Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "La paix est votre chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "Paco estas (via) ŝanco" - "Viva pacisma politiko"
Abrüstung in Lichtgeschwindigkeit - NRO wurden bedeutende Akteure der
humanitären Rüstungskontrolle
Berlin (ots) - Deutsche Nichtregierungsorganisationen begrüßen die
am 1.8. 2010 in Kraft tretende Verbotskonvention für Streumunition
und unterstreichen die Rolle der Zivilgesellschaft beim
Zustandekommen dieses Verbotsvertrages.
"Wie schon bei den Anti-Personenminen wurde auch bei Streumunition
ein Verbot einer ganzen Waffenkategorie aufgrund öffentlichen Drucks
beschlossen und es wurde Völkerrecht unter Mitwirkung von
Nichtregierungsorganisationen geschrieben," unterstreicht Thomas
Küchenmeister vom Aktionsbündnis Landmine.de.
"Schon Kofi Annan bezeichnete die Kampagne gegen
Anti-Personenminen einmal als "erfolgreichste Bürgerbewegung der
Welt", erinnert Thomas Gebauer, Geschäftsführer von medico
international und Mitbegründer der Kampagne gegen Anti-Personenminen.
"In gut 5 Jahren haben es die 350 zivilgesellschaftlichen
Organisationen der Internationalen Kampagne gegen Streumunition
geschafft über 100 Staaten von einem Verbot zu überzeugen," betont
Thomas Küchenmeister von Aktionsbündnis Landmine.de, der deutschen
Sektion der Cluster Munition Coalition (CMC). "Im Vergleich zu
klassischen Abrüstungs- und Rüstungskontrollprozessen im Rahmen der
Vereinten Nationen bedeutet dies nahezu Lichtgeschwindigkeit," sagt
Küchenmeister.
"Wichtig war uns, dass verbindliche Bestimmungen zur
Opferfürsorge, Räumung von explosiven Streumunitionsrückständen sowie
internationaler Zusammenarbeit Bestandteil der Konvention werden,"
unterstreicht Marion Gnanko von Sodi.
Die Nichtregierungsorganisationen betonen außerdem das modellhafte
Verfahren der Rüstungskontrolle bei Minen und Streumunition. Sie
legen auch Wert auf die gute Kooperation von "gleich gesinnten"
Regierungen mit einem weltumspannenden zivilgesellschaftlichen
Netzwerk. "Es ist durchaus vorstellbar, dass dieses Modell auch bei
Kleinwaffen oder im Umweltbereich Anwendung finden kann," glaubt
Francois de Keersmaeker von Handicap International.
Aktionsbündnis Landmine.de ist Mitglied der Internationalen
Kampagne zum Verbot von Streumunition CMC (Cluster Munition
Coalition) und der Internationalen Kampagne zum Verbot von
Antipersonenminen (ICBL). Die ICBL wurde 1997 für ihre Verdienste
beim Zustandekommen des Abkommens über das Verbot von
Antipersonenminen (Ottawa-Konvention) mit dem Friedensnobelpreis
geehrt. Im Mai 2009 erhielt Landmine.de als Mitglied der
internationalen Kampagne zum Verbot von Streumunition (CMC) den
renommierten "Internationalen Tipperary Friedenspreis", den zuvor
auch Nelson Mandela oder Michail Gorbatschow erhielten. In 2099 wurde
dem Aktionsbündnis zudem der Wilhelm-Dröscher-Preis verliehen. Die
Schauspielerin Ulrike Folkerts schließlich erhielt im Jahr 2007 den
Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für ihre Unterstützung
von Aktionsbündnis Landmine.de.
Originaltext: Aktionsbündnis Landmine.de
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/54785
Pressekontakt:
Thomas Küchenmeister, Leiter Aktionsbündnis Landmine.de 0175-4964082
Thomas Gebauer, Geschäftsführer medio international, 069-9443830
Marion Gnanko, solidaritätsdienst-international e.V. (SODI)
030-9286047
Dr. Eva Maria Fischer, Handicap International 0175/54 29 899
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Opfer von Streubomben erreichen den Wandel / Die "Ban Advocates" und
das Streubombenverbot
Überall in der Welt wird am 1. August das historische Inkrafttreten des Verbots von Streubomben gefeiert, zum Beispiel in Laos, Vietnam, Kambodscha, Irak, Äthiopien, Serbien, Kosovo... in Ländern, die besonders von dieser grausamen Waffe betroffen sind. Aus diesen Ländern stammen auch die "Ban Advocates",
eine Gruppe von Menschen, die durch Streubomben grausam verletzt wurden oder die Angehörige durch diese Waffen verloren haben.
Handicap International hat die Gruppe zusammengeführt und unterstützt sie seither bei ihrer wichtigen Aufgabe: Durch ihr Beispiel und ihr Engagement trugen sie maßgeblich zum Zustandekommen des Verbotsvertrags bei - und sie engagieren sich nun für die Umsetzung des Vertrags. Ihr Ziel ist erst erreicht, wenn die betroffenen Regionen von Blindgängern geräumt und diese Waffen aus den Arsenalen aller Armeen beseitigt sind, und wenn die betroffenen Menschen
genügend Unterstützung bekommen, um wieder ein aufrechtes, menschenwürdiges Leben zu führen.
Einer der "Ban Advocates", der Serbe Sladjan Vuckovic, der beim
Räumen von Streumunition seine Arme verloren hat, freut sich heute
über das Inkrafttreten des Verbots: "Nach so vielen Anstrengungen,
Diskussionen und Verhandlungen sind wir nun an einem Punkt angelangt,
an dem wir sagen können, dass unsere Arbeit nicht sinnlos war. Ich
bin Optimist und glaube daran, dass der Vertrag nicht einfach ein
Blatt Papier ist, sondern dass er auch respektiert und umgesetzt
werden wird. Dennoch weiß ich, dass unsere Arbeit nicht beendet ist.
Wir müssen uns jetzt sogar noch mehr anstrengen, damit alle Aspekte
des Vertrags berücksichtigt werden."
Bei den weltweiten Aktionen der internationalen Kampagne Cluster
Munition Coalition zum 1. August wird also nicht nur das
Inkrafttreten gefeiert, sondern auch die konsequente Umsetzung des
Vertrags und die Unterstützung der betroffenen Menschen und Regionen
gefordert - und Staaten wie die USA, Russland, China oder Serbien
werden dazu gedrängt, dem Verbotsvertrag endlich beizutreten. Die
"Ban Advocates" stellen zudem einen Film vor, den Sie auf der Seite
von Handicap International finden:
http://www.presseportal.de/go2/Ban_Advocates/Film
Auf dieser Seite gibt es auch Informationen über unsere Aktionen
zum 1. August in Deutschland.
Zur Organisation: Handicap International ist als internationale
Hilfsorganisation in 60 Ländern der Welt für Menschen mit Behinderung
tätig: in der Rehabilitation und Integrationsarbeit sowie in der
Prävention u.a. durch Kampfmittelräumung und Aufklärung der
Bevölkerung. Handicap International hat die Internationale Kampagne
für das Verbot von Landminen mit gegründet, die 1997 den
Friedensnobelpreis erhielt. Außerdem hat sich die Organisation seit
der Gründung in der "Cluster Munition Coalition" für ein Verbot von
Streubomben engagiert.
Originaltext: Handicap International
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/16206
Information:
Dr. Eva Maria Fischer
089/54 76 06-13
0175-54 29 899
www.handicap-international.de
www.streubomben.de
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Deutsche Jugendliche schreiben über Streubomben in Laos
"Wie sieht die tägliche Bedrohung der Menschen in Laos durch Streubomben aus? Wer tut etwas dagegen? Was wird aus den Opfern?" 52 junge Leute zwischen 15 und 19 Jahren stellten sich diesen Fragen im journalistischen Wettbewerb von Handicap International und der Berliner tageszeitung. Kurz bevor am 1. August das internationale Verbot von Streubomben in Kraft tritt, schilderten
sie mit beeindruckendem Engagement die bedrohliche Situation, der
ihre Altersgenossen in Laos noch Jahrzehnte nach dem Krieg in
Südostasien durch die zahlreichen Blindgänger dieser Bomben
ausgesetzt sind.
"Ursprünglich wollten die USA damit Infrastruktur und
Militäreinrichtungen zerstören bzw. unzugänglich machen - heute sind
sie gefährliche Spielgefährten für Kinder wie Dam." So schreibt
Jan-Hendrik Mautsch aus Fredenbeck, der mit seiner eindringlichen
Schilderung des schrecklichen Unfalls des siebenjährigen Dam den
ersten Platz im Wettbewerb errang. Er wird gemeinsam mit Handicap
International und dem taz-Journalisten Andreas Zumach im Herbst nach
Laos reisen, um dort noch mehr über das vergessene Unrecht durch die
Millionen Blindgänger zu erfahren und darüber zu berichten.
Schauspielerin Ulrike Folkerts, die seit vielen Jahren die
Kampagne gegen Streubomben unterstützt, begrüßt diese Initiative:
"Endlich tritt das Streubombenverbot in Kraft. Was bleibt, sind
unendlich viele verminte Gebiete wie Laos und Opfer, zivile Opfer
dieser mörderischen Waffen. Deshalb ist es so wichtig, ein
Bewusstsein zu schaffen bei Jugendlichen und in der gesamten
Öffentlichkeit, dass wir etwas erreichen können, wenn wir weiterhin
die Aufmerksamkeit auf diese Langzeitproblematik lenken und uns um
intensive Opferhilfe kümmern."
Wenn am 1. August das Streubombenverbot in Kraft tritt, wird es in
Laos große Feierlichkeiten geben. Denn seit das südostasiatische Land
im Vietnamkrieg massiver bombardiert wurde als je ein anderes Land
der Welt, wurden die Menschen dort mit den Millionen explosiven
Kriegsresten allein gelassen. Nur wenige Hilfsorganisationen, unter
ihnen Handicap International, kümmern sich um die Beseitigung der
Kriegslasten und die Versorgung der Opfer. Das sollte ab dem 1.
August anders werden. Denn der Verbotsvertrag fordert von allen
beteiligten Staaten - also auch von Deutschland - eine wirkungsvolle
Unterstützung der betroffenen Menschen und Regionen.
Der Artikel von Jan-Hendrik Mautsch wird am 31. Juli in der
tageszeitung veröffentlicht. Sie finden ihn und die weiteren drei
Siegerbeiträge außerdem auf www.taz.de und auf unserer Seite
www.handicap-international.de .
Fakten, Geschichten und Bilder über Streubomben und die Aktionen
zum 1. August in Deutschland und weltweit: www.streubomben.de
Filme zum 1. August von einer Gruppe von Streubombenopfern "Ban
Advocates": http://www.vimeo.com/album/263082
Originaltext: Handicap International
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/16206
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_16206.rss2
Pressekontakt:
Information: Dr. Eva Maria Fischer 089/54 76 06-13, 0175-54 29 899