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3. April 2012 2 03 /04 /April /2012 21:26

"Gleicher Lohn für Leiharbeiter, eine 30-prozentige Frauenquote für die Führungsetage und den Stopp des Handels mit Waffen und Militärfahrzeugen der Daimler AG." So lauten die zentralen Forderungen des Verbands der Kritischen Aktionäre Daimler (KAD) in fünf Anträgen an Vorstand und Aufsichtsrat anlässlich der Hauptversammlung des Automobil- und Rüstungskonzerns am 4. April 2012 in Berlin.

KAD-Sprecher Paul Russmann macht deutlich: "Wegen der geringeren Entlohnung von Leiharbeitern gegenüber Festangestellten, den Profiten durch Waffengeschäfte selbst mit menschenrechtsverletzenden Staaten und der mangelhaften Frauenvertretung in den Führungs-etagen gibt es seitens der Kritischen Aktionäre keine Entlastung für Vorstand und Aufsichtsrat."

"Daimler-Chef Zetsche soll den Waffenhandel der Daimler AG stoppen", verlangt KAD-Sprecher Jürgen Grässlin: "Solange Menschenrechte in der arabischen Welt unter die Räder der Mercedes-Militärfahrzeuge und ins Schussfeld der Daimler/EADS-Waffen gelangen, bleibt die Ankündigung von Dieter Zetsche einer ,Rendite mit Anstand' ein leeres Versprechen."

Als Sprecher der ,Kampagne Aktion Aufschrei -- Stoppt den Waffenhandel!' fordert Grässlin den Daimler-Vorstand auf: "Statt weiter weltweit mit Waffenlieferungen den atomaren und konventio-nellen Rüstungswettlauf anzuheizen, muss die Fertigung bei den Daimler-Beteiligungen EADS und Tognum sowie bei Mercedes Military vollständig auf zivile Produktion umgestellt werden."

KAD-Sprecherin Beate Winkler-Pedernera kritisiert die Personalpolitik der zunehmenden Nutzung von Leiharbeit. "Leiharbeit führt zu einer Zweiklassengesellschaft bei Daimler. Das Risiko bei der nächsten Krise entlassen zu werden, tragen vor allem die Leiharbeiter - und das auch noch bei deutlich schlechterer Bezahlung." Winkler-Pedernera fordert "mehr Festanstellungen mit Kündigungsschutz, gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit und eine 30-Prozent-Quote für Frauen in den Führungsgremien des Daimler-Konzerns".

Dorothea Kerschgens, Vorstandssprecherin der Kritischen Aktionäre in Köln, fordert Dieter Zetsche auf: "Bekennen Sie sich zur Mitverantwortung der Daimler AG am Leid zahlreicher Menschen durch die Lieferung von Militär-Unimogs an das südafrikanische Regime während der Apartheid. Nehmen Sie wie General Motors außergerichtliche Verhandlungen mit den südafrikanischen Opferverbänden auf."

Quelle: www.kritischeaktionaere.de

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Published by Entrüster - in politische Kultur
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