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So ist für den kommenden Frühling ein Treffen von Bürgermeistern und Parlamentsabgeordneten geplant. Das «Basel Peace Office» erhält vom Kanton Basel-Stadt eine Anschubfinanzierung von 50'000 Franken. Das Friedensbüro ist ein gemeinsames Projekt des World Future Council, des Global Security Institute, der Middle Powers Initiative und des PNND. Lokale Partner sind neben dem Kanton Basel-Stadt swisspeace, das Seminar für Soziologie der Universität Basel und der IPPNW Schweiz (Internationale ÄrztInnen zur Verhütung des Atomkriegs).
Basel rüstet sich für Abrüstung
Er erinnerte an das Wirken des Humanisten Erasmus von Rotterdam, den Basler Friedenskongress der Sozialisten vom 24. November 1912, dessen 100-jähriger Geburtstag in den nächsten Tagen zu feiern ist und schließlich an den deutschen Philosophen Karl Jaspers, der von 1948 bis 1961 an der Basler Universität lehrte und als einer der Ersten für nukleare Abrüstung eingetreten war.
Die Stadt hat sich aber auch immer wieder als Gastgeber zahlreicher internationaler Friedensverhandlungen profiliert. Schon 1499 beendete etwa der Vertrag von Basel den Schwabenkrieg. 1795 besiegelte ein weiterer den Frieden zwischen Frankreich, Preußen und Spanien. Die Schweiz konnte aber natürlich auch anders. Sogar die Stationierung von Atomwaffen sei in den 50er und 60er Jahren von einzelnen Generälen angedacht gewesen. Eben mit der Begründung, diese Neutralität sicherzustellen, sollte die Schweiz über solche Waffen verfügen, daran erinnerte der Politologe und Präsident des Thinktanks Swisspeace Laurent Goetschel. Der Aletschgletscher, heute Unesco Welterbe, sei damals immerhin als Testgelände vorgesehen gewesen.
Auch wenn es dazu nicht kam, existieren weltweit nach wie vor 20 000 Atomwaffen. Die von ihnen permanent ausgehende Gefährdung gelte es nie zu vergessen, sagte Andreas Nidecker als erster Präsident des Basler Büros bei seiner Gründungsansprache. Der Basler Facharzt für Radiologie ist gleichzeitig Präsident der Schweizer Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW), der auch Guy Morin angehört. Keinesfalls unterschätzt wissen wollte der Schweizer Alt-Nationalrat Rudolf Rechsteiner, seinerseits Redner am Podium, auch die Gefahren der zivilen Nutzung, von Atommüll und drohenden zivilen Katastrophen abgesehen: „Atomenergie war und ist immer noch ein Türöffner für Atomwaffen.“
Vor allem auf Parlamentarier in aller Welt und das Vernetzen Gleichgesinnter will das Basel Peace Office seine Arbeit aber vorab konzentrieren. Zu diesem Zweck verlegt auch das Parlamentarische Netzwerk für Nukleare Abrüstung (PNND) seinen Sitz nach Basel.
Quelle: http://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kanton-basel/Basel-ruestet-sich-fuer-Abruestung;art372605,5779866
siehe auch :http://baselpeaceoffice.org/news
-Zwei Tage war Basel Hauptstadt des Friedens
- Basel Peace Office Eröffnungsveranstaltungen – 16. und 17.11.2012