Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "La paix est votre chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "Paco estas (via) ŝanco" - "Viva pacisma politiko"
In Afghanistan wird nicht nur mit militärischen Mitteln gekämpft. Von einem war of perception, einem Krieg der Wahrnehmung, sprach vor kurzem ein hoher deutscher General, der mehr als 20 Monate am Hindukusch im Einsatz war. Damit meint er den Versuch beider Seiten, der Aufständischen wie der Nato-geführten Afghanistan-Truppe Isaf, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Und dabei geht es gleichermaßen um die Bevölkerung in Afghanistan wie um die Menschen in den Staaten, die Soldaten für Isaf stellen.
Ausriß aus SZ:
Hinzukommen fast jede Nacht Kommando-Operationen von Spezialkräften gegen mutmaßliche Taliban-Führer. Meist sind es Amerikaner oder Briten, die diese capture-or-kill-Operationen (gefangennehmen oder töten) ausführen. In den ersten vier Monaten dieses Jahres gab es laut einer Isaf-Statistik in ganz Afghanistan mehr als 1.400 solcher Spezialeinsätze, bei denen fast 1.000 mutmaßliche Aufständische, sowohl Führer als auch Mitläufer, getötet und mehr als 2.000 gefangen genommen wurden. Neben der physischen Schwächung des Gegners haben diese Aktionen das Ziel, der Bevölkerung zu zeigen, dass sich Kooperation mit den Taliban nicht auszahlt.
SZ 17.06.2011 (Blechschmidt) Blutiger Krieg um die Wahrnehmung Propaganda-Erfolge erzielen Afghanistans Aufständische vor allem, wenn sie der Isaf mit spektakulären Aktionen schwere Verluste zufügen. Dazu verwenden sie jetzt verstärkt Sprengfallen. Die deutschen Soldaten in Afghanistan sind jedoch nicht nur deshalb verunsichert. http://www.sueddeutsche.de/politik/bundeswehreinsatz-in-afghanistan-blutiger-krieg-um-die-wahrnehmung-1.1109498