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Der Einsatz in Afghanistan wird gefährlicher und belastender: In den vergangenen drei Jahren hat sich die Zahl der traumatisierten deutschen Soldaten nach Aussage eines Bundeswehr-Psychiaters verdreifacht - er rechnet mit einer weiteren Zunahme.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,691674,00.html
Die angekündigte Trauma-Ambulanz für Bundeswehrsoldaten in Augustdorf
(Kreis Lippe) hat auch ein Jahr nach Bekanntgabe der Pläne ihre Arbeit
noch immer nicht aufgenommen.
Experten klagen seit langem darüber, dass die medizinische Betreuung der
schätzungsweise 20.000 traumatisierten Bundeswehr-Soldaten unzureichend
sei. [ 7,3% oder jeder 14. Soldat von bislang 270 000 Buweh-Soldiers im Kriegseinsatz insgesamt ]
Voriges Jahr hatten Psychiater und Therapeuten öffentlich dagegen
protestiert, dass sie bei der Behandlung von Soldaten unterschreiben
sollten, sie stünden "den Aufgaben der Bundeswehr in ihren
Auslandseinsätzen nicht ablehnend gegenüber".
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Dorthin fürt der "American Way" letztlich, Ausriß aus heise news:
Das Veterans Affairs Department (VA) gibt die Zahl der Veteranen
mit knapp mehr als 23 Millionen an. Monatlich versuchen 950
Veteranen, die medizinisch vom VA betreut werden, sich
umzubringen, das sind mehr als 30 Selbstmordversuche am Tag,
obgleich diese Menschen beobachtet und teilweise betreut werden.
7 Prozent sind "erfolgreich", 11 Prozent wiederholen den Versuch
im Lauf von neun Monaten.
Insgesamt töten sich 18 Veteranen jeden Tag, berichtet die Army
Times, davon 5, die in irgendeiner Form medizinisch in Behandlung
stehen. Nach einer Studie bringt sich ein geringerer Prozentsatz
der 18-29-Jährigen, die medizinisch vom VA betreut werden, um als
bei den Unbehandelten. Daher spricht das Ministerium von einem
Erfolg, weil man angeblich jedes Jahr so 250 Menschen das Leben
rette. Und durch die Selbstmord-Hotline würden überdies 7.000
Menschen gerettet werden.
...Um die 140.000 Veteranen büßten 2004 Haftstrafen in Bundes-
und Staatsgefängnissen ab, Tausende gibt es vermutlich auch in
den County-Gefängnissen. 61 Prozent sollen ein Drogenproblem
haben, in den Bundesgefängnissen wurden 46 Prozent wegen
Drogendelikten eingesperrt. Nach einem Bericht dürften die
Probleme mit den aus dem Irak und aus Afghanistan heimkehrenden
Veteranen weiter zunehmen, von denen 30 Prozent unter psychischen
Störungen wie Depression oder der posttraumatischen
Belastungsstörung leiden sollen. Fast 20 Prozent der US-Soldaten,
die nach Einsätzen im Irak oder in Afghanistan aus dem
Militärdienst ausgeschieden sind, leiden, so eine Studie, unter
Depressionen oder Posttraumatischem Belastungsstörungen (PTSD).
Wenn man leichtere Störungen einbezieht, würde die Zahl auf 26
Prozent ansteigen. (Die psychischen Kosten des Kriegs).
heise news 27.04.2010 (Rötzer)
Wenn US-Soldaten zu Veteranen werden, wächst für sie die Gefahr
Jeden Tag töten sich 18 Veteranen
http://www.heise.de/tp/blogs/3/147516