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Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "La paix est votre chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "Paco estas (via) ŝanco" - "Viva pacisma politiko"

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Storch Heinar gegen Thor Steinar

„Er ist eine arme Kreatur, der zerzauste Storch mit dem schiefsitzenden Stahlhelm auf dem Kopf. Er hat Probleme mit der Verdauung, kann daher keine Frösche fressen und muss sich vegetarisch ernähren. Zudem ist er nicht reinrassig. Er hat eine schwarze Feder im ansonsten schneeweißen Gefieder. Den Makel versucht er, mit Puder zu übertünchen.“ So beschreibt Mathias Brodkorb den Storch namens Heinar.

 

Brodkorb ist SPD-Landtagsabgeordneter in Mecklenburg-Vorpommern und Initiator der Initiative „Endstation Rechts“. Er hat Storch Heinar mitkreiert und den gerupften Vogel zu einer Modemarke aufgebaut, einer erfolgreichen Persiflage auf das von Rechten so beliebte Modelabel Thor Steinar. Die Macher dieses Labels, die in Zeesen (Dahme-Spreewald) ansässigen Firma Mediatex, haben Brodkorb verklagt. Sie sehen Thor Steinar verunglimpft und die Markenrechte verletzt. Am kommenden Mittwoch heißt es vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth Thor Steinar gegen Storch Heinar.

Brodkorb streitet gar nicht ab, dass der Hitlerbärtchen und Seitenscheitel tragende Vogel auf rechte Mode anspielt. „Wir wollten Spaß haben. Und wenn sich Rechte darüber ärgern, haben wir noch mehr Spaß“, sagt der 33-Jährige. Storch Heinar entstand Ende 2008. Damals saß die NPD schon seit zwei Jahren im Mecklenburger Landtag und Brodkorb hatte täglich Gelegenheit, sich mit rechten Gedankengut ausein- ander zu setzen. Zudem gab es in Rostock einen Thor-Steinar-Klamotten-Laden.

Die Initiative „Endstation Rechts“ wollte nicht nur dagegen demonstrieren. „Wir wollten junge Leute erreichen. Auf lustige, satirische Art. Nicht jeder liest schließlich eine seitenlange Analyse über Rechtsextremismus“, sagt Brodkorb. Bei einem gemütlichen Abend und einer Flasche Wein wurde der schmalbrüstige Storch geboren, ein modeverrückter Führervogel mit schwerer Kindheit. Seit Dezember 2008 werden Kleidungsstücke mit seinem Konterfei über das Internet verkauft. Der Erlös kommt der Initiative „Endstation Rechts“ zugute.

Die Mediatex GmbH reagierte sofort. Die Firma beantragte die Markenrechte an Storch Heinar. Das wurde jedoch vom Patent- und Markenamt abgelehnt.
Daraufhin klagte Mediatex wegen Verunglimpfung und Verletzung der Markenrechte. Eine Stellungnahme der Firma war gestern nicht zu erhalten.
„Kurios ist, dass das Unternehmen den Namen erst selbst beanspruchen wollte, sich aber nun verunglimpft fühlt“, sagt Brodkorb. Mediatex habe zudem argumentiert, die Marken Storch Heinar und Thor Steinar seien verwechselbar.
„Das ist Quatsch“, zeigt sich der studierte Philosoph optimistisch. Das Logo von Thor Steinar, ein weißes Kreuz auf grauem Grund, lasse sich niemals mit dem Logo von Storch Heinar, ein weißer Storch auf rotem Grund, verwechseln. „Der durchschnittliche Verbraucher erkennt den Unterschied“, sagt der SPD-Mann. Mediatex habe schon einmal ein ähnliches Verfahren in Nordrhein-Westfalen verloren. Dort hatte ein Gericht laut Brodkorb ein „Thorsten-Schneider-T-Shirt“ als Satire anerkannt.

Unterdessen haben sich Brodkorb und seine Mitstreiter noch andere Figuren für ihren Online-Handel einfallen lassen. So gibt es mittlerweile ein Benito-Storcholini-T-Shirt, und auch der in der rechten Szene verehrte Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess hat es geschafft – er prangt nun auf einem Antinazi-Pulli: als „Debiler Rudolf“-Storch.

Spenden für den Prozess sammelt Brodkorb und seine Initiative „Endstation Rechts“ mit einem neu entworfenen Kleidungsstück – dem Retter-Shirt mit Heinar und dem Schriftzug „Weltkriegsverliererbesieger“. Die Idee ist abgekupfert, gibt Brodkorb zu. Beim Fußballverein St. Pauli, der 2002 nach dem überraschenden Sieg gegen den damaligen Weltpokalsieger FC Bayern München ein „Weltpokalsieger-Besieger“-Shirt auf den Markt brachte. Eine Klage wegen Verletzung der Markenrechte muss Brodkorb in diesem Fall nicht fürchten. Die Aktion ist mit dem Verein abgesprochen. Die „Güldene Edition“ des braunen Retter-Shirts, von dem es nur 18 (!) Stück für je 50 Euro gab, war laut Brodkorb „ruckzuck weg“.

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Krieg gegen Eierland


Storch Heinar:
Mitstreiter der Anti-Nazi-Initiative „Endstation Rechts“ entwarfen den schmalbrüstigen Vogel mit Hitler-Bärtchen, Seitenscheitel und schiefsitzendem Stahlhelm im Dezember 2008. Er wird, auf T-Shirts, Tassen und andere Accessoires gedruckt und im Internet vertrieben.

Verklagt: Die Firma Mediatex aus Zessen, einem Ortsteil von Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald), klagte gegen „Storch Heinar“ wegen der Verletzung der Markenrechte und Verunglimpfung. Die Mediatex GmbH stellt die in der rechten Szene beliebte Kleidung der Marke „Thor Steinar“ her.

Prozess: Der Markenprozess findet am kommenden Mittwoch vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth statt. Angesetzt ist zunächst ein Gütetermin.

Internet: Neben Kleidern und Accessoires mit Motiven des Storches gibt es auf der Internetseite von Endstation Rechts auch die Geschichte des Führerstorchs Heinar. Erzählt werden in Episoden der Krieg gegen Eierland und die Fehde mit Benito Storcholini. Storch Heinar hat zudem eine eigene Facebookseite.

Weitere Informationen unter www.storchheinar.de

 

 

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Nazis vergrämen! - Geht vielleicht auch gutbürgerlich

Die Riesaer OB'in Gerti Töpfer hat eine Idee, den NPD-Verlag
"Deutsche Stimme" aus der Stadt zu vergrämen. Dieser sitzt bislang an
der Mannheimer Straße. Doch wie wäre es, wenn die Straße den Namen der
Geschwister Scholl trägt. Das dürfte der NPD doch absolut keinen Spaß
machen.

Der Rathaus-Plan sorge dafür, dass nicht nur die NPD-Zeitung
„Deutsche Stimme“, sondern auch NPD-Stadträte künftig in ihren
Briefwechseln einen Namen angeben müssen, der an den Widerstand
gegen den Faschismus erinnert.

Bereits die erste Diskussion um die Umbenennung zeigt, daß die
Rechtsextremen ihre biedermännische Maske fallen lassen, Ausriß aus
"Endstation Rechts"

Zunächst hätte sich die NPD noch um eine kontrollierte Reaktion
bemüht, dann sei es aber schon vorbei gewesen mit der
Selbstbeherrschung. „Die verwirrte Rathaus-Spitze“ könnte „dann
die Mannheimer Straße auch gleich in Heinz-Galinski-,
Ignaz-Bubis- oder Paul-Spiegel-Straße umbenennen, um die
bundesrepublikanische Nebenregierung in Form des Zentralrats der
Juden zu würdigen“, so Jürgen Gansel, der nicht nur
NPD-Landtagsabgeordneter in Sachsen, sondern auch NPD-Stadtrat in
Riesa ist.

Endstation Rechts 17.06.2010 (Cruzcampo)
„Deutsche Stimme“-Verlag demnächst in der Geschwister-Scholl-Straße?
Die Mannheimer Straße, in der das NPD-Organ „Deutsche Stimme“ sitzt,
soll umbenannt werden. Zu Ehren des Hitler-Widerstands und um die NPD
zu düpieren. Die NPD-Stadtvertreter finden das alles andere als
lustig.
http://www.endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=5033:%E2%80%9Edeutsche-stimme%E2%80%9C-verlag-demn%C3%A4chst-in-der-geschwister-scholl-stra%C3%9Fe??&Itemid=388

Sächsische Zeitung 17.06.2010
NPD bekommt Antifa-Adresse
Von Thomas Trappe
Die Mannheimer Straße, in der das NPD-Organ „Deutsche Stimme“ sitzt,
wird umbenannt. Zu ehren des Hitler-Widerstands.
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2489336

 

 

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weitere satirische Aktionen gegen Rechts

Endstation Rechts

 

 

 

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