the-ground investigation.

The U.N. chief reiterated Friday that there is no military solution to the more than two-year conflict and therefore increasing the flow of arms to either side "would not be helpful."

The United States announced Thursday it decided to send lethal aid to the rebels after determining it had conclusive evidence that Syrian President Bashar Assad's regime used chemical weapons against opposition forces.

But Ban told reporters "the validity of any information on the alleged use of chemical weapons cannot be ensured without convincing evidence of the chain-of-custody."

Syria refuses to allow U.N. inspectors into the country.

Quelle: http://www.onenewspage.com/n/Middle+East/74vw28jfu/UN-Chief-Opposes-US-Arms-to-Syrian-Rebels.htm

--

Am Freitag hatte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erklärt, dass die Erweisung militärischer Hilfe für eine der Konfliktseiten in Syrien für die Regelung in diesem Land nicht förderlich sein wird. "Eine militärische Lösung des Syrien-Problems gibt es nicht. Geeignet ist nur eine politische Lösung", sagte Ban vor der Presse in New York.

Die Uno fordert laut ihrem Generalsekretär Ban Ki Moon Syrien auf, Chemiewaffenexperten der Vereinten Nationen nach Syrien einreisen zu lassen, um die Angaben über einen Einsatz von C-Waffen in Syrien zu überprüfen.

„Unser Team ist bereit, innerhalb von einem bis zwei Tagen zum Ort des Vorfalls zu starten“, sagte Ban bei einer Pressenkonferenz am Freitag nach seinem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow in der russischen Schwarzmeer-Stadt Sotschi.

„Deshalb möchte ich erneut an die syrischen Behörden appellieren, Flexibilität an den Tag zu legen und unseren Experten zu erlauben, die Berichte vor Ort zu überprüfen.“

Ban erinnerte daran, dass seine Entscheidung, zu dem Vorfall zu ermitteln, auf einen Antrag der syrischen Regierung sowie auf Ansuchen Großbritanniens und Frankreichs zurückgeht. 

Laut der syrischen Regierung hatten die Oppositionskämpfer am 19. März Chemiewaffen in der Provinz Aleppo eingesetzt. Der Opposition zufolge hatten die Regierungstruppen im Dezember 2012 in Homs Giftgas angewendet.

 

Zum Syrienkrieg: BZKom. v.T.H.

 

 

Die Lage in Syrien ist verworren. Das Land ist zum Tummelplatz dubioser Kämpfer und zum Austragungsort vielfältiger Stellvertreterkriege geworden. Da geht es um die regionale Vorherrschaft, aber auch um wachsende Spannungen zwischen den Großmächten. Und nun soll auch noch Giftgas eingesetzt worden sein. Amerika will den Rebellen Waffen liefern, politische Falken wollen direkt militärisch in den Konflikt eingreifen.

Da schrillen Alarmglocken, werden Erinnerungen wach. Hatte Obamas Vorgänger George W. Bush nicht mit Saddam Hussein angeblichen Massenvernichtungswaffen den Angriff auf den Irak begründet? Die Waffen wurden nie gefunden. Doch Bush wollte seinen Krieg, Obama will ihn erkennbar nicht. Er ist Getriebener, nicht Treibender.

Wichtiger freilich als die Begründung eines militärischen Konfliktes sind dessen Ziele. Im Irak waren es der Regimewechsel und die Sicherung des Zugriffs auf die Ölvorkommen. Aber aus dem erzwungenen Wechsel erwuchs kein stabiler Staat.Ebenso wie in Libyen, wo die Ordnung in Trümmern liegt. Die Voraussetzungen in Syrien sind noch schwieriger. Doch die Bereitschaft, den Aufständischen Waffen zu liefern und womöglich selbst direkt einzugreifen, fußt auf der Sorge, dass Assad ansonsten obsiegen könnte. Das sah lange anders aus. Das Ende des Diktators schien nur eine Frage der Zeit. Doch so wenig Amerikanern, Europäern, Israelis oder Saudis an einer Fortsetzung von Assads Terror gelegen sein kann, so wenig haben der Iran, Russland, China oder die Hisbollah im Libanon ein Interesse an dessen Sturz. Das begründet Assads militärisches Comeback ebenso wie der Versuch, diese Wende nun zu stoppen. Doch je mehr sich beide Seiten verbeißen, desto größer wird die Gefahr einer Spirale des Wahnsinns. Der Versuch, das Blutvergießen gewaltsam zu beenden, könnte zu einem noch blutigeren Konflikt führen. Zumal ein aussichtsreicher Plan für die Befriedung und Entwicklung der Region nirgendwo sichtbar ist.

 


Ließe man Assad gewähren, wären Racheexzesse und Unterdrückung die Folge. Rechtfertigt dieses düstere Szenario also, die Hände in den Schoß zu legen, hätten diplomatische Bemühungen ohne militärischen Druck überhaupt eine Chance? Die große Konferenz, auf der dies ausgelotet werden soll, ist aktuell gefährdet und, selbst wenn sie stattfinden sollte, wenig aussichtsreich. Zu sehr dominiert der Hass, fehlen der Wille zum Kompromiss und ein Weg, bei dem nicht eine Seite kapitulieren müsste. Diplomatische Lösungen brauchten eine Grundbereitschaft und viel Geduld. Beides fehlt. Und zwischenzeitlich würde munter weiter gemordet.

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentare

Über Diesen Blog

  • : Paziwief - Friedensflink
  • Paziwief - Friedensflink
  • : Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "ekzisti paco via ŝanco"
  • Kontakt

Startseite / home / Forumhinweis

paziwief hier oder im Banner oben  anklicken, dann kommt ihr zurück   home - zur Startseite dieses blogs
Selbstverständlich könnt ihr hier im blog auch Kommentare hinzufügen (siehe unter jedem Beitrag/Content rechts unten) Wenn ihr bei uns aktiv werden wollt dürft ihr im anhängenden FORUM  nach Herzenslust posten und diskutieren. 

Suchen