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8. Februar 2014 6 08 /02 /Februar /2014 13:25

In seinem Gastbeitrag thematisiert Jörg Radtke, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Bremen und Doktorand an der Universität Siegen, das Verhältnis zwischen der Energiewende in Deutschland und der Partizipation der Bürger an ihr.

Im ersten Teil widmet er sich der Vielschichtigkeit der Partizipationsformen im Rahmen der Energiewende. Neben Konsultationsdemokratie, virtueller Partizipation und direkter Demokratie kommen hier auch gerade Partizipationsformen zum Tragen, die über Bürgerenergie-Gesellschaften die Energiewende praktisch ausgestalten.

Die Durchdringung von bürgerschaftlichem Engagement, Partizipation und Ökonomie in diesen Gesellschaften ist Gegenstand des zweiten Teils. Darin stellt Radtke stichwortartig die Ergebnisse einer von ihm durchgeführten, repräsentativen Umfrage unter 80 teilnehmenden Energieprojekten in Deutschland (2826 Antworten) dar.

Mit Benjamin Barber sieht Radtke eine große Chance: »Der Geschmack an Partizipation kommt mit der Partizipation. Demokratie schafft Demokratie«.

Gastbeitrag von Jörg Radtke unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2014/02/NL02_Gastbeitrag_Radtke.pdf (171 kB)

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Vom 3. Februar bis zum 24. Februar 2014 läuft die Bewerbungsphase für den Preis für Online-Partizipation 2014, für den sich Projekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bewerben können.

Der Wettbewerb soll vorbildlich umgesetzten Projekten aus Bund, Ländern und Kommunen eine breite Öffentlichkeit verschaffen und so zu einer stärkeren Förderung der Bürgerbeteiligung auf allen Ebenen beitragen.

Gestiftet wird der zum dritten Mal zu vergebene Preis für Online-Partizipation vom Behörden Spiegel, und der ]init[ AG für digitale Kommunikation. Verliehen wird er im Rahmen des Verwaltungskongress Effizienter Staat am 2. April 2014 im dbb forum Berlin.

Neben einem Jury-Preis, an dem u.a. Ansgar Klein (Geschäftsführer des BBE) und Hanns-Jörg Sippel (Vorsitzender Stiftung MITARBEIT) mitwirken, gibt es einen Publikumspreis, für den das Voting Ende Februar beginnt.

Weitere Informationen unter
www.politik.de/politik-de/projekte_entdecken/partizipationspreis

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Dialogorientierte Bürgerbeteiligung in der Energiewende

In seinem Gastbeitrag hinterfragt Mathis Danelzik, Koordinator vom Forschungsprojekt »Demoenergie - die Energiewende als Treiber demokratischer Innovationen«, die dialogorientierte Bürgerbeteiligung in der Energiewende. Hier stehen sich zwei Ansätze gegenüber.

Für die Einen ist die dialogorientierte Bürgerbeteiligung ein Verfahren zur Akzeptanzgewinnung, für die Anderen ein Weg zu mehr demokratischer Teilhabe der Bürger. Welcher Weg eingeschlagen wird, hat Folgen für die möglichen tragenden Akteure.

Wichtig ist dabei insbesondere für den teilhabeorientierten Ansatz »die Etablierung von neutralen Dritten, die Verantwortung für Bürgerbeteiligungsprozesse übernehmen und sich dafür Vertrauen erarbeiten«.

Gastbeitrag von Mathis Danelzik unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2014/02/NL02_Gastbeitrag_Danelzik.pdf (232 kB)

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Partizipation und Klimaschutz

In ihrem Gastbeitrag stellt Tine Langkamp, Fossil Free Koordinatorin für Deutschland bei der Klimaschutzorganisation 350.org, den lokal orientierten Ansatz und die globalen Ziele der Kampagne »Fossil Free« dar.

Die Kampagne orientiert sich an der Desinvestitionsbewegung aus den 1970er und 1980er Jahren, die gegen Unternehmen gerichtet war, die vom Apartheidregime profitierten. Ziel ist die Delegitimierung der an der Verbrennung fossiler Energie interessierter Unternehmen, die deshalb auch eine die globale Energiewende bekämpfende Position einnehmen.

Die Kampagne begann im Herbst 2012 in den USA. Mittlerweile sind weltweit 500 Initiativen in Neuseeland, Australien, Kanada, Indien, Bangladesch und Europa aktiv.

Sie fordern von ihren Universitäten, ihren Kirchengemeinden, Kommunen und Banken ein Ende der klimaschädlichen Investitionen in Kohle, Erdöl und -gas. Es geht um »Desinvestition von fossilen Brennstoffen«, da schon das Verbrennen von 20 Prozent der heute bekannten Reserven die Erderwärmung um 2 Grad ansteigen lässt.

Gastbeitrag von Tine Langkamp unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2014/02/NL02_Gastbeitrag_Langkamp.pdf (114 kB)

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Bürgerbeteiligung und Energiewende

In seinem Gastbeitrag stellt Dr. Thomas E. Banning, Vorstandsvorsitzender der NATURSTROM AG, die »Bürger-Energiegesellschaften« als zentrale Akteure der Energiewende und einer anderen Architektur der Energieversorgung jenseits des Oligopols weniger großer Konzerne dar.

So zählen gut 800 Bürger-Energiegenossenschaften mehr als 136.000 Mitglieder, allein 2012 haben sich 160 neue Energiegenossenschaften gegründet.

Der dezentrale Charakter dieser Gesellschaften führt zu stärkerer lokaler Wertschöpfung und zu mehr Teilhabe und Mitsprache vor Ort. Eine stärkere dezentrale Nutzung der Erneuerbaren Energien und ihre Einbindung in die Energiewirtschaft ist für Banning das Gebot der Stunde.

Gastbeitrag von Thomas E. Banning unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2014/02/NL02_Gastbeitrag_Banning.pdf (163 kB)

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Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze)

Seit 1996 ist das Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze) in der Forschung und Beratung rund um bürgerschaftliches Engagement, Good Governance und Corporate Citizenship aktiv. Es wurde im Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Berichterstattung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in Baden-Württemberg gegründet und begleitet seitdem kontinuierlich Entwicklungen bürgerschaftlichen Engagements in diesem und weiteren Bundesländern.

Dabei arbeitet das zze mit Stiftungen, Wohlfahrtsverbänden und vor allem Kommunen eng zusammen. Im Auftrag von Bundesministerien wurden bundesweite Modellprogramme, wie etwa »Freiwilligendienst aller Generationen« und »Aktiv im Alter« wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Aktuell führt das zze die Geschäftsstelle des Zweiten Engagementberichts der Bundesregierung. Seit Jahren beteiligt sich das zze an Europäischen Projekten.

Aktuell ist es an Senior Capital, einem Projekt zur Bedeutung Älterer auf dem Arbeitsmarkt sowie an einer Studie zu Freiwilligendiensten in Deutschland und Polen, beteiligt. Im Auftrag des BMZ untersucht es momentan Zivilgesellschaftskonzepte und -verständnisse in Namibia. 

Weitere Informationen zum Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung unter
bit.ly/LeZ3Rx
 
Weitere Informationen zur Geschäftsstelle des Zweiten Engagementberichts unter
www.zze-freiburg.de/projekte/laufende-projekte/geschaeftsstelle-zweiter-engagementbericht/

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Published by Entrüster - in Energiepolitik
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