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Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "La paix est votre chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "Paco estas (via) ŝanco" - "Viva pacisma politiko"

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Kriegsgegner wollen am Sonnabend bundesweit gegen Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr auf die Straße gehen

Obschon eine große Mehrheit der Bevölkerung die Besatzung Afghanistans durch die Bundeswehr nach wie vor ablehnt, wird immer noch das Gros der Bundestagsabgeordneten einer Verlängerung des Mandates am 28. Januar zustimmen. 
Die Mehrheit der Bevölkerung ist seit Jahren gegen den Afgh
Wenngleich sich die Lebensumstände der afghanischen Bevölkerung durch den seit neun Jahren geführten Krieg meist unerheblich und in vielen Bereichen deutlich verschlechtert haben, verbreiten deutsche Militärs und die etablierte Politik auch weiterhin die Mär, die Besatzung habe den Afghanen Freiheit gebracht. Die durchschnittliche Lebenserwartung der dortigen Bevölkerung ist allerdings in diesem Zeitraum von 44,5 auf 43,3 Jahre gesunken, die Alphabetisierungsrate fiel von 28,7 auf 23,5 Prozent.
Protestmarathon
Aus Protest gegen die geplante Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan, über den der Bundestag Ende kommender Woche abstimmen soll, und die stetig zunehmende Kriegspropaganda und Militarisierung der Gesellschaft, rufen verschiedene Gruppen der Friedensbewegung zu einem bundesweiten Aktionstag am Sonnabend, dem 22. Januar, auf. In Berlin, Hamburg und Köln sowie in Stuttgart, Duisburg, Essen und Bonn wird es Antikriegsdemonstrationen und Kundgebungen geben. Zudem wollen sich die Organisatoren an den Protesten gegen die sogenannte Sicherheitskonferenz beteiligen, die Anfang Februar in München stattfindet.

»Uns ist es wichtig, gegen die verbrecherische deutsche Kriegspolitik auf die Straße zu gehen und vielerorts ein Zeichen gegen Krieg und Besatzung und für die Solidarität mit der afghanischen Bevölkerung zu setzen«, so eine Sprecherin des Aktionsbündnisses, das die Proteste maßgeblich organisiert hat.

Unterdessen mehren sich auch in evangelischer und katholischer Kirche Stimmen, die einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan fordern. So sprach sich der katholische Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen für einen sofortigen Abzug der Bundeswehr aus. Der Kirchenmann hatte am Dienstag erklärt, daß die Fortsetzung der Kämpfe »angesichts der hohen Zahl von Kriegstoten« nichts anderes bedeute, als »sehenden Auges für die Jahre 2011 bis 2014 weitere Todesopfer einzukalkulieren«. Ähnlich hatte sich in der Vergangenheit die ehemalige evangelische Bischöfin Margot Käßmann geäußert. »Nichts ist gut in Afghanistan. All diese Strategien, sie haben uns lange darüber hinweggetäuscht, daß Soldaten nun einmal Waffen benutzen und eben auch Zivilisten getötet werden«, hatte sie bereits 2010 konstatiert.
Markus Bernhardt: http://www.jungewelt.de/2011/01-20/051.php
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