Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "La paix est votre chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "Paco estas (via) ŝanco" - "Viva pacisma politiko"
Afghanistan-Experten üben scharfe Kritik an der deutschen Besatzungspolitik am Hindukusch. Die Bundesregierung habe die Bundeswehr im Jahr 2003 nach Kunduz entsandt, ohne sich solide Kenntnisse über die hochkomplizierte Region zu verschaffen, heißt es in einer jüngst veröffentlichten Analyse. Weder die strategischen Besonderheiten noch die traditionellen Konfliktlinien in dem Gebiet seien ernsthaft untersucht worden; deshalb sei man auf die 2008 neu aufgeflammten Aufstände nicht angemessen vorbereitet gewesen.
Autor der Analyse, die schwere Vorwürfe an die Bundesregierung enthält, ist ein ehemaliger Offizier der Bundeswehr.
Kritik wird auch an der fortdauernden Kooperation der westlichen Besatzungstruppen mit Milizen und örtlichen Warlords laut. Wie die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) schreibt, laufe diese dem Aufbau des Zentralstaats zuwider - vor dem Hintergrund des jahrzehntelangen afghanischen Bürgerkriegs, in dem sich diverse Milizen blutig befehdeten, eine alarmierende Warnung.
Berliner Politiker dringen mittlerweile auf Vorbereitungen für den Fall, dass Afghanistan weiter in Gewalt abgleitet: Man müsse, heißt es, die Evakuierung einheimischer Hilfskräfte in die Wege leiten, die wegen ihrer Tätigkeit für die Bundeswehr an Leib und Leben gefährdet seien. mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58399
- siehe auch: Afghanistans Armee setzt sich u.A. aus Tadschiken, Usbeken und Paschtunen zusammen
- Das Eingeständnis des Scheiterns – Kommentar zu Afghanistan
- UN-Bericht: 2011 über 3.000 getötete Zivilisten in Afghanistan
- Afghanistan: Geheimdienst unterstützt offenbar Terroristen