Berlin (epd). Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) steigt aus dem entwicklungspolitischen Freiwilligenprogramm "weltwärts" aus. Das Entwicklungsministerium teilte am Dienstag in Berlin mit, man erwarte die letzten Teilnehmer Mitte nächsten Jahres zurück.
Grund für den Rückzug: Ziel der Bundesregierung ist es, dass die Zivilgesellschaft den Freiwilligendienst trage, der junge Leute zwischen 18 und 28 Jahren in Hilfsprojekte nach Asien, Lateinamerika und Afrika vermittelt. Die GIZ ist eine staatliche Entwicklungsorganisation, die 2011 fast 500 junge Leute über das "weltwärts"-Programm ins Ausland schickte. Die Beteiligung kam über den staatlichen Deutschen Entwicklungsdienst in Bonn zustande, der am 1. Januar 2011 mit der früheren GTZ fusionierte.
Ein "weltwärts"-Einsatz dauert zwischen sechs und 24 Monaten. Insgesamt haben derzeit mehr als 200 Entsendeorganisationen mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums etwa 3.000 junge Männer und Frauen für eine ehrenamtliche Tätigkeit in Entwicklungsländer vermittelt. "Weltwärts" war 2008 von der damaligen Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) ins Leben gerufen worden.