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Luftangriffe auf Ziele im Norden Malis

Zum Einsatz der französischen Streitkräfte in Mali, mit dem seit Freitag 11.01 die gespannte Lage in dem afrikanischen Land in einen heißen Krieg umschlug, gibt es bislang nur spärliche Informationen über den Fortgang der Auseinandersetzungen, dazu gehört dass französische Kampfjets Ziele im Norden Malis angriffen.

Ein paar weitere Kernpunkte der von den Franzosen "Operation Serval" getauften Mission: Bei den ersten Angriffen kamen Kampfhubschrauber vom Type Gazelle zum Einsatz; ein Pilot kam durch Abwehrfeuer ums Leben. In Paris betonte der französische Verteidigungsminister Le Drian, es sei eine rein bilaterale Aktion Frankreichs und Malis – weitere und vor allem andere europäische Nationen seien bislang nicht beteiligt (damit reagierte der Minister auf die von französischen Medien verbreitete und in Berlin bereits gestern dementierte Meldung, auch deutsche Soldaten seien bereits in Mali im Einsatz. Der Blogger Nicolas Gros-Verheyde von Bruxelles2 hatte bei der Pressekonferenz ausdrücklich danach gefragt).

Eine relativ detaillierte Schilderung findet sich auf der Facebook-Seite der französischen Armee; unter anderem werden die beteiligten Einheiten genannt.

Frankreich macht sich besonders für einen Krieg gegen die Rebellen und ihre ehemaligen Verbündeten der "Ansar Dine" stark. Dabei geht es Paris aber nicht um Menschenrechte und nur am Rand um die Bekämpfung der Islamisten. Wie bei Nachbar Niger mischt sich Paris vor allem ein, um den Uran-Nachschub zu sichern und Ansprüche auf Öl, Gold, Gas und Phosphat anzumelden.

Zum militärischen Eingreifen Frankreichs in Mali heißt es am Montag im Schweizer „Tages-Anzeiger“:
„Die ganze Region sehnt ein Ende der Mali-Krise herbei. Denn man hat schon genug Sorgen: 18 Millionen haben zu wenig zu essen, die Wüste breitet sich aus, und die wachsende junge Bevölkerung hat kaum Jobchancen. Umso verführerischer sind da die Parolen jener, die sich als Heilige Krieger ausgeben. Aber selbst wenn die Islamisten vertrieben werden - die Probleme Westafrikas bleiben ungelöst. Nötig wäre ein langfristigeres Engagement. Etwa mit einer fairen Handelspolitik, wenn es um die Bodenschätze geht. Frankreich bezieht Uran für seine Atomindustrie nach wie vor zu Spottpreisen aus Westafrika - ganz im Stile einer alten Kolonialmacht.“

Jahrelang galt Mali als Vorbild für eine demokratische Entwicklung in Afrika. Im April hatten - nach einem Militärputsch in Bamako und dem dadurch entstandenen Machtvakuum - Tuareg-Rebellen den Azawad für unabhängig erklärt.

Quellen: http://augengeradeaus.net/2013/01/frankreichs-operation-serval-in-mali-luftangriffe-auf-ziele-im-norden/

- http://www.fr-online.de/politik/krieg-in-westafrika-mali-frankreich-will-mali-einsatz-rasch-beenden,1472596,21454792.html

siehe auch: Uran-Interessen bringen Mali auf Kriegskurs

- Weißer Marsch in Mali von Mopti nach Douentza

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