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Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "La paix est votre chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "Paco estas (via) ŝanco" - "Viva pacisma politiko"

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Kontrollen im Waffenhandel schützen auch Frauen und Mädchen!

Denn ein starker Waffenhandelskontrollvertrag („Arms Trade Treaty“, ATT) könnte verhindern, dass zum Beispiel in der Demokratischen Republik Kongo immer wieder Menschen Opfer von Waffengewalt werden.

Unzählige Frauen und Mädchen sind dort in dem seit 20 Jahren andauernden Konflikt vergewaltigt worden. Eine von ihnen ist Marie. Die Mutter von acht Kindern aus Masisi in der Provinz Nord-Kivu ging eines Morgens aus dem Haus, um Früchte zu pflücken. Plötzlich standen vor ihr zwei Soldaten im Feld:

„Sie hielten mich fest und drohten, dass sie mich töten würden, wenn ich jemandem davon erzählte. Ich hörte Schüsse und dachte, dass das ganze Dorf überfallen wird. Einer der Soldaten vergewaltigte mich sechs Mal. Dann verlangte er von mir, dass ich ihn zu meinem Haus bringe. Im Dorf sah ich, dass die Häuser geplündert wurden…“

Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen werden im Kongo immer wieder als Kriegswaffe eingesetzt, um Gemeinschaften und Familien gezielt zu zerstören. Für diese Verbrechen sind sowohl Soldaten der Regierungsarmee und Polizisten als auch die verschiedenen Rebellengruppen verantwortlich. Durch unkontrollierte Waffenlieferungen an die kongolesische Regierung wird der Konflikt immer wieder angeheizt. Viele der Waffen landen durch Handel zwischen Regierungssoldaten und Rebellengruppen auf undurchsichtigen Wegen auch in den Händen der Rebellen.

Ein Kontrollvertrag für den internationalen Waffenhandel könnte dies verhindern!

Im vergangenen Jahr ist das Zustandekommen eines solchen Vertrags bei der UNO am Widerstand der USA gescheitert. Doch ab dem 18. März 2013 verhandeln die UNO-Mitgliedsstaaten erneut.

Mit Ihrer Teilnahme an unserer Online-Petition haben Sie US-Präsident Obama aufgefordert, bei der Konferenz in New York für einen Waffenkontrollvertrag zu stimmen.

Laden Sie am heutigen Weltfrauentag auch Ihre Freundinnen und Freunde dazu ein, sich an der Petition zu beteiligen! Hier klicken!

In den vergangenen Jahren wurde die kongolesische Regierung mit großen Mengen an Kleinwaffen, Munition, Tränengas, gepanzerten Fahrzeugen, Artilleriegeschossen und Granaten beliefert. Das Gros dieser Waffen stammt aus China und der Ukraine, aber auch aus Frankreich und den USA wurden Waffen in den Kongo geschickt. In den meisten von Amnesty untersuchten Fällen wurden die Waffenlieferungen von den zuständigen Regierungen genehmigt, obwohl das hohe Risiko bekannt war, dass sie für schwere Menschenrechtsverletzungen oder Kriegsverbrechen im Kongo verwendet werden können.

Auch in anderen Ländern nimmt Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu, weil Waffen billig und leicht zu bekommen sind.

In Armeen und bewaffneten Gruppen kämpfen weltweit mehr Männer als Frauen. Doch Frauen und Mädchen geraten in Kriegen zwischen die Fronten. Sie sterben im Kugelhagel. Sie werden mit Maschinengewehren im Anschlag vergewaltigt. Sie flüchten vor der Gewalt und harren monatelang in provisorischen Lagern aus.

Und wenn die Waffen schweigen? Dann sind Frauen auch zu Hause nicht sicher. Zurückkehrende Soldaten, oft traumatisiert und zur Brutalität „erzogen“, tragen Gewalt in die Familien hinein. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Studien vorgelegt, wonach Gewalt in Kriegsgebieten auch nach dem Ende der Kämpfe weit verbreitet ist, unter anderem weil Gewalt „normal“ geworden ist und Waffen weit verbreitet sind. Etwa 60% aller Kleinwaffen befinden sich heute in den Händen von Zivilisten.

Amnesty setzt sich seit Jahren beharrlich für Kontrollen des internationalen Waffenhandels ein. Leider verhinderten die USA 2012 in letzter Minute eine Einigung. Deshalb richten wir unsere Forderungen insbesondere an die USA als weltweit größten Rüstungsexporteur.

Sagen Sie es weiter! Hier klicken!

Denn starke Kontrollen im weltweiten Waffenhandel schützen auch Frauen und Mädchen!


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