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Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "La paix est votre chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "Paco estas (via) ŝanco" - "Viva pacisma politiko"

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Deutscher in Kundus getötet

Er arbeitete für eine private Sicherheitsfirma, der Job kostete ihn das Leben: Ein Selbstmordattentäter riss in Afghanistan einen Deutschen mit in den Tod. Vorausgegangen waren stundenlange Gefechte.

 

Der Angriff galt einer Vertragsfirma, die Projekte der staatlichen amerikanischen Hilfsorganisation USAID umsetzt. Provinzgouverneur Mohammad Omar sagte, insgesamt sechs Selbstmordattentäter hätten das Gebäude der Firma gestürmt.

Auch ein afghanischer Polizist und ein afghanischer Wachmann seien getötet worden, sagte Omar. Nach Angaben des Krankenhauses in Kundus-Stadt wurden dort 22 Verletzte behandelt. Das Bundeswehr-Krankenhaus im zivil-militärischen Aufbauteam kümmerte sich um sieben weitere Leichtverletzte. Ein Taliban-Sprecher sagte, die Firma sei angegriffen worden, weil sie mit den Amerikanern zusammenarbeite.

  Der Bundeswehr-Sprecher in Kundus sagte, die Bundeswehr sei an den mehrstündigen Gefechten nicht beteiligt gewesen. US-Truppen hätten die afghanischen Sicherheitskräfte unterstützt. Die Aufständischen hätten gegen 3.20 Uhr (Ortszeit) zunächst eine Autobombe gezündet, um sich Zugang zum Firmengelände zu verschaffen. Dann hätten Taliban-Kämpfer die unteren Stockwerke des Gebäudes besetzt. Die Gefechte waren erst am Vormittag

beendet.

Quelle: http://www.ftd.de/politik/international/:taliban-angriff-deutscher-in-kundus-getoetet/50137798.html

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Ein früherer Bundeswehrsoldat mit neuem Auftrag

Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte, der 32 Jahre alte Mann aus Schleswig-Holstein habe als Wachmann für das Hilfsunternehmen Development Alternatives Inc (DAI) gearbeitet.

  Nach Informationen der Berliner Zeitung handelte es sich bei dem Mann um einen ehemaligen Bundeswehr-Angehörigen, der offenbar nach dem Ende seines Armeedienstes als Sicherheitsfachkraft in Afghanistan tätig wurde. Es wurde zunächst nicht bekannt, ob der Norddeutsche bei DAI beschäftigt war oder bei einem Unternehmen, das im DAI-Auftrag für den Objektschutz zuständig war.

  Allein der Umstand, dass nicht sofort geklärt werden konnte, für welche Firma der ehemalige Bundeswehrsoldat in Afghanistan arbeitet, weist auf ein grundsätzliches Problem hin: Obwohl die Bundesregierung weiß, dass nicht wenige ehemalige Bundeswehrsoldaten als "Contractor" bei deutschen und ausländische Sicherheitsfirmen tätig sind, verfügt sie nicht über exakte Informationen darüber, wie viel es sind, bei welchen Unternehmen sie arbeiten und ob diese Unternehmen eventuell völkerrechtlich problematische Aufgaben übernehmen, wie die Jagd nach Extremisten.

  Warum die Regierung wenig Engagement zeigt, mehr Transparenz in den Milliarden-Markt zu bringen, wird auch eine anderen Antwort zu dem Komplex deutlich: "Angesichts international begrenzter staatlicher Ressourcen und der fortschreitenden Technologisierung und Spezialisierung militärischer Aufgaben ist künftig mit einem weiteren Anstieg der Nachfrage nach Leistungen privater Sicherheitsdienste zu rechnen."

  Weil die Soldaten-Kontingente immer auch ein politischer Streit ist, soll jegliche andere Aufgabe von Menschen übernommen werden, die keinen politischen Streit auslösen - selbst, wenn sie getötet werden.

Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0703/politik/0058/

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CIA getroffen

Von André Scheer

  Der Monat Juli beginnt, wie der für die Besatzungstruppen in Afghanistan bislang verlustreichste Monat Juni endete. Bei Gefechten im Osten des Landes wurde NATO-Angaben zufolge am Freitag ein US-Soldat getötet. Weitere ausländische Opfer forderte ein Anschlag im nordafghanischen Kundus.

  Dabei kamen laut einem Bericht von Al-Dschasira ein deutscher, ein britischer, ein philippinischer und zwei afghanische Wachleute ums Leben. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte, daß bei dem Anschlag auf »eine amerikanische Hilfsorganisa­tion« auch ein »32jähriger deutscher Staatsbürger aus Schleswig-Holstein« getötet wurde, der Medienberichten zufolge ein früherer Bundeswehrsoldat gewesen sein soll. Die Nachrichtenagentur DAPD berichtete, daß sich ein Selbstmordattentäter gegen 3.30 Uhr morgens am Eingang des Gebäudes mit einem Geländewagen in die Luft gesprengt habe. Fünf weitere seien dann hinein gestürmt.

 

Der Angriff richtete sich offenbar gezielt gegen das US-Unternehmen Development Alternatives Inc (DAI), das in den meisten Agenturmeldungen verharmlosend als »Hilfsorganisation« beschrieben wird. Tatsächlich ist die DAI einer der größten Auftragnehmer des State Departments (US-Außenministerium), des Pentagon und der »US-Agentur für internationale Entwicklung« (USAID).

  Letztere gilt als scheinbar humanitäre Front­organisation des US-Geheimdienstes CIA. Im vergangenen Dezember zitierte die US-Rechtsanwältin und Publizistin Eva Golinger, die durch die Veröffentlichung von Geheimdokumenten der US-Administration über die Einmischung in Venezuela bekannt geworden ist, einen ungenannt bleibenden »hohen Beamten« der CIA. Dieser habe bestätigt, daß die Agentur die USAID benutze, um seine Agenten in anderen Ländern mit Geldmitteln zu versorgen. So stelle die CIA ihren Agenten Verträge im Namen der USAID aus, damit diese sich als Angestellte der offiziell regierungsunabhängigen Organisation präsentieren können.

 

In Afghanistan kümmert sich die DAI laut der Selbstdarstellung auf ihrer Homepage unter anderem um die »Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen« sowie um Programme zur »afghanisch geführten Gemeindeentwicklung«. Bereits im vergangenen Jahr berichtete die Zeitung USA Today jedoch über eine Untersuchung der US-Administration, wonach die Projekte der DAI äußerst »fragwürdig« seien, da es dem Unternehmen an einer »umfassenden Strategie« für die Umsetzung lokaler Projekte fehle. US-Außenministerin Hillary Clinton wird von dem Blatt mit den Worten zitiert, die Hilfsprojekte seien »zum Herzzerreißen gescheitert«.

 

Trotzdem genießt die DAI offenbar nach wie vor die wohlwollende Förderung durch Washington. So berichtete die in Caracas erscheinende Tageszeitung Correo del Orinoco im Januar darüber, daß die DAI im Auftrag der USAID im Vorfeld der Parlamentswahlen die Oppositionsparteien unterstütze. Und im vergangenen Dezember wurde in Kuba ein »Geschäftsmann« festgenommen, der im Auftrag der Firma tätig war. »Es blieb unklar, was der Angestellte dort getan hat, als er festgenommen wurde«, schrieb damals die New York Times, denn tatsächlich fehlt in der offiziellen Aufstellung der DAI über ihre Aktivitäten jeglicher Anhaltspunkt für ein Engagement auf der Insel.

 

Quelle: http://www.jungewelt.de/2010/07-03/066.php

 

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