Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "La paix est votre chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "Paco estas (via) ŝanco" - "Viva pacisma politiko"
Banken und Unternehmen müssen ihre menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten im Sinne der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte nachkommen“, fordert Michael Reckordt, der Koordinator des zivilgesellschaftlichen Netzwerks Arbeitskreis Rohstoffe. Private Sparer*innen und institutionelle Investoren können über ethische Banken in umweltverträgliche und sozial verantwortliche Projekte investieren und so vermeiden, von den kontroversen Geschäftspraktiken solcher Unternehmen zu profitieren.
Die Protestpostkartenaktion wird getragen VON:
Christliche Initiative Romero (CIR) | Dachverband der Kritischer
Aktionärinnen und Aktionäre | Facing Finance | Forschungs- und
Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) | urgewald |PowerShift
*WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN UND FOTOS:*
www.ci-romero.de/pressemitteilung-deutsche-bank-protest-uebergabe/
*PRESSE-KONTAKT:*
Christian Wimberger
*Christliche Initiative Romero (CIR)
Tel: 0251 / 67 44 13 – 21
Michael Reckordt
*PowerShift / AK Rohstoffe
Tel: 030 / 428 054 79
Keine Investitionen in Rohstoffgeschäfte!
Zum Weltspartag am 30.Oktober warnen Menschenrechts-Organisationen: Hinter vielen Fonds verbergen sich Investitionen in Unternehmen, die systematisch Menschenrechte verletzen.
Fonds sind bei Sparer*innen zunehmend beliebt seitdem Girokonten und
Sparbücher keine großen Zinsen mehr abwerfen. Sechs
Nichtregierungs-Organisationen übergeben zum Weltspartag 1.500
Protestpostkarten von Bürger*innen an die Deutsche Bank, da diese unter
anderem in Mexiko in rücksichtslose Rohstoffgeschäfte investiert.
Zahlreiche weitere deutsche Banken investieren ebenfalls in schmutzige
Rohstoffunternehmen, sodass auch die Bundesregierung aufgerufen wird,
endlich mit Gesetzen zu handeln.
*DER FALL DEUTSCHE BANK – GRUPO MÉXICO*
Am 6. August 2014 traten 40.000 Kubikmeter giftiger Kupfersulfat-Schlamm
aus einem Rückhaltebecken der Kupfermine /Buena Vista del Cobre/ im
Norden Mexikos aus und kontaminierten den Fluss Sonora. Seitdem haben
sich die Lebensbedingungen der über 22.000 Anwohner*innen extrem
verschlechtert. „Viele Menschen haben keine andere Wahl als
Nahrungsmittel zu essen, die mit dem kontaminierten Wasser in Berührung
waren. Einige Menschen leiden an Hautkrankheiten und ihre inneren Organe
sind betroffen“, erklären die Komitees von Sonora, die sich für eine
angemessene Entschädigung der betroffenen Menschen einsetzen.
Das Unternehmen Grupo México habe zwar angekündigt, ein Krankenhaus zur
Behandlung der Betroffenen einzurichten, aktuell sei das Gebäude aber
verlassen. „Unser Fall zeigt, dass auch die Investoren auf die
Menschenrechtsverletzungen der Unternehmen reagieren müssen“, so die
Vertretung der Betroffenen.
Die Deutsche Bank investiert über verschiedene Fonds ihrer
Tochtergesellschaft Deutsche Asset Management (DWS) in das
Bergbauunternehmen Grupo México.
Auf Anfrage der Christlichen Initiative Romero (CIR) antwortete die Deutsche Bank schriftlich am 8.12.2017: Die Fonds der DWS seien „primär darauf ausgelegt, die risikoadjustierten Erträge für Kunden zu erhalten und zu erhöhen“. Der Vermögensverwalter führe zwar Analysen zu sozialen und ökologischen Risiken durch, handle aber vor allem im Interesse der Kund*innen.
In einem Telefonat mit der CIR am 23.10.2018 haben Mitarbeiter*innen der Bank diese Haltung bestätigt. Für die CIR und ihre Partner*innen ist klar, dass die Deutsche Bank hiermit ihre eigene Verantwortung für die negativen Auswirkungen ihrer Investitionen weit von sich weist.
*Übergabe von 1.500 Protestpostkarten*
Mit der Übergabe der Protestpostkarten fordern die Organisationen und
die 1.500 Unterzeichner*innen die Deutsche Bank auf, sich für die
Einhaltung der Menschenrechte bei Grupo México einzusetzen und
grundsätzlich alle ihre Geschäftstätigkeiten auf menschenrechtliche
Risiken hin zu untersuchen.
„Rohstoffabbau verursacht in vielen Ländern Umweltzerstörung und soziale
Konflikte. Betroffene werden ignoriert und Protestbewegungen
unterdrückt“, sagt Christian Wimberger von der CIR. „Banken halten durch
ihre Investitionen eine Maschinerie aufrecht, in der beim Rohstoffabbau
ohne Rücksicht auf Mensch und Natur Profite erzielt werden.“ Viele
Banken böten Privatkunden Fonds an, ohne sie auf diese Risiken
hinzuweisen, so Wimberger. Auch Finanzinstitute wie die Allianz oder die
Deka-Bank investieren das Geld ihrer Kund*innen in Bergbauunternehmen,
die in der Kritik stehend.
*Forderungen an Banken, Tipps für Sparer*innen*
„Von alleine ändert die Wirtschaft ihre Praktiken nicht. Daher fordern
wir die Bundesregierung auf, Gesetze für eine verbindliche
Sorgfaltspflicht von Unternehmen zu erlassen. Dann müssen Banken und
Unternehmen ihre menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten im Sinne der
UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte nachkommen“, fordert
Michael Reckordt, der Koordinator des zivilgesellschaftlichen Netzwerks
Arbeitskreis Rohstoffe. Private Sparer*innen und institutionelle
Investoren können über ethische Banken in umweltverträgliche und sozial
verantwortliche Projekte investieren und so vermeiden, von den
kontroversen Geschäftspraktiken solcher Unternehmen zu profitieren.
*Die Protestpostkartenaktion wird getragen VON:*
Christliche Initiative Romero (CIR) | Dachverband der Kritischer
Aktionärinnen und Aktionäre | Facing Finance | Forschungs- und
Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) | urgewald |PowerShift