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In Afghanistan gibt es eine Luftwaffe. Sie verfügt zur Zeit über 16 C-27-Frachtflugzeuge sowie 41 Mi-17-Transporthubschrauber und 11 Mi-35-Kampfhubschrauber aus russischer Produktion. Insgesamt also 68 Maschinen. Bis zum Jahr 2016 soll die afghanische Luftwaffe - mit Unterstützung von de Maizière, Westerwelle, usw - auf 145 Maschinen ausgebaut werden.
Dafür stellt die NATO 2 Milliarden zur Verfügung.
Besonders süffisant in diesem Zusammenhang sind Berichte über die Nutzung der afghanischen Luftwaffe zum Drogenschmuggel. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" werden die Militär-Maschinen auch zum Transport von Opium benutzt.
Der Artikel des Blattes vom 10. März 2012 basiert auf einem Bericht der US-Luftwaffe. Entsprechend den Aussagen von afghanischen und US-amerikanischen Offiziellen nutzen afghanische Militärs die Maschinen der afghanischen Luftwaffe dazu, die todbringenden Drogen zu transportieren. Immer wieder gäbe es Probleme, weil die Flugrouten und -ziele dieser "Sonderflüge" der NATO angeblich nicht bekannt gegeben werden und bestimmte Teile des Flughafens in Kabul angeblich nicht von den amerikanischen Truppen überwacht werden. Laut westlicher Offiziere gibt es dort Helikopter und Flugzeuge, die spät nachts ankommen und eilig entladen werden. Nun, das sind die Angaben im erwähnten "offiziellen" Bericht der US-Luftwaffe. Wer jedoch glaubt, daß es am Flughafen von Kabul auch nur einen einzigen Zentimeter gibt, der von der NATO nicht überwacht wird, der lebt noch im letzten Jahrhundert.
Afghanistan ist seit der Besetzung durch die NATO-Truppen zum größte Opium-Produzenten der Welt aufgestiegen. Opium ist Basis für die Herstellung von Heroin, an dem jedes Jahr Zehntausende von Menschen sterben. Allein in Rußland sterben jedes Jahr 30.000 Menschen an Heroin, das zu 90 Prozent aus Afghanistan kommt. Opium wird hauptsächlich im Süden des Landes angebaut und dann über den Norden nach Rußland und Westeuropa transportiert.
Also, wenn Sie bei Ihrer nächsten Gehaltsabrechnung fassungslos die abgezogenen Lohnsteuern betrachten, denken Sie daran, ein Teil des Geldes geht an die afghanische Luftwaffe und das afghanische Drogen-Regime von Karzai. Ihre Steuern subventionieren auch dem Drogentransport und -handel. In dessen Folge werden weitere Gelder für die medizinische und psychologische Versorgung der Drogenopfer in Deutschland (Krankenkassen-Beiträge!), für Polizei, Justiz und Beratungsstellen benötigt.
Wie sagte doch gleich Westerwelle auf der "Afghanistan-Geber-Konderenz" in Tokio: "Wir stellen nicht nur Gelder zur Verfügung, wir verlangen auch etwas."
siehe auch: Wall Street Journal: Afghan Air Force Probed in Drug Running
Quelle: http://haraldpflueger.com/de/blog/afghanistan/114034-nachschlag-jetzt-gibts-auch-noch-2-milliarden-fuer-die-afghanische-luftwaffe-und-deren-drogenschmuggel.html