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Das Industriekonglomerat Siemens hat im zweiten Quartal vor allem dank des Ausstiegs aus dem Atom-Joint-Venture mit Areva einen Gewinnsprung verzeichnet.
Noch nicht berücksichtigt in der genannten Ergebnisindikation für das zweite Quartal von Siemens ist der Gewinn, der aus dem Ausstieg aus dem Atom-Joint-Venture Areva NP entsteht. Die Bayern hatten ihre 34%-Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen vor einigen Wochen an den französischen Partner verkauft und strichen dafür 1,62 Mrd EUR ein - ein Wert, den ein unabhängiger Gutachter zuvor festgelegt hatte.
Ob es allerdings bei diesem Betrag bleibt, ist noch unklar. Denn noch steht das Urteil eines französischen Schiedsgerichts aus, das darüber entscheiden wird, ob der Preis für das Aktienpaket noch um bis zu 40% nach oben oder unten korrigiert wird. Im besten Fall bekäme Siemens also knapp 2,3 Mrd EUR, im schlechtesten Fall weniger als 1 Mrd EUR. Eine Entscheidung wird in diesem Frühjahr erwartet.
Ende März folgte der vorerst letzte Schritt, von dem vor allem das bislang größte Segment, der Industrie-Sektor, betroffen ist. Siemens will nicht nur die Licht-Tochter Osram an die Börse bringen, sondern auch ein neues Kernsegment gründen, das sich vor allem der zunehmenden Urbanisierung und Infrastrukturinvestitionen widmen wird ("Infrastructure & Cities"). Mit der neuen Aufteilung in dann insgesamt vier Hauptgeschäftsfelder will Siemens mittelfristig die 100-Mrd-EUR-Marke beim Umsatz knacken. 2009/10 waren es knapp 76 Mrd EUR.
Quelle: http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Aktie-im-Fokus-Siemens-profitiert-von-Aufschwung-und-Areva-Ausstieg-1114943