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17. Juni 2013 1 17 /06 /Juni /2013 08:54

Die Zusammenarbeit zwischen US-Geheimdiensten und amerikanischen Unternehmen ist laut einem neuen Medienbericht noch breiter als es die jüngsten Enthüllungen vermuten ließen.

Tausende Firmen versorgten die Geheimdienste mit Informationen und bekämen im Gegenzug Vorteile wie Zugang zu geheimen Spionage-Erkenntnissen, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Die Unternehmen gäben dabei Informationen wie Geräte-Spezifikationen weiter, um Kundendaten gehe es nicht. Mit solchem Wissen könnten die Geheimdienste zum Beispiel fremde Computer leichter ausspähen.

An diesen Kooperationen beteiligten sich verschiedenste US-Unternehmen wie Hersteller von Software und Geräten, Banken, Anbieter von Satelliten-Kommunikation und Spezialisten für Internet-Sicherheit, schrieb Bloomberg.

So liefere der Windows-Riese Microsoft Geheimdiensten Informationen über Fehler in seiner Software, bevor die Schwachstellen mit Updates geschlossen werden. Ein Konzern-Sprecher sagte Bloomberg, solche Vorab-Hinweise sollten der Regierung einen Vorsprung für die Risiko-Einschätzung geben. Die Bloomberg-Quellen betonten zugleich, solche Unterstützung durch Microsoft und andere Unternehmen erlaube es den US-Diensten, Schwachstellen in Software auszunutzen, die an Regierungen anderer Länder verkauft werde.

Der Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hatte vergangene Woche von einer weitreichenden Überwachung des Internet vor allem durch den Abhör-Dienst NSA berichtet. 

Wer weiß, dass die NSA, der US-Militärgeheimdienst, seit Jahrzehnten weltweit im Spionagesystem Echelon mit Abhörstationen und Weltraumsatelliten Telefonate, Faxverbindungen und Internetdaten überwacht, den wird nicht überraschen, dass derselbe Nachrichtendienst seit ein paar Jahren mit dem Spionagesystem PRISM heimlich unsere digitale Kommunikation der totalen Überwachung unterworfen hat.

Man liebt den Verrat, aber nicht den Verräter

Vergangene Woche verriet der 29-jährige Edward Snowden, wie der amerikanische Geheimdienst NSA weltweit Bürger via Internet ausspioniert. Ein klassischer Whistleblower also. Auch Guido Strack, Gründer des Whistleblower-Netzwerks hat auf Missstände hingewiesen, als er noch Beamter bei der EU-Kommission in Brüssel war.

Das Ergebnis: Er wurde früh-pensioniert - mit 40 Jahren und gründete daraufhin das deutsche Whistleblower-Netzwerk. In den USA hätte sich das öffentliche Verständnis für so genannte Geheimnisverräter durch Snowdens Tat jedoch nicht sehr verbessert, meint Strack. Der Mainstream in den USA scheine sich sogar ohnehin mit Abhöraktionen, Datenspeicherung und Spionage, sowohl gegenüber Ausländern, als auch Amerikanern, anfreunden zu können, wenn es der Sicherheit diene.

Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/2144628/

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