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29. April 2010 4 29 /04 /April /2010 11:54

Der Einsatz in Afghanistan wird gefährlicher und belastender: In den vergangenen drei Jahren hat sich die Zahl der traumatisierten deutschen Soldaten nach Aussage eines Bundeswehr-Psychiaters verdreifacht - er rechnet mit einer weiteren Zunahme.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,691674,00.html

 

Trauma-Ambulanz für Bundeswehrsoldaten findet keine Therapeuten

Die angekündigte Trauma-Ambulanz für Bundeswehrsoldaten in Augustdorf
(Kreis Lippe) hat auch ein Jahr nach Bekanntgabe der Pläne ihre Arbeit

noch immer nicht aufgenommen.

Experten klagen seit langem darüber, dass die medizinische Betreuung der
schätzungsweise 20.000 traumatisierten Bundeswehr-Soldaten unzureichend
sei. [  7,3% oder jeder 14. Soldat von bislang 270 000 Buweh-Soldiers im Kriegseinsatz insgesamt ]

Voriges Jahr hatten Psychiater und Therapeuten öffentlich dagegen
protestiert, dass sie bei der Behandlung von Soldaten unterschreiben
sollten, sie stünden "den Aufgaben der Bundeswehr in ihren
Auslandseinsätzen nicht ablehnend gegenüber".

 

--


Dorthin fürt der "American Way" letztlich, Ausriß aus heise news:


Das Veterans Affairs Department (VA) gibt die Zahl der Veteranen

mit knapp mehr als 23 Millionen an. Monatlich versuchen 950

Veteranen, die medizinisch vom VA betreut werden, sich

umzubringen, das sind mehr als 30 Selbstmordversuche am Tag,

obgleich diese Menschen beobachtet und teilweise betreut werden.

7 Prozent sind "erfolgreich", 11 Prozent wiederholen den Versuch

im Lauf von neun Monaten.


Insgesamt töten sich 18 Veteranen jeden Tag, berichtet die Army

Times, davon 5, die in irgendeiner Form medizinisch in Behandlung

stehen. Nach einer Studie bringt sich ein geringerer Prozentsatz

der 18-29-Jährigen, die medizinisch vom VA betreut werden, um als

bei den Unbehandelten. Daher spricht das Ministerium von einem

Erfolg, weil man angeblich jedes Jahr so 250 Menschen das Leben

rette. Und durch die Selbstmord-Hotline würden überdies 7.000

Menschen gerettet werden.


...Um die 140.000 Veteranen büßten 2004 Haftstrafen in Bundes-

und Staatsgefängnissen ab, Tausende gibt es vermutlich auch in

den County-Gefängnissen. 61 Prozent sollen ein Drogenproblem

haben, in den Bundesgefängnissen wurden 46 Prozent wegen

Drogendelikten eingesperrt. Nach einem Bericht dürften die

Probleme mit den aus dem Irak und aus Afghanistan heimkehrenden

Veteranen weiter zunehmen, von denen 30 Prozent unter psychischen

Störungen wie Depression oder der posttraumatischen

Belastungsstörung leiden sollen. Fast 20 Prozent der US-Soldaten,

die nach Einsätzen im Irak oder in Afghanistan aus dem

Militärdienst ausgeschieden sind, leiden, so eine Studie, unter

Depressionen oder Posttraumatischem Belastungsstörungen (PTSD).

Wenn man leichtere Störungen einbezieht, würde die Zahl auf 26

Prozent ansteigen. (Die psychischen Kosten des Kriegs).

heise news 27.04.2010 (Rötzer)


Wenn US-Soldaten zu Veteranen werden, wächst für sie die Gefahr

Jeden Tag töten sich 18 Veteranen


http://www.heise.de/tp/blogs/3/147516

 


 

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Published by Peacemaker - in Afghanistan
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Kommentare

Harald Jasper 05/20/2010 22:04


Ihre Webseite gefällt mir gut. Sie macht eines klar: Die Bundeswehr muss raus aus Afghanistan. Die Mehrheit der Deutschen ist dafür, aber die Politik holt die Soldaten nicht zurück. Auch die
Friedensbewegung steht auf schwachen Beinen. Es braucht meiner Meinung nach neue, provokative und militante Protestformen, um den Abzug der Bundeswehr zu erreichen.


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