Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "La paix est votre chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "Paco estas (via) ŝanco" - "Viva pacisma politiko"
Würde jedes Land auf der Erde so wirtschaften wie Deutschland, müsste die Erde 2,7-mal so groß sein wie jetzt, beklagt der NABU. Dabei bezieht sich der Naturschutzbund Deutschland auf Zahlen der US-amerikanischen NGO "Global Footprint Network".
"Die 2,7 Erden beziehen sich auf die ökologischen Rucksäcke von Produkten und Dienstleistungen. Das beginnt bei der Rohstoffextraktion in der Miene, setzt sich fort über die Vorprodukte bis hin zum fertigen Endprodukt. Wir sehen, dass 90 Prozent der eingesetzten Rohstoffe verloren gehen, bevor wir überhaupt mal ein Endprodukt im Regal zu stehen haben."
Auf einer Konferenz hat die neu gegründete Allianz Ressourcenschonung ihre gemeinsame Erklärung mit dem Titel „Ressourcen schonen – Zukunft sichern“ veröffentlicht. Das Bündnis, in dem sich Unternehmen und der NABU zusammengeschlossen haben, setzt sich für eine Ressourcenpolitik ein, die den Verbrauch natürlicher Ressourcen deutlich senkt.
NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller betont: „Die gemeinsame Erklärung zeigt, dass Unternehmen zu viel weitreichenderen Maßnahmen bereit sind, als die Bundesregierung sie bislang verfolgt. Unternehmen wollen deutlich mehr als freiwillige Förderprogramme.“ Die beteiligten Unternehmen und der NABU fordern verlässliche ordnungspolitische Vorgaben, eine ressourcenpolitische Steuerreform, eine transparente Ausrichtung der internationalen Rohstoffpolitik unter Berücksichtigung sozial-ökologischer Standards sowie eine erhebliche Ausdehnung des Recyclings.
Hierin sieht das Bündnis eine wirkungsvolle, nachhaltige Alternative zur Rohstoffpolitik der Bundesregierung, die vorwiegend darauf setzt, den Zugang zu Rohstoffen zu sichern und technische Lösungen durch freiwillige Maßnahmen voranzubringen.
Im Rahmen der gemeinsamen Erklärung hat die Allianz Ressourcenschonung unter anderem zahlreiche Vorschläge zu Ressourcensteuern und zum Abbau umweltschädlicher Subventionen auf den Tisch gelegt. „Nun ist die Politik gefordert, nachzuziehen. Wir brauchen eine Steuerpolitik, mit der die Leistungen von Ökosystemen zum unmittelbaren Faktor für unternehmerische Entscheidungen werden“, so Ulrike Meinel, NABU-Expertin für Ressourcenpolitik.
In der gemeinsamen Erklärung fordert die Allianz Ressourcenschonung außerdem weitreichende Vorgaben für das ökologische Produktdesign, verlängerte Garantiezeiten und höhere Recyclingquoten. Außerdem verpflichten sich die Unternehmen dazu, in allen Geschäftsbereichen nachhaltiger mit Rohstoffen, Wasser und Fläche umzugehen.
Die gemeinsame Erklärung wurde auf der Konferenz „Ressourcenpolitik 2.0. Was bewirken Allianzen aus Unternehmen und NGOs?“ vorgestellt. Es handelte sich um den zweiten Teil der NABU-Veranstaltungsreihe „Ressourcenschutz“. Eine Dokumentation der Veranstaltung mit allen Vorträgen finden Sie hier
Quelle: http://www.nabu.de/themen/konsumressourcenmuell/ressourcenschuetzen/15644.html