Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "La paix est votre chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "Paco estas (via) ŝanco" - "Viva pacisma politiko"
Mit Vorträgen von Experten von Handicap International, IPPNW und ICBUW sowie des ARD-Korrespondenten Thomas Aders, Kurzfilmen zum Thema, begleitet von irakischer Live-Musik.
Zwischen Marz 2003 und September 2013 wurden im Irak fast 125 000 Menschen getötet und tausende weitere verwundet.
Minen, Streubomben und andere explosive Kriegsreste haben daran einen erheblichen Anteil. Man vermutet, dass der Irak das am stärksten von Minen und Blindgängern belastete Land der Erde ist. Seit 2001 wurden mehr als 20 000 Menschen direkte Opfer dieser Waffen.
Außerdem verschossen die Alliierten hunderte von Tonnen uranhaltiger Munition im Irakkrieg. Um die Stadt Basra, im Süden des Landes, betragt die Strahlenbelastung nach Messungen unabhängiger Expertinnen und Experten das Zwanzigfache des Normalwertes. Vor allem Kinder, die auf den irakischen Panzerwracks spielen, erkranken und die Zahl der Missbildungen bei Neugeborenen nimmt dramatisch zu.
Wie lebt die Bevölkerung mit der täglichen Bedrohung durch Landminen, Streubomben und Uranmunition?
Was wird gegen diese Waffen vor Ort unternommen und wie wird der Bevölkerung geholfen?
Warum gibt es internationale Minen und Streubombenverbote, aber kein Verbot von Uranmunition?
Wie positioniert sich die Bundesregierung zu der Thematik?
Was können wir von Deutschland aus tun?
All diese Fragen versuchen die geladenen Gäste in Vorträgen, einer Gesprächsrunde und mit zwei Kurzfilmen zu beantworten.
KURZVORTRÄGE UND -FILME
Kinder ohne Zukunft - die Situation vor Ort von Dr. Thomas Aders, Journalist und Nahost-Korrespondent der ARD
Kurzfilm: Irak: Uranmunition - das strahlende Vermächtnis, ARD-Weltspiegel-Beitrag von Dr. Thomas Aders
Uranmunition: verstrahlte Panzer – gefährliche Spielplätze von Dr. Angelika Clausen, Arztin und ehem. Vorsitzende der deutschen IPPNW-Sektion, Expertin fur Irak und Uranwaffen
Kurzfilm: Interview mit Opfern von Streubomben im Irak
Landminen und Streubomben: Die verborgenen Nachkriegssoldaten von Alexey Kruk, ehemaliger Programmleiter von Handicap International im Irak
Die humanitäre Arbeit vor Ort: welche Unterstützung, gibt es für die Opfer, und wie kann ihnen eine langfristige Perspektive gegeben werden
Politische Kampagnenarbeit: Dr. Eva Maria Fischer, Kampagnenleiterin von Handicap International Deutschland und Prof. Manfred Mohr, Mitglied im Vorstand der Internationalen Koalition zum Verbot von Uranwaffen (ICBUW), geben einen Ausblick auf die Arbeit der internationalen Kampagnen und zeigen auf, was in Deutschland konkret unternommen werden kann.
Veranstalter: Handicap International, IPPNW
In Kooperation mit ICBUW, Umweltinstitut München, Münchner Friedensbündnis, Pax Christi, DFG-VK München, Helmut-Michael-Vogel Bildungswerk e.V. und Kulturreferat München
Gefördert aus Mitteln der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Europäischen Union und der Stiftung Umverteilen (angefragt)