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3. Juni 2014 2 03 /06 /Juni /2014 14:08

Michael Lewis attackiert mit seinem neuen Buch „Flash Boys“ den Hochfrequenzhandel und zeigt, wie Märkte und Privatanleger manipuliert werden.

Vierzig Prozent der Geschäfte, die auf der elektronischen Handelsplattform der Deutschen Börse getätigt werden, gehen auf das Konto sogenannter Blitzhändler, wie man die Flash-Trader hierzulande nennt.

Ihr Geschäftsmodell basiert auf Hochtechnologie: Mit Hilfe von Computern, die - im Wortsinn - so nahe wie möglich an den Börsenrechnern stehen, verschaffen sie sich einen Informationsvorsprung im Millisekundenbereich. Mit Geboten, die innerhalb von Sekundenbruchteilen abgegeben und gleich wieder storniert werden, erkunden sie das Kaufinteresse von Investoren und treiben gleichzeitig den Preis der Aktie im Transaktionszeitraum nach oben. „Frontrunning“ nennt man diese Praxis des Zuvorkommens.

Ein Schlüsselwort des Buches ist „Beute“. Flash Trader wie Citadel oder Getco nennt Michael Lewis „Freibeuter“, ihre Firma „Absahner GmbH“, die ganze in der Öffentlichkeit vollkommen unbekannte Branche ist für ihn ein „Parasit“.

Eine Sicht der Dinge, die auch der Broker Charles Schwab teilt: Der Hochfrequenzhandel sei ein „wachsendes Krebsgeschwür“, das das Vertrauen der Anleger untergrabe und bei dem ein paar Spieler das System austricksen und dabei „Milliarden verdienen“, heißt es auf der Firmenwebseite.

Eine Studie der University of California hat gezeigt, wie viele Zugriffsmöglichkeiten ein Blitzhändler hat. Am untersuchten Börsentag zeigte allein die Apple-Aktie 55 000 Kursschwankungen. Reichlich Gelegenheiten also für die Computer der Blitzhändler.

Ausgerechnet in einer Welt, in der die Distanz durch das Internet marginalisiert zu werden scheint, zeigte sich im wirklichen Leben, welche Bedeutung dem Territorium zukommt. Es wurden nämlich weder Kosten noch Mühen gescheut, um die Geschwindigkeit des Datenverkehrs zu beschleunigen. Börsenhändler zahlten Unsummen, „um ihren Computer in einem Datenzentrum herumzuschieben, weil sie der Börse ein paar Zentimeter näher kommen wollten“.

Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit sei derart viel Geld ausgegeben worden, „um derart winzige Zeitvorteile zu erreichen“. Eine Zwei-Klassen-Gesellschaft sei dadurch entstanden: „Die Einen zahlten für Nanosekunden, die Anderen hatten nicht einmal eine Ahnung, dass die Nanosekunde überhaupt einen Wert hatte.“

Das änderte sich nach dem als „Flash Crash“ in die Finanzgeschichte eingegangenen 6. Mai 2010, an dem der Markt aus nicht nachvollziehbaren Gründen innerhalb weniger Minuten um 600 Punkte abstürzte und sich wieder erholte. Die Börsenaufsicht SEC machte in ihrem Untersuchungsbericht einen Investmentfonds aus Kansas City verantwortlich, dessen Verkaufsorder von Aktienoptionen den Crash ausgelöst haben sollen.

Wie alle Bücher von Michael Lewis ist auch „Flash Boys“ spritzig geschrieben, sogar das sehr spezielle Thema Hochfrequenzhandel funktioniert, weil der Autor der Geschichte menschliche Gesichter gibt. Denn das ist eine Moral des Buches: Es sind noch immer Menschen, die hinter den Maschinen das Geschäft vorantreiben, auch wenn dieses selbst von Algorithmen beherrscht ist. Es ist dieselbe alte Gier am Werk, welche die Wall Street in die Katastrophe führte, und es hat nicht den Anschein, als hätte sich irgendetwas zum Besseren gewendet. Lewis macht dafür die „moralische Trägheit“ des Systems verantwortlich. Solange derart viel Geld verdient wird, wird sich daran auch nichts ändern.

Dennoch hat das Buch eine fundamentale Schwäche: Die im Titel angekündigten Flash Boys bleiben im Dunkeln. Stattdessen schlägt sich Lewis entschieden auf die Seite von Brad Katsuyama und der von ihm letztes Jahr gegründeten Börse IEX. Die arbeitet nach fairen Regeln und versucht, wieder vernünftige Marktbedingungen zu schaffen. Das ist gewiss ehrbar, als Leser aber reitet man deswegen stets mit den Guten, fragt sich dabei aber andauernd, wie denn die Bösen aussehen. Man liest nur von deren sagenhaften Einkünften. Es ist Lewis offenkundig nicht gelungen, einen von ihnen zum Reden zu bringen - es wird nicht einmal deutlich, ob er es ernsthaft versucht hat.

Ausgespart wird auch die Überlegung, ob es nicht an der Zeit wäre, den Hochfrequenzhandel gesetzlich einzuschränken oder gar zu unterbinden. 

Quelle: H. Hintermeier - http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/rezension-flash-boys-von-michael-lewis-12899266.html

- http://www.nytimes.com/2014/04/08/business/argument-for-financial-transaction-tax-regains-footing.html?_r=0

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25. Mai 2014 7 25 /05 /Mai /2014 15:09

http://www.fair-cycle.de/wp-content/uploads/2014/04/0-4617200.jpgfair-handeln! würdigt und vernetzt gewöhnliche Menschen, die ungewöhnliche Dinge tun:

fair-führen, fair-handeln, fair-antworten, fair-mögen, fair-leihen, fair-teilen, fair-binden!

fair-handeln! beinhaltet ein Magazin mit beispielhaften Projekten, die leihen statt besitzen, Selbermachen statt kaufen, umwandeln, aufwerten statt wegwerfen, Tauschhandel oder Share Economy praktizieren.

Auch werden hier Rezepte und Handlungsanleitungen vorgestellt, die nützliches Wissen zum Handeln (auch ohne Konsum) vermitteln.

Daneben kommen in Essays verschiedene Autor*innen zu Wort. Ein Index ist Adressen, Kontakten und Kurzporträts gewidmet.

Jede*r besitzt individuelle Talente, Gaben und Fähigkeiten, die es zu entfachen gilt. Von dieser Überzeugung aus zeigt das »Hand- und Mitmachbuch« fair-handeln!, auf welche Weisen Zukunftsfähigkeit in den ganz konkreten Dingen des Alltags mit Herz, Hand und Verstand praktiziert werden kann.

Herausgegeben von der Kulturaktivistin und Kunstvermittlerin Jaana Prüss, ist dieses Buch in Kooperation des und.Instituts mit Morgengrün Kommunikation und Akteur*innen des Wandels entstanden.

Die Produktion wurde mittels crowdfunding ermöglicht und zusätzlich gefördert durch die Heinrich-Böll-Stiftung, Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, GLS Bank, Naturstrom, ergobag, Citizen Art Days, Fair-Cycle München, Quartiermeister, anschlaege.de, charity art products, »Bis es mir vom Leibe fällt«, Forum Futura UG, Heldenmarkt, »schöner wärs wenns schöner wär« und die Markthalle 9.

Das Handbuch fair-handeln! leistet übrigens einen CO2-Emissionen Ausgleich über die Klimainitiative der Druck- und Medienverbände -ID-Nummer 1437794- über CO2 Äquivalente von 1.600 kg für Wasseraufbereitung in Kenia.

fair-handeln! Anstiftungen für zukunftsfähiges Handeln.
Herausgegeben von Jaana Prüss

192 Seiten, ISBN 978-3-00-045409-7
EUR(D) 19,90 [1] Gebundener Ladenpreis.

fair-handeln! stellt neben Rezepten und Handlungsanleitungen eine Sammlung beispielhafter Projekte vor, die Modelle wie - Leihen statt Besitzen - Selbermachen statt kaufen, Reparieren, Umwandeln, Aufwerten statt Wegwerfen oder eine Tauschökonomie praktizieren.

Im Zentrum steht dabei nützliches Wissen zum Handeln (ohne Konsum) zu vermitteln. Eine Sammlung von Anstiftungen, Ideen, Protagonist*innen, Orten, Möglichkeiten und Tipps für Zukunftsfähigkeit.... herausgegeben von Jaana Prüss

Interview mit Jaana Prüss auf FLUX FM als hörbarer Spaziergang durchs Buch (13.Mai 2014, mit Katja)

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27. Februar 2014 4 27 /02 /Februar /2014 17:45

97838696207011Die Doktorarbeit von Uwe Krüger untersucht, welchen Einfluss Eliten auf die Berichterstattung haben und zeigt die Netzwerke der wichtigen Menschen in Wirtschaft, Politik und Journalismus.

Statt einen offenen Marktplatz an Ideen abzubilden, vertreten Journalisten demnach oft die Positionen der Herrschenden. Nach Uwe Krüger spitzt sich überall in Europa und in der ganzen Welt der Konflikt «Elite gegen das Volk» zu. Dabei stehen die Journalisten allzu oft auf der Seite der Eliten.

Diese Erkenntnis ergibt sich aus der von der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie der Universität Leipzig angenommenen Dissertation „Meinungsmacht: Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse“.

Beitrag und folgendes Interview von Michael Voregger auf ruhrbarone.de

Warum haben Sie sich wissenschaftlich mit dem Einfluss der Eliten auf Journalisten beschäftigt?

Uwe Krüger: Ich war selber Journalist und wurde an der Universität mit hohen Idealen gefüttert – von Unabhängigkeit, Kritik und Kontrolle. Als ich dann medienjournalistisch tätig war, also über Journalismus und Journalisten berichtet habe, stieß ich auf eine geheime Konferenz – die jährliche Bilderberg-Konferenz.

Dort treffen sich Politiker, Militärs, Wirtschaftsführer und Journalisten aus Nordamerika und Westeuropa. Über diese Konferenz war damals kaum etwas bekannt, die anwesenden Journalisten berichteten darüber nicht. Für mich begann eine Spurensuche, was da eigentlich im Hintergrund läuft.  

Wie nah kommen Journalisten den Eliten unserer Gesellschaf und welche Medien verfügen über besonders gute Kontakte?

Uwe Krüger: Ich habe auf breiter Front Elitenkontakte von Journalisten erfasst. Es waren 64 Journalisten, die in 82 Organisationen involviert waren, wo auch Eliten aus Politik oder Wirtschaft beteiligt waren.

Besonders heraus stachen die Netzwerke von vier Außenpolitik-Journalisten: dem Außenpolitik-Ressortleiter der Süddeutschen Zeitung, Stefan Kornelius, dem verantwortlichen Redakteur für Außenpolitik der FAZ, Klaus-Dieter Frankenberger, dem Chefkorrespondenten der Welt, Michael Stürmer, und dem Mitherausgeber der Zeit, Josef Joffe. Die waren in außen- und sicherheitspolitischen Think Tanks, US- und Nato-affinen Vereinen und vertraulichen Runden involviert, in denen sie teilweise immer auf dieselben Leute trafen.

Wie wirkt sich das harmonische Verhältnis auf die Berichterstattung aus?

Uwe Krüger: Ich habe die entsprechenden Artikel der vier vernetzten Journalisten zu dem Themenfeld Sicherheit, Verteidigung und Auslandseinsätze der Bundeswehr untersucht – speziell zu Afghanistan, wo es eine Kluft zwischen den Eliten und der Bevölkerung gibt. Die Bevölkerung ist mehrheitlich skeptisch gegenüber dem militärischen Engagement im Ausland und die Elite ist fast komplett dafür. Es zeigte sich, dass die vier Journalisten in ihren Artikeln den Diskurs der Eliten abbilden, deren Argumente verbreiten und für mehr militärisches Engagement werben.

Was verstehen Sie unter dem von Ihnen angeführten erweiterten Sicherheitsbegriff?

Dem aktuellen Elitendiskurs liegt ein erweiterter Sicherheitsbegriff zugrunde. Der klassische Sicherheitsbegriff – wir verteidigen unser Territorium, wenn es angegriffen wird – ist seit den 1990er Jahren erweitert worden. Es geht jetzt um einen anderen Sicherheitsbegriff, der alle möglichen Gefahren einschließt: Terrorismus, Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, Piraterie, Drogen, organisierte Kriminalität, Flüchtlingsströme, Demografie und Klimawandel. Wir verteidigen nicht mehr nur unser Territorium, sondern auch unseren Wohlstand, Kommunikationsinfrastruktur, die Versorgung mit Rohstoffen und Energie.

Unter Sicherheitspolitik läuft jetzt ziemlich viel, und das kann dann eben auch den Einsatz von Militär außerhalb des eigenen Bündnisgebietes wegen ziemlich vieler Probleme legitimieren. Die im Elitenmilieu vernetzten vier Journalisten haben den neuen Begriff verwendet und aktiv beworben, obwohl es in der Zivilgesellschaft und in der Friedensforschung massive Kritik an dem Begriff gibt

Gibt es andere Beispiel für einseitige Berichterstattung?

Uwe Krüger: Ich habe die Berichterstattung über die Münchner Sicherheitskonferenz untersucht. Einige Journalisten von Leitmedien sind dort als normale Teilnehmer und nicht nur als Berichterstatter. Die bilden in ihren Medien sehr ausführlich den Diskurs der Eliten ab, der auf der Konferenz läuft. Die Konferenz als Institution wird nicht hinterfragt, obwohl sie nicht ganz einwandfrei legitimiert ist – sie ist eigentlich eine private Veranstaltung, die mit Steuergeldern gefördert und mit Polizisten und Soldaten abgesichert wird. Die Demonstrationen und Gegenveranstaltungen werden in diesen Medien ignoriert oder marginalisiert. Die Parteinahme ist schon offensichtlich.

Warum engagieren sich Journalisten hier so stark?

Uwe Krüger: Es gibt offensichtlich einen hohen individuellen Nutzen für Journalisten: Hintergrundinformationen, Orientierung, exklusive Kontakte, hochrangige Interviewpartner. Ich sehe aber nur einen eingeschränkten Nutzen für Leser und Zuschauer. Die bekommen das Wissen ja nicht in Form von Berichten und Reportagen aus diesen Hintergrundzirkeln vermitteln, sondern das Wissen und auch die Perspektive der Eliten. Das fließt in Kommentare und Leitartikel ein, von denen man glaubt, sie seien von unabhängigen und kritischen Journalisten verfasst.

Das kann auch absolut kontraproduktiv werden, wenn Journalisten integraler Teil von vertraulichen Politikplanungsprozessen sind, über die sie sich verpflichten zu schweigen. Denn Eliten schaffen im vertraulichen Rahmen Spannungen aus der Welt und finden einen Konsens bevor die öffentliche Diskussion überhaupt beginnen kann. Der Journalist aber ist Anwalt der Öffentlichkeit.

Wie weit entfernen sich Journalisten hier von ihrer Kontrollfunktion?

Uwe Krüger: Je näher sie den Machthabern und Entscheidern kommen, desto weiter entfernen sie sich von Kritik und Kontrolle. Die Nähe ist meist erkauft mit Konformität.
Da muss man diskutieren, wie groß der Abstand zwischen Journalisten und Eliten sein soll. Wollen wir, dass unsere größten und einflussreichsten Medien eine starke Schlagseite in Richtung der Eliten haben, oder wollen wir eher neutrale Beobachter, Kritiker und Kontrolleure haben – die aber vielleicht nicht immer die heißesten Indiskretionen und neuesten Insider-Informationen aus dem Elitenmilieu haben?

Wie könnte der von Ihnen geforderte „Sicherheitsabstand zwischen Journalisten und Eliten“ aussehen?

Uwe Krüger: Etwa so wie bei der New York Times. Die hat in ihrem Ethik-Kodex einen Paragrafen drin, dass Journalisten sich nicht in Organisationen engagieren dürfen, die selbst nachrichtenwürdige Aktivitäten entfalten oder die mit Politik und Wirtschaft zusammenhängen. Sie dürfen nicht in Beiräten oder Kuratorien sitzen. Sie dürfen sich lediglich in der journalistischen Aus- und Weiterbildung engagieren. Das ist ein Reinheitsgebot, das ich gerne auch in Deutschland verankert sähe.

Quelle: http://www.ruhrbarone.de/der-einfluss-der-eliten-auf-deutsche-journalisten-und-medien/60858


Uwe Krüger: Meinungsmacht
Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und
Alpha-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse
Institut für Praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung

http://www.halem-verlag.de/2013/meinungsmacht-und-elite-journalismus/

http://www.amazon.de/Meinungsmacht-Einfluss-Eliten-Leitmedien-Alpha-Journalisten/dp/3869620706#reader_3869620706 

--


Elitejournalisten (Journalismus und Kriegspropaganda)

- http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/27000-PRBerater-polieren-Image-der-USA/story/20404513

siehe auch: Bilderberg-Konferenz: Re-Feudalisierung und Privatisierung der Macht

- Wie erkennt man, ob Medieninhalte manipuliert wurden?

- Licht in das Dickicht des Lobbyismus

- Gangster Wirtschaft -> Kapital- bzw Wirtschaftsfaschismus

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25. Januar 2014 6 25 /01 /Januar /2014 13:02

Attac-Basis-Text zum geplanten EU-USA-Freihandelsabkommen erschienen. Autoren mehrerer Organisationen bündeln Expertise.

Beiträge von Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Organisationen sind in den neu erschienen Attac-Basis-Text "Die Freihandelsfalle. Transatlantische Industriepolitik ohne Bürgerbeteiligung – das TTIP" eingeflossen. Die gemeinsame Bucharbeit spiegelt die breite Ablehnung des geplanten EU-USA-Freihandelsabkommens seitens zahlreicher Nichtregierungsorganisationen und sozialer Bewegungen.

Die Verfasserinnen und Verfasser kommen aus dem Attac-Netzwerk sowie von Corporate Europe Observatory, Powershift, Oxfam, BUND, Weed, Brot für die Welt oder Verdi. Allgemeinverständlich wird die Freihandelstheorie- und -praxis, werden mögliche Folgen für Umwelt und Verbraucher sowie Risiken für soziale und demokratische Standards aufgezeigt. Dass in den USA ähnliche Bedenken diskutiert werden wie in Europa, vermitteln die Autorinnen der US-amerikanischen Organisationen Sierra Club und Public Citizen. Eines von fünf Kapiteln befasst sich zudem mit alternativen Ansätzen für die EU-Handelspolitik.

Co-Autorin Marianne Henkel vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND): "Das transatlantische Freihandelsabkommen droht viele unserer Errungenschaften im Umwelt- und Verbraucherschutz aufzuweichen – die Liste ist lang: Gentechnik-Kennzeichnungspflicht, Pestizidgrenzwerte, Hormonfleisch-Verbot, Datenschutz. Langfristige regulatorische Kooperation und Investitionsschutz würden den Gesetzgebern den Spielraum für anspruchsvolle Standards in der Zukunft nehmen. Diese Partnerschaft käme vor allem Konzernen zugute."

Co-Autor Harald Klimenta vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac und Koordinator des Attac-Basis-Texts: "Durch den Handelspakt wird der Standortwettbewerb weiter angeheizt, also werden Einkommen und Vermögen noch ungerechter verteilt, Arbeitnehmerrechte und Produktstandards noch stärker unter Druck geraten und Umweltpolitik noch schwieriger werden. Deshalb muss das komplette Vertragswerk vom Tisch. Handelspolitik muss auf eine neue Basis gestellt werden – auch dies wird in dem Basis-Text diskutiert."

Co-Autor Sven Hilbig von Brot für die Welt: "TTIP birgt die Gefahr, die in der Vergangenheit gemachten Fortschritte in den Nord-Süd-Beziehungen zu unterminieren und möglicherweise neue Konfrontationen zu provozieren, anstatt zur Lösung globaler Probleme wie Hunger, Klimawandel sowie einer fairen und gerechten Verteilung von Rohstoffen und anderer natürlicher Güter für diese und kommende Generationen beizutragen."

Der Band ist Teil der Taschenbuch-Reihe "Attac-Basis-Texte" des VSA-Verlags, die grundlegendes Wissen über einzelne Themenfelder der Globalisierungskritik vermittelt. Der Text hat 128 Seiten und ist für 9 Euro im Buchhandel oder im Attac-Webshop erhältlich.

Harald Klimenta, Andreas Fisahn u.a.
Die Freihandelsfalle. Transatlantische Industriepolitik ohne Bürgerbeteiligung – das TTIP, AttacBasisTexte 45
ISBN 978-3-89965-592-6

Für Rezensionsexemplare: * Maren Schlierkamp, VSA-Verlag, Tel. (040) 2809 5277-10, maren.schlierkamp@vsa-verlag.de

Für Rückfragen, Interviews und Gastbeiträge:

* Harald Klimenta, im Wissenschaftlichen Beirat und in der
TTIP-Kampagnengruppe von Attac Deutschland, Tel: 0179-9435863

* Sven Hilbig, Referent Welthandel und Internationale Umweltpolitik von
Brot für die Welt, Tel: 0170-2918161

* Marianne Henkel, Sprecherin des Arbeitskreises Internationale
Umweltpolitik vom BUND, Email: marianne.henkel@bund.net

Infos zum TTIP:  Attac-Kampagne: http://www.attac.de/ttip
Bündnis "TTIP unfairhandelbar": http://www.ttip-unfairhandelbar.de

 

Wenn ihr wissen wollt, wie wir gegen TTIP argumentieren müssen, hört euch den Beitrag von Pia Eberhardt bei WDR5 an. Pia hat das super gemacht.  http://www1.wdr.de/radio/podcasts/wdr5/funkhausgespraeche136.html

und noch eine von Klaus Berger:  Es knirscht auch im Pazifik mit Einfluss auf TTIP:  http://www.japanmarkt.de/2014/01/31/wirtschaft/mit-dem-freihandel-geraten-reformen-ins-stocken/

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27. Dezember 2013 5 27 /12 /Dezember /2013 16:27

Auswege aus der Kapitalismusfalle - Befreiungstheologische Perspektiven.

»Gieriges Geld ist eine brillante Analyse und Kritik der westlichen Zivilisation, die sich globalisiert hat. Ulrich Duchrows Buch ist eine hoffnungsstiftende Botschaft: Eine anderes Welt ist möglich – eine neue Achsenzeit ist nötig.« (Franz Segbers) (zeitzeichen)

Finanzkrise? „Die gierigen Banker sind schuld“ und es gibt keine Alternative, wird propagiert. Doch der Autor, Theologe und Attac-Aktivist, zeigt: Wenn wir aufhören mit dem Streben nach immer mehr auf Kosten anderer, ist auch Schluss mit dem Gier-System. Diese Befreiung haben seit jeher die Religionen mit ihrer spirituellen Sprengkraft zum Ziel.

Ulrich Duchrow, geb.1935, Befreiungstheologe und Philosoph, zählt in Deutschland zu den renommiertesten Kritikern des globalen Kapitalismus. Er ist Professor für Systematische Theologie an der Universität Heidelberg und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac. Mitbegründer von Kairos Europa, einem Netzwerk, das sich im Rahmen des Konziliaren Prozesses u.a. für gerechtere Wirtschaftsbeziehungen mit den Ländern des Südens einsetzt.

Ulrich Duchrow war in der glücklichen Lage, vom Verlag um dieses Buch gebeten worden zu sein. Der Autor aus der Fraktion der Befreiungstheologen formuliert hier seine Gesellschaftskritik an der kapitalistischen Gesellschaftsordnung, die so wie sie sich heute zeigt, nicht bleiben kann, weil sie ungerecht ist.

Aber der Autor macht deutlich, dass er nicht mit kleinen Notoperationen die Gesellschaftsordnung menschlicher machen will, sondern ihr etwas völlig anderes entgegensetzen will. Dabei schaut Duchrow ganz besonders auf sozio - ökonomische und ökologische Themen und holt zur Beweisführung seiner Kritik, befreiende theologische Bewegungen aus dem Urchristentum hervor. Wer Duchrow kennt, der weiß, was er schreibt ist in sich schlüssig, aber leider nicht mehrheitsfähig in der Gegenwart, sollte man hoffnungsvoll "noch nicht" hinzufügen?

Als Fan von Ulrich Duchrow habe ich dieses Buch verschlungen. Einiges war bereits vom Autor in früheren Werken geschrieben, aber nichts gegen dieses Buch: Duchrow zeigt Auswege aus unserer gegenwärtigen Sackgasse!

http://www.socialnet.de/rezensionen/15484.php

Ulrich Duchrow: Gieriges Geld

Cover Ulrich Duchrow: Gieriges Geld.

Auswege aus der Kapitalismusfalle ;

befreiungstheologische Perspektiven.

Kösel-Verlag (München) 2013.

287 Seiten.

ISBN 978-3-466-37069-6.

19,99 EUR.

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29. Oktober 2013 2 29 /10 /Oktober /2013 15:10

Christoph Scheytt stellt sein im September 2013 erschienenes Buch über seine Desertion im April 1945 vor:

Wo sind die Deserteure? Wo sind die Eltern, sind die Freunde, die Brüder
und Schwestern dieser erschossenen Deserteure, deren Leichen man auf
die Schwelle des Friedens häufte? [...] Wo sind die Deserteure, die sich in
den zerstörten Städten verbargen, in Dörfern und Wäldern, wartend auf die
Alliierten, die für sie damals wirkliche Befreier waren? Heinrich Böll 1953
Christoph Scheytt und Walter Rieg (✝), Jg. 1928, waren jene Deserteure.
Die 16-jährigen sollen im Frühjahr 1945 als sogenanntes Hitlerjugend-
Panzerjagdkommando noch in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs
für Nazideutschland geopfert werden.
Stattdessen beschließen die Jungen, die bereits früh in Opposition zum
Nationalsozialismus und dem Militär gerieten, nach Hause zu ihren Familien
zu gehen. Ihre abenteuerliche Fahnenflucht führt die beiden von Berlin aus
quer durch das untergehende Nazireich bis ins heimische Murrhardt in
Baden-Württemberg.
Nach dem Krieg beginnt der als Pfarrer tätige Christoph Scheytt seine
Erlebnisse aufzuschreiben. Der Fluchtbericht ist das einzigartige
Zeitdokument von Menschen, deren Glauben und Gewissen auch in Zeiten
des Unrechts standhaft blieb und sowohl ein wichtiger Beitrag zur
Regionalgeschichte Baden-Württembergs, als auch zur aktuellen Debatte
um Kriegsverweigerung und Desertion.
Zitat:

„Die ersten, wunderbaren Monate nachm Krieg, der Enge und der Angst…I glaub‘, des war dr schönste Sommer meines Lebens. Der Krieg rum, alles völlig neu, ungeordnet, wie a neue Geburt. Koin Staat, koi Post, koi Schul…“ Deutschland im letzten Kriegsjahr. Christoph Scheytt und Walter Rieg sind 15 Jahre alt, als sie gemeinsam mit anderen Hitlerjungen als „Panzerjagdkommando“ für den längst verlorenen Krieg der Nationalsozialisten geopfert werden sollen. Gemeinsam entschließen sie sich zur Flucht. Getrieben von der Sorge um die Familien daheim, dem festen Willen zu Überleben, in der Tasche eine Ausgabe des Novalis, nimmt eine abenteuerliche Odyssee durch das untergehende „Dritte Reich“ seinen Anfang…

Die Bertha-von-Suttner-Stiftung der DFG-VK unterstützt die Herausgabe des Buches finanziell.

von Christoph Scheytt
100 Seiten 1. Auflage 2013
ISBN 978-3-86281-059-8
9,80 EUR

Buchinfo: http://www.oliverthron.de/oliverthron/neuerscheinung

Terminanfragen zu Lesungen und weitere Informationen unter:

www.oliverthron.de
info@oliverthron.de
Vorbestellungen unter:
www.klemm-oelschlaeger.de
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9. Oktober 2013 3 09 /10 /Oktober /2013 15:15

Ein Wissenschaftler der Universität Leipzig wirft deutschen Spitzenjournalisten die Übernahme von Techniken und Begriffen der Kriegspropaganda vor. Laut Uwe Krüger vom Institut für Praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung der sächsischen Hochschule spielt "Frieden als Wert an sich" in führenden deutschen Printmedien "keine Rolle".

Vielmehr erachteten die dort beschäftigten Redakteure und Ressortchefs den "Einsatz und Verlust von Menschenleben" als "hinnehmbar und sogar geboten". Insgesamt herrsche eine "starke Identifikation mit dem Westen" und seinen militärpolitischen Organisationen vor, die dazu führe, dass Gegner als "Barbaren" erschienen, denen mit "kalter Entschlossenheit" begegnet werden müsse.

Entsprechende Überzeugungen sollen Krüger zufolge durch "gebetsmühlenartige" Wiederholungen und die Anwendung "argumentativer Tricks" in der Bevölkerung verankert werden. 

Hintergrund ist nach Auffassung des Wissenschaftlers die "Einbettung" der Autoren in Netzwerke des "transatlantischen Elitenmilieus".

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58688

Rezension: Uwe Krüger:

Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten - eine kritische Netzwerkanalyse, Köln (Herbert von Halem Verlag) 2013

Der vorliegende Band stellt der Berichterstattung deutscher Spitzenjournalisten über Fragen von Krieg und Frieden ein geradezu vernichtendes Zeugnis aus. Das "Bild von Bedrohungen und Konflikten", das sie entwerfen, ist dem Autor Uwe Krüger zufolge "ebenso eindimensional und nicht reflexiv wie das in den offiziellen Doktrinen".

Doch damit nicht genug: Chefredakteure und Ressortleiter deutscher "Leitmedien" bedienen sich laut Krüger teilweise klassischer "Propagandatechniken"; ihre Argumentation müsse insgesamt als "unkritisch bis persuasiv" qualifiziert werden.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58687


mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58688

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16. Mai 2013 4 16 /05 /Mai /2013 16:13

http://www.juergengraesslin.com/grafik/Schwarzbuch.jpgDeutschland ist Europameister beim Waffenhandel. Kriegswaffen und Rüstungsgüter werden selbst an menschenrechtsverletzende und kriegführende Staaten verkauft. Deutsche Rüstungskonzerne – wie Daimler/EADS, Krauss-Maffei Wegmann, Rheinmetall, Diehl Defence oder ThyssenKrupp Marine Systems – verdienen bestens am grenzenlosen Export ihrer Großwaffensysteme. Heckler & Koch erobert den Weltmarkt der Kleinwaffen mit profitablen Gewehrlieferungen und Lizenzvergaben. Durch die Unterstützung von Banken werden die Konzerne zu Kriegsgewinnlern. Die Verantwortung tragen die Täter in der Politik und in der Rüstungsindustrie. Besonders brisante Fälle werden geheim im Bundessicherheitsrat bewilligt – z.B. LEOPARD-2-Kampfpanzer für Saudi-Arabien.

Die Macht der Rüstungskonzerne, Lobbyverbände, Banken und Politiker ist immens. Bisher sind alle Versuche gescheitert, Waffenhandel mit Einzelmaßnahmen zu begrenzen. Erst ein breites Bündnis der Zivilgesellschaft kann den notwendigen Druck zum Stopp aller Waffenexporte erzeugen. Die Kampagne »Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!« will diesen Wandel herbeiführen.

Im „Schwarzbuch Waffenhandel“ publiziert Grässlin neue brisante Fakten zu Rüstungsexporten. Er beantwortet bei seiner Buchlesung zentrale Fragen:

·         Wie gelangen deutsche Waffen – legal und illegal – in Krisen- und Kriegsgebiete?

·         Wer sind die Toptäter in der Politik und in der Rüstungsindustrie?

·         Wer sind die Opfer dieser skrupellosen Wirtschaftspolitik?

·         Was muss die Bundesregierung ändern und was können wir tun, damit Waffenhandel gestoppt wird?

 Jürgen Grässlin zählt seit vielen Jahren zu den profiliertesten Rüstungsgegnern Deutschlands. Er ist Sprecher der aktuellen Kampagne »Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel!«, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) sowie der Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD) und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.). Er ist Autor zahlreicher kritischer Sachbücher über Rüstungsexporte sowie Militär- und Wirtschaftspolitik, darunter internationale Bestseller. 2011 wurde Grässlin mit dem »Aachener Friedenspreis« ausgezeichnet. Die von ihm mitbegründete Aufschrei-Kampagne erhielt 2012 den Stuttgarter Friedenspreis zugesprochen.

Heyne Verlag, München

Originalausgabe. Taschenbuch, Broschur, 624 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 11 s/w Abbildungen, ISBN: 978-3-453-60237-3; € 14,99

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24. April 2013 3 24 /04 /April /2013 23:03

Die Verstrickung der CIA in den Drogenhandel ist vielfach öffentlich nachgewiesen worden. Die Aktivitäten dienten unter anderem der finanziellen Unterstützung verbündeter Gruppen, zum Beispiel in Laos, Nicaragua und Afghanistan, und zur Destabilisierung von gegnerischen Regierungen.

Die CIA hat bei der Geldwäsche von Drogengeldern wiederholt mit Banken zusammengearbeitet, die zum Teil eigens für diesen Zweck gegründet wurden. Eingehend dokumentiert ist der Fall der 1991 spektakulär in Konkurs gegangenen Großbank Bank of Credit and Commerce International (BCCI).[34] Laut einer Untersuchung des amerikanischen Senats[35] war die Bank unter anderem an der Geldwäsche der Drogengewinne der Contras (siehe oben) beteiligt. Senator John Kerry schrieb bereits im April 1989 in einem Bericht: Die CIA wusste von Anfang an, dass die BCCI ein durch und durch korruptes und kriminelles Unternehmen war. Die CIA hat die BCCI deshalb für ihre geheimen Operationen benutzt. Der Zusammenbruch der Bank war eine direkte Folge von Kerrys Untersuchungskommission[36], deren Ergebnisse die zwangsweise stattfindende Schließung von Niederlassungen der Bank in mehreren Ländern zur Folge hatten.

Über die BCCI liefen auch die Unterstützungszahlungen der CIA für die afghanischen Mudschahidin in den 1980er Jahren. Die Kriegsherren stiegen zu den weltweit führenden Opium-Produzenten auf. Dies geschah unmittelbar, nachdem die Opiumernte im Goldenen Dreieck größtenteils ausgefallen war. Der Rohstoff wurde im Grenzgebiet zu Pakistan massenhaft in Heroin umgewandelt. Die regionalen Kriegsherren konnten ihre Gewinne aus dem Drogenhandel über die Bank waschen, was mit zu der enormen Steigerung der Heroinproduktion in der Region beitrug.[37] Robert Morgenthau, ehemaliger Staatsanwalt von New York, bezeichnete die BCCI als „eine der größten kriminellen Unternehmungen der Weltgeschichte“.[36] Ständige Kunden der Bank waren auch Manuel Noriega, der über die BCCI die Herkunft der Drogenprofite für das Medellín-Kartell verwischte, der damalige irakische Diktator Saddam Hussein und der palästinensische Terrorist Abu Nidal.

Das Personal der 1973 gegründeten australischen Nugan Hand Bank [38] bestand hauptsächlich aus ehemaligen CIA-Mitarbeitern, die vorher in Vietnam und Laos tätig waren. Als Rechtsberater (legal counsel) fungierte der ehemalige CIA-Direktor William Colby.[37] Nach der Insolvenz der Bank wurde der Gründer Frank Nugan tot in seinem Wagen aufgefunden. Der zweite Gründer, Michael Hand, floh am 14. Juni 1980 mit Hilfe zweier Ex-CIA-Mitarbeiter aus Australien. Er gilt seitdem als vermisst und wird von den australischen Behörden wegen zahlreicher Delikte gesucht [39][40], unter anderem wegen Wäsche von Drogengeldern und Betrugs.

- Alfred W. McCoy: Die CIA und das Heroin. Weltpolitik durch Drogenhandel. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-86150-608-4.

- Andreas von Bülow: Im Namen des Staates: CIA, BND und die kriminellen Machenschaften der Geheimdienste. Es behandelt dunkle Geschäfte der Dienste mit Rauschgiftbaronen und Terroristen Verlag: Piper Taschenbuch

Waffen, Drogen und schmutziges Geld sind ihnen nicht fremd: Die westlichen Geheimdienste haben in den vergangenen Jahren kräftig mitgemischt bei Drogenhandel, Terrorismus und organisierter Kriminalität – Verbrechen, die sie aber im Namen des Staates verübten. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete, Bundesminister und Staatssekretär Andreas von Bülow (SPD) enthüllt in seiner packenden Darstellung die kriminellen Machenschaften der Geheimdienste BND, Mossad und CIA und zeigt, dass sich die Nachrichtendienste keineswegs auf die Sammlung und Verarbeitung von Informationen beschränken.

Quelle: http://www.amazon.de/Namen-Staates-kriminellen-Machenschaften-Geheimdienste/dp/3492230504

siehe auch: Drogenalltag und Drogenpolitik in Afghanistan

- Afghanische Luftwaffe in Schmuggelaffäre verwickelt

- Afghanistan-Code: Reportagen über Krieg, Fundamentalismus und Demokratie

- Dealen für Afghanistans Frieden

- Die andere Front – Heroin aus Afghanistan


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