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Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "La paix est votre chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "Paco estas (via) ŝanco" - "Viva pacisma politiko"

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Die Leuchtturmfunktion des norwegischen Finanz- Ethikrates

Pionier in Europa ist der Staatliche Norwegische (Öl-)Pensionsfonds, der als aktiver Aktionär versucht, Unternehmen in direktem Dialog zu nachhaltigerem Wirtschaften zu bewegen. Kaum ein Unternehmen kann seine Stimme ignorieren, ist er doch mit mehr als 450 Mrd. Dollar (Ende 2009) verwalteten Vermögen der größte Pensionsfonds in Europa; er hält Beteiligungen von bis zu fünf Prozent.

Er machte aber auch insbesondere von sich reden, weil er seit einigen Jahren auf Empfehlungen seines Ethikrates Beteiligungen an Unternehmen aus öko-sozialen Gründen veräußert und dies öffentlich bekannt gibt. Zuvor gab es jeweils auch intensiven Kontakt zu den Unternehmen.

Finanziell sind weniger die Beschlüsse des Pensionsfonds schmerzhaft, als vielmehr der Schneeballeffekt: Mehrere skandinavische Institutionelle, darunter der Oslo Pension Fund, die große norwegische Versicherungsgruppe KLP (Kommunal Landspensjonkasse) und der schwedische Pensionsfonds Almänna Pensionsfonden (AP 2), folgten seinen Entscheidungen.

Anfang 2007 benannten die vier schwedischen Pensionsfonds AP 1-4 einen gemeinsamen Ethikrat, der die rund 3500 Unternehmen, an denen sie beteiligt sind, nach Umwelt- und Sozialstandards durchleuchtet.

Inzwischen haben mehr als zwanzig große private Fondsanbieter die norwegischen Ethik-Richtlinien übernommen und ahmen derartige Entscheidungen nach, heißt es beim Wuppertal Institut. Die Leuchtturmfunktion der Norweger sei entscheidend. Mit dem öffentlichkeitswirksamen Vorgehen erzielen die Norweger eine breitere Wirkung auf Unternehmen, als Investoren, die im Stillen entscheiden.

Quelle: http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/aktives_aktionaerstum_engagement_weit_verbreitet_1679.htm

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Der norwegische Pensionsfonds:

Um den Wohlstand auch für die zukünftigen Generationen zu sichern, wurde 1990 der staatliche Ölfonds gegründet. Die norwegische Zentralbank verwaltet und vermehrt mit ihm die Milliardeneinnahmen aus dem Rohstoffgeschäft.

2006 wurde der Fonds im Rahmen einer Reform vom „Ölfonds“ zum „Pensionsfonds“ umbenannt. Das mag zunächst unverständlich erscheinen, denn der Fonds finanziert eigentlich keine Pensionskasse. Doch mit der Umbenennung soll die Bedeutung des Fonds für die Nation unterstrichen werden: Norwegen will das Kapital aus den Rohstoffexporten auf die hohe Kante legen, um auf schlechtere Zeiten vorbereitet zu sein. Unter anderem sollen die Kosten der alternden Gesellschaft durch den Fonds abgemildert werden.

Unethische Unternehmen werden ausgeschlossen

Die norwegische Regierung möchte aber nicht nur gewinnbringend, sondern auch ethisch korrekt investieren – das ist die Besonderheit des Fonds. 2004 wurden deshalb vom Ethikrat des Finanzministeriums moralische Investitionsleitlinien erarbeitet. Im Wesentlichen beinhalten sie zwei Ziele: Zum einen soll das Vermögen des Fonds gemehrt werden, um so der moralischen Verpflichtung gegenüber den zukünftigen Generationen gerecht zu werden. Zum anderen soll nicht in Unternehmen investiert werden, die Menschenrechte verletzen, Korruption unterstützen oder der Umwelt schaden.

Der Ethikrat nimmt die Unternehmen dafür genau unter die Lupe. Jährlich überprüfen die Mitarbeiter des Rates zwischen drei- und viertausend Firmen. Im Falle einer negativen Beurteilung haben die Unternehmen die Möglichkeit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Können sie die Vorwürfe dementieren, bleiben sie im Portfolio. Ansonsten werden sie ausgeschlossen. Die Empfehlungen und Entscheidungen des Ethikrats werden auf der Homepage des Finanzministeriums ausführlich begründet und veröffentlicht.

Prominentestes Opfer: Wal Mart

Seit 2004 hat der Pensionsfonds mehr als zwei Dutzend Unternehmen aus seinem Portfolio gestrichen. Mehr als zwanzigmal waren dabei Tätigkeiten im Rüstungssektor ausschlaggebend. So wurden Anfang dieses Jahres die Beteiligungen an dem südkoreanischen Streumunitionsproduzenten Hanwha sowie die an den in der Atomwaffenproduktion tätigen Unternehmen Serco und GenCorp veräußert. Ebenfalls auf Grund ihrer Rüstungsgeschäfte hat das Finanzministerium die beiden Flugzeugbauer Boeing und EADS auf die schwarze Liste gesetzt. Dreimal wurden Unternehmen zudem wegen umweltschädlichen Verhaltens, zweimal aufgrund von Menschenrechtsverletzungen ausgeschlossen.

Für das größte Aufsehen sorgte aber 2005 der Rauswurf des weltgrößten Einzelhandelskonzerns Wal Mart mit der Begründung der Missachtung von Menschen- und Arbeitnehmerrechten. Dem Konzern werden die Diskriminierung von Frauen, Dumpinglöhne, Arbeitszeitverstöße und die Beschäftigung von Kindern bei Lieferanten vorgeworfen. Die Arbeiter des größten privaten Arbeitgebers der USA sind zudem durch keine Gewerkschaft vertreten. Weltweit werden zahlreiche Gerichtsprozesse gegen Wal Mart geführt. In Deutschland wurde eine „Ethik-Richtlinie“, die den Führungskräften des Unternehmens unter anderem untersagt, mit ihren Untergebenen zum Abendessen auszugehen, für verfassungswidrig erklärt.

In Zukunft müssen wohl noch mehr Unternehmen fürchten, von den Norwegern aus dem Pensionsfonds ausgeschlossen zu werden. Im kommenden Jahr wird vom Finanzministerium voraussichtlich eine Verschärfung der ethischen Investitionsleitlinien vorgenommen. “Tabakproduktion, Glücksspielindustrie, Staaten, die gegen Menschenrechte verstoßen, Sexindustrie – das sind konkrete Themen, über die diskutiert wird“, so die norwegische Finanzministerin Kirstin Halvorsen.

Links zum Thema:

Kein Komplize sein DIE ZEIT

Ethikrat verbannt Tabakindustrie aus dem Pensionsfond

Heiliges Experiment im hohen Norden trend.at

Quelle: http://www.diebuergerlobby.de/umwelt/1000-der-norwegische-pensionsfonds-eine-moralische-macht/

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Ausschluss von Gesellschaften aus dem Staatlichen Pensionsfonds

Das norwegische Finanzministerium hat [jüngst] sieben Gesellschaften vom Staatlichen Pensionsfonds – Ausland ausgeschlossen (früher Staatlicher Erdölfonds) weil sie in die Produktion von Kernwaffen involviert sind. Der Ausschluss basiert auf Anraten des Ethikrates des Fonds.

Kernwaffen

 Die ethischen Richtlinien des Staatlichen Pensionsfonds – Ausland beinhalten unter anderem, dass Gesellschaften, die zentrale Komponenten für Waffen produzieren, die die grundlegenden humanitären Prinzipien verletzen können, vom Fonds ausgeschlossen werden. Kernwaffen gehören zu dieser Kategorie Waffen.

Der Ethikrat empfahl in seinem Vorschlag vom 19. September 2005 folgende Gesellschaften vom Fonds auszuschliessen, weil sie zentrale Komponenten für Kernwaffen entwickeln und/oder produzieren: BAE Systems Plc, Boeing Co., Finmeccanica Sp.A., Honeywell International Inc., Northrop Grumman Corp., Safran SA und United Technologies Corp. Der Rat weist darauf hin, dass dies keine erschöpfende Liste von Gesellschaften ist, und dass später weitere Empfehlungen über Ausschlüsse auf Grundlage der Produktion von Kerenwaffen kommen können.

Für eine genauere Begründung zu den Empfehlungen über den Ausschluss der obengenanten Gesellschaften wird auf den Vorschlag des Rates verwiesen.

Gemäß den Richtlinien haben die sieben Gesellschaften die Möglichkeit erhalten, schriftlich klarzulegen, inwieweit sie in die Produktion von Kernwaffen einbezogen sind. Eine der Gesellschaften hat dies bestätigt.

Die anderen Gesellschaften haben die Anfrage nicht beantwortet oder haben auf einen Kommentar verzichtet. Der Rat hat im übrigen Informationen von den Homepages der Gesellschaften zu Grunde gelegt oder sie sind durch andere Quellen bestätigt, unter anderem Datenbanken der Jane’s Information Group.

Quelle: http://www.norwegen.no/News_and_events/germany/policy/politicalnews/Selskaper_utelukket_fra_oljefondet/

 

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