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Die Gebäude des EU-Parlaments tragen große Namen: Altiero Spinelli, Paul-Henri Spaak, Louise Weiss oder Willy Brandt. Am 30. August werden nun auch die polnische Gewerkschaft "Solidarnosc" und die französische Politikerin Simone Veil geehrt.
Jahrelang blieben der Platz und die Promenade vor dem Haupteingang des EU-Parlaments in Brüssel namenlos. Kurz nach Beginn der polnischen EU-Ratspräsidentschaft wird die Promenade nun nach der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc benannt, die maßgeblich am friedlichen Zusammenbruch des Ostblocks beteiligt war. Der von der Promenade eingerahmte Platz wird nach Simone Veil, der ersten Präsidentin des direkt gewählten EU-Parlaments benannt.
Simone Veil: Zeitzeugin, Feministin, EuropäerinNach dem Krieg kehrte Veil nach Frankreich zurück und begann eine steile politische Karriere. Als französische Gesundheitsministerin stritt sie Anfang der 70er Jahre erfolgreich für die Legalisierung von Abtreibungen.
Doch auf Druck Moskaus ruderte die polnische Führung zurück, stellte das Land unter Kriegsrecht und verbat Solidarność. Die Gewerkschaft agierte aus dem Untergrund weiter und gilt heute als einer wichtigsten Akteure beim Sturz der Regime des ehemaligen Ostblocks. Noch heute inspiriert Solidarność Freiheitskämpfer weltweit, wie etwa derzeit in vielen nordafrikanischen Staaten.