Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "La paix est votre chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "Paco estas (via) ŝanco" - "Viva pacisma politiko"
Deutschland ist drittgrößter Waffenexporteur der Welt. Die meisten Waffen gehen in die Türkei, Griechenland und Südafrika. Insgesamt werden 55 Staaten mit deutschen Kriegsgeräten beliefert. Darunter sind viele Staaten, die sich in Krisen oder bewaffneten Konflikten befinden. Diese Waffenexporte akzeptieren wir nicht. Wir fordern deutsche Waffenexporte zu beenden und die Rüstungsindustrie in zivile Produktion zu überführen.
In Afghanistan sind die Opferzahlen im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zu 2009 um 20% gestiegen. Die Gewalt in Afghanistan spitzt sich immer weiter zu. Der Afghanistaneinsatz zeigt deutlich, dass Militäreinsätze keine Probleme lösen, sondern nur zu mehr Gewalt und Todesopfern führen.
Auch innerhalb der SPD müssen militärische Einsätze konsequenter hinterfragt werden. Die Sozialdemokratie muss deutlicher gegen Militarismus und Krieg eintreten erklärt der Juso-Bundesvorsitzende Sascha Vogt anlässlich des Antikriegstags 01. September 2010.
Quelle:
http://www.jusos.de/aktuell/pressemitteilung/2010/09/01/waffenexporte-stoppen
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Der Plan des Verteidigungsministers die Wehrpflicht auszusetzen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Das Modell hat sich bereits seit Jahren überholt: Wehrgerechtigkeit gibt es schon lange nicht mehr, außerdem ist die Wehrpflicht ein Eingriff in die Freiheitsrechte junger Menschen. Wir Jusos lehnen aus diesen Gründen die Wehrpflicht generell ab und sprechen uns für eine Stärkung der Freiwilligendienste aus. Damit könnte auch ein entscheidender Beitrag geleistet werden, die wegfallenden Zivildienstplätze zu kompensieren. Dort, wo Zivildienstleistende jedoch Aufgaben normaler Beschäftigter wahrnehmen, ist auch eine Kompensation durch reguläre Beschäftigung notwendig. Damit würden sich auch positive Effekte für den Arbeitsmarkt ergeben.
Konsequenter wäre es aber, die Wehrpflicht nicht nur auszusetzen, sondern sie endlich abzuschaffen. Dafür wäre eine Änderung des Grundgesetzes und die Stimmen der SPD notwendig. Wir bleiben bei unserer Forderung an die SPD, die positive Entwicklung im Sinne junger Menschen nicht erneut zu verschlafen, sondern sich an die Spitze der Bewegung zu stellen und sich im Bundestag für die Abschaffung der Wehrpflicht einzusetzen. Auf dem kommenden Parteitag werden wir Jusos hierzu einen Antrag stellen.
Zum 65. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima, erklärt der Juso-Bundesvorsitzende Sascha Vogt:
Wir gedenken heute der hunderttausenden Toten und Verletzten, die dem ersten Abwurf einer Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima zum Opfer fielen.
Der Schrecken und das Leid, die diese Waffe damals über die Menschheit gebracht hat, sind unvorstellbar. Noch heute leiden viele Japaner an den Folgen der Verstrahlung.
Umso unverständlicher ist es, dass 65 Jahre danach und 20 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges, die Bundesrepublik Deutschland weiterhin der nuklearen Doktrin anhängt. Heute noch lagern Atombomben auf deutschem Boden und ihr Einsatz ist in einschlägigen NATO-Konzepten eingeplant.
Wir fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, sich persönlich für den Abzug der US-Atombomben aus dem rheinland-pfälzischen Büchel einzusetzen. Das muss Chefsache werden! Deutschlands Beitrag zu „Global Zero“ besteht bisher nur aus Worten, nicht Taten.
Atombomben haben keinen Platz in einem Bündnis, in dem die Bundesrepublik Mitglied ist. Wir fordern daher den Verteidigungsminister zu Guttenberg auf, sich für eine Rücknahme der nuklearen Doktrin in der neuen NATO-Strategie einzusetzen. Die Bundesregierung muss dem NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen den Weg zum atomaren Ausstieg aufzeigen.
Das wären zwei ehrliche und würdige Schritte, den Opfern von Hiroshima zu gedenken.
Wir Jusos unterstützen das Bündnis „Unsere Zukunft atomwaffenfrei“. Mehr Informationen unter www.atomwaffenfrei.de