Der "Wirtschaftsweise" Peter Bofinger untersucht VollgeldAuch das Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Peter Bofinger hat sich jetzt zusammen mit seinem Doktoranden Thomas Haas mit Vollgeld befasst. Allerdings geht er von der fälschlichen Annahme aus, dass die Geldmenge im Vollgeldsystem starr fixiert werden muss. Der Wirtschaftsjournalist Norbert Häring hat das Bofinger/Haas-Paper gelesen und kommentiert. HSH-Bank: Vollgeld ist "radikal und bedenkenswert" Es lässt aufhorchen, dass die HSH-Nordbank in einem Kommentar, der in vielen Wirtschaftspublikationen veröffentlicht wurde, im Vorfeld der Schweizer Abstimmung dazu aufgerufen hat, sich ernsthaft mit dem Vollgeldsystem zu befassen. Die HSH Nordbank hat - wie viele andere Banken - in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt: Sie musste mit Milliarden öffentlicher Gelder "gerettet" und verkauft werden. Jetzt aber ist sie die erste größere Bank, die in die Diskussion um Vollgeld einsteigt. Die meisten Banken würden unserer Meinung nach auf längere Sicht von einer Vollgeldreform profitieren, denn ohne sich wiederholende Finanzkrisen würde sich die Wirtschaft besser entwickeln. Und ohne florierende Wirtschaft gibt es keine florierenden Banken! Sowohl Banken als auch Zentralbanken müssten die Reform umsetzen, deswegen ist es jetzt wichtig, den kritischen Teil der Bankenwelt bei der konkreten Ausgestaltung der Reform einzubeziehen. |