Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "La paix est votre chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "Paco estas (via) ŝanco" - "Viva pacisma politiko"
Eine gemeinsame Initiative der Kampagne "atomwaffenfrei. jetzt", des Bürgermeisternetzwerks „Mayors for Peace“ und des Pacemakers-Radmarathon - Schrittmacher für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen (4. August 2012, 338 km, Bretten – Heidelberg – Mannheim - Kaiserslautern – Ramstein – Neustadt/Weinstraße – Bretten)
www.pace-makers.de, www.atomwaffenfrei.de, www.mayorsforpeace.de
Für die Menschheit ist es nach Ansicht führender Wissenschaftler »fünf vor zwölf«. Das Wissenschaftsmagazin »Bulletin of the Atomic Scientists« hat Anfang Januar 2012 die Doomsday Clock in New York um eine Minute näher an zwölf gerückt. Die Chancen, einem Atomkrieg oder der Klimakatastrophe zu entgehen, seien gesunken. Die Ausgaben für Atomwaffen werden im Jahr 2012 weltweit mehr als 100 Milliarden US-Dollar betragen. Atomwaffenprogramme ziehen öffentliche Gelder vom Gesundheitswesen, von der Bildung und anderer Grundversorgung ab.
Weltweit lagern noch über 20.000 Atomsprengköpfe. Im Rahmen der „nuklearen Teilhabe“ in der NATO sind auch in den fünf europäischen Ländern Deutschland, Türkei, Italien, Niederlande und Belgien US-Atombomben stationiert, z.B. im Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Es sind Relikte des Kalten Krieges. Die Hoffnungen auf eine weltweite atomare Abrüstung haben sich trotz der Ankündigung von US-Präsident Obama und des einmütigen Beschlusses des Deutschen Bundestags vom 26. März 2010 zum Abzug aller in Deutschland gelagerten Atomwaffen nicht erfüllt.
Die USA und Russland verpflichteten sich im neuen START-Vertrag die Zahl der nuklearen Sprengköpfe und deren Trägersysteme deutlich zu reduzieren. Allerdings erwägen die USA ihr Atomwaffenarsenal zu modernisieren statt konsequent abzurüsten. Fünf Milliarden Dollar sind dafür derzeit eingeplant. Auf die Stationierungsländer kommen damit erhebliche Mehrkosten zu: für die Trägerflugzeuge, die Lagerung, erforderliche Modernisierungen und die Bewachung. Die genaue Höhe der Kosten ist geheim.
Die Gefahr, dass immer mehr Staaten nach eigenen Atomwaffen streben, ist umso größer je unglaubwürdiger die leeren Abrüstungsversprechen der offiziellen Atommächte sind. Der Atomwaffensperrvertrag muss von allen Staaten unterzeichnet werden, soll der Weltfrieden nicht weiter gefährdet werden. Die Lieferung von U-Booten nach Israel ist das falsche Signal, um den Atomkonflikt mit dem Iran diplomatisch zu lösen. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 mahnen uns und zeigen uns die schrecklichen Folgen noch heute.
Atomwaffen sind unbenutzbar, unmoralisch und illegal. Der internationale Gerichtshof erklärte bereits 1996 die Androhung und den Gebrauch der Atomwaffen für grundsätzlich völkerrechtswidrig.
Die Zeit ist reif für Verhandlungen für einen Vertrag, der Atomwaffen verbietet und ihre Zerstörung bestimmt. Die NATO muss die Stationierung der Atomwaffen in Europa beenden als wichtigen vertrauensbildenden Schritt für eine einschneidende Abrüstungsrunde zwischen den USA und Russland.
Wir erwarten von der deutschen Politik:
- Halten Sie Ihr Versprechen und setzen Sie sich weiter mit Nachdruck für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland ein
- Widersprechen Sie der Modernisierung der US-Atomwaffen
- Setzen Sie sich für eine atomwaffenfreie Zone im Nahen und Mittleren Osten ein
- Unterstützen Sie ein verbindliches Verbot und die Vernichtung aller Atomwaffen weltweit, z.B. durch Aufnahme in die jeweiligen Bundestagswahlprogramme.
Erstunterzeichner:
Roland Blach (Geschäftsführer DFG-VK Baden-Württemberg), Armin Elbl (Bürgermeister Wernau), Wally Feiden (Bürgermeisterin Bad Honnef), Matthias Frank (Kaiserslautern, Mitglied ver.di Landesfachbereichsvorstand 5), Regina Hagen (Darmstädter Friedensforum), Xanthe Hall (IPPNW-Deutschland), Dieter Herrchen (Bürgermeister Elsterwerda), Martin Hinrichs (Koordinator BANG Europe), Anton Knap (Bürgermeister Hüfingen), Antje Köster (Bürgermeisterin Hattersheim/Main), Elke Koller (Initiativkreis gegen Atomwaffen, Internationaler Versöhnungsbund), Marion Küpker (Koordinatorin Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen), Hans-Peter Laubenthal (Deutscher Friedensrat e.V., Vorstand), Gerhard Lemm (Oberbürgermeister Radeberg, Kreisrat), Lars Linden (Vorzimmer der Bürgermeisterin Scho-Antwerpes, Köln), Angelika Matt-Heidecker (Oberbürgermeisterin Kirchheim/Teck), Wolfgang Meyer (Oberbürgermeister Göttingen), Klaus Pfisterer (Landessprecher DFG-VK Baden-Württemberg), Ernst Rattinger (DFG-VK Mittelbaden), Dr. Franz-Georg Rips (Bürgermeister Erftstadt), Matthias Ruckh (Bürgermeister Gemeinde Wolfschlugen), Wolfgang Schlupp-Hauck (Pressehütte Mutlangen), Paul Burkhard Schneider (Mayors for Peace, Mitglied des Direktoriums der 2020 Vision Campaign), Peter Amadeus Schneider (Bürgermeister Gemeinde Nottuln), Elfi Scho-Antwerpes (Bürgermeisterin Köln), PD Dr. Bernd Schürmann (FB-Geschäftsführer Fachbereich Informatik TU Kaiserslautern), Andreas Schwarz (stellv. Vorsitzender der Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg), Ottmar Schweizer (Bürgermeister Mögglingen), Wolfgang Strasser (Balingen), Sonnhild und Ulli Thiel (Sprecher/in der DFG-VK Gruppe Karlsruhe), Hans Weil (Bürgermeister Gemeinde Köngen), Werner Wölfle (Bürgermeister Stuttgart), Edgar Wolff (Landrat Kreis Göppingen), Martin Wolff (Oberbürgermeister Bretten)
Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Landesverband Baden-Württemberg, Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit
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>>> Unterzeichnen auch Sie den Aufruf als Einzelperson oder Organisation bis 1.8.
>>> Spenden Sie mindestens 20 Euro als Einzelperson oder 50 Euro als Organisation damit wir Anzeigen in regionalen und überregionalen Zeitungen am 4.8. u.a. in der taz schalten können.
>>> Helfen Sie mit und suchen Sie engagierte Menschen aus allen Bereichen der Zivilgesellschaft, Freunde, Bekannte und Verwandte, die den Aufruf ebenso unterzeichnen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
am 8. Juli 1996 erklärte der Internationale Gerichtshof in Den Haag Atomwaffen für völkerrechtswidrig. Aus diesem Anlass setzen seit letzten Freitag „Bürgermeister für den Frieden“ (Mayors for Peace) ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen und hissen vor ihren Rathäusern die Flagge der Mayors for Peace.
Gleichsam steht der Aufruf 67 Jahre Hiroshima/Nagasaki: 5 vor 12. atomwaffenfrei.jetzt zur Unterzeichnung im Internet bereit:
Mit dem Aufruf wird von der deutschen Politik erwartet, „sich weiter mit Nachdruck für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen, der Modernisierung der US-Atomwaffen zu widersprechen, sich für eine atomwaffenfreie Zone im Nahen und Mittleren Osten einzusetzen und ein verbindliches Verbot und die Vernichtung aller Atomwaffen weltweit zu unterstützen.“
Neben engagierten Friedensbewegten aus ganz Deutschland stehen 16 (Ober-)Bürgermeister/innen als ErstunterstützerInnen unter dem Aufruf.
Das Ziel des Aufrufs ist, eine breite Unterstützung aus allen Bereichen der Zivilgesellschaft zu erhalten und den Aufruf am 4.8. in überregionalen Zeitungen zu veröffentlichen, anlässlich der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki wenige Tage später.
In dieser Zeit werden auch in Deutschland wieder mehrere Dutzend Veranstaltungen stattfinden, um für eine atomwaffenfreie Welt zu werben, darunter auch der Pacemakers-Radmarathon durch Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Diese einmalige Veranstaltung von Sport und friedenspolitischem Engagement ist bereits seit Wochen mit 150 Teilnehmern ausgebucht.
Der Aufruf ist eine Kooperation der Pacemakers, der Kampagne „ atomwaffenfrei.jetzt“ und der Mayors for Peace.
Friedlich-sportliche Grüße
Roland Blach
Pacemakers, c/o Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Landesverband Baden-Württemberg & Koordination Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“, Werastr. 10, 70182 Stuttgart