Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
30. November 2010 2 30 /11 /November /2010 00:29

Die Bundeswehr kann den Mangel an Psychiatern zur
Behandlung der steigenden Zahl traumatisierter Soldaten nicht
beheben.
Das ergibt sich nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Ausgabe 22.11.2010) aus einem vertraulichen Vermerk des

Bundesverteidigungsministeriums sowie einem Bericht des
Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Kossendey an den
Verteidigungsausschuss des Bundestages.

Demnach sind von den 42 psychiatrischen Dienstposten derzeit nur 24 besetzt.

Die Zahl der erheblich traumatisierten Soldaten erreichte mit 483
Fällen in den ersten drei Quartalen 2010 einen Höchststand.

--

 

Bundeswehrverband und SPD mahnen zu zügiger und fairer Anerkennung von Traumatisierungsfällen

Halle (ots) - Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, hat kritisiert, dass nur jeder zweite traumatisierte Soldat von der Bundeswehr als wehrdienstbeschädigt anerkannt wird. "Wenn jemand glaubhaft machen kann, dass er aufgrund seines Einsatzes traumatisiert ist, muss das ausreichen, um als wehrdienstbeschädigt anerkannt zu werden", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (12.1.2011).

"Bei Traumatisierten muss das im Zweifelsfall für den Betroffenen geregelt werden. Alles andere ist nicht fair. Wenn die Bundesrepublik Deutschland es sich leistet, unsere Leute in Auslandseinsätze zu schicken, muss sie auch das Geld bereit stellen, um in Notfällen zu helfen." Kirsch forderte überdies, dass schon eine Schädigung von 30 Prozent ausreichend sein müsse, um von der Bundeswehr weiter beschäftigt zu werden. Derzeit ist ein Schädigungsgrad von mindestens 50 Prozent erforderlich.

Das Verteidigungsministerium hatte dem Blatt zuvor mitgeteilt, dass von den zwischen 1995 und 2010 abschließend abgearbeiteten Anerkennungsverfahren nur 267 im Sinne des Antragstellers endeten; in 260 Fällen wurde traumatisierten Soldaten die Anerkennung als wehrdienstbeschädigt verweigert. Das Ministerium rechtfertigt dies mit der Tatsache, dass viele ein Trauma auslösende Ereignisse nicht aktenkundig seien.

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, beklagte daraufhin gegenüber der "Mitteldeutschen Zeitung", hier sei "eine teilweise schon reflexhafte Bürokratie" am Werke, die vor allem darauf getrimmt sei, die finanziellen Interessen der Bundeswehr zu vertreten. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Veteranen, Andreas Timmermann-Levanas, monierte: "Die Beweislast liegt beim Antragsteller. Man könnte es auch anders machen - wenn man es denn wollte."

Originaltext: Mitteldeutsche Zeitung
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/47409

Diesen Post teilen

Repost 0
Published by Entrüster - in Buweh-watchn
Kommentiere diesen Post

Kommentare

Über Diesen Blog

  • : Paziwief - Friedensflink
  • Paziwief - Friedensflink
  • : Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "ekzisti paco via ŝanco"
  • Kontakt

Startseite / home / Forumhinweis

paziwief hier oder im Banner oben  anklicken, dann kommt ihr zurück   home - zur Startseite dieses blogs
Selbstverständlich könnt ihr hier im blog auch Kommentare hinzufügen (siehe unter jedem Beitrag/Content rechts unten) Wenn ihr bei uns aktiv werden wollt dürft ihr im anhängenden FORUM  nach Herzenslust posten und diskutieren. 

Suchen