Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "La paix est votre chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "Paco estas (via) ŝanco" - "Viva pacisma politiko"
Re-Demokratisierung der repräsentativen Demokratie
GG Art. 20, Abs. 2 „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“.
Ein hoher Anspruch, der in übergroßer Komplexität politischen Geschehens unterzugehen droht. Demokratie wird gefährdet, wenn interessierte Bürger Grundlagen und Auswirkungen hoheitlichen Handelns nicht mehr überprüfen oder nachvollziehen können und sich resigniert zurückziehen.
Im Rahmen dieses 3. Treffens stellen wir die Frage nach der Re-Demokratisierung und dem Prozess der „Selbstermächtigung des Souverän“ ins Zentrum der Beratungen.
Zur Beantwortung dieser Fragen fordern wir die Einberufung eines „Verfassungskonventes“ gemäß Art. 146 GG vor:
„Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“
Zu diesem 3. Treffen laden wir alle Gruppen, Initiativen, Organisationen und Institutionen ein, die sich zivilgesellschaftlich für Solidarität, Humanität und Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft engagieren! Mit ihnen wollen wir versuchen, zur Förderung der Bürgersouveränität ein Bündnis für eine Re-Demokratisierung zu bilden!
Im Namen der „Initiative-Verfassungskonvent“
Joachim Sikora und Josef Hülkenberg
Troisdorf, den 20. Februar 2013
Programm (Änderungen möglich!)
Donnerstag, den 23. Mai 2013 (Tag des Grundgesetzes)
10:00 Eröffnung, Begrüßung, Einführung
10:30 Der „Leipziger Aufruf“ und s(k)eine Folgen (Josef Hülkenberg)
11:00 „Politik kontra Bürgerwille“
Wir brauchen nicht nur aus normativen, sondern auch aus funktionalen Gründen eine Demokratiereform.
Eine Reformdebatte muss beide Aspekte der gegenwärtigen Krise der Politik berücksichtigen. Sie muss entsprechend das Ziel haben, die Demokratie auf eine qualitativ neue Ebene zu entwickeln. Dies spricht für einen Weg von der Parteienherrschaft in eine Bürgerdemokratie.
Dabei sollten folgende Ziele verfolgt werden :
- Die Rückbindung der Herrschaft an die Ordnung des Rechts (normativ);
- die Wahrung des zivilen Friedens (Abtritt der Gewalt an den Staat, der den zivilen Frieden zu sichern hat) sowie
- die Erfüllung und Schaffung der Voraussetzungen, die allgemein zur Grundlage des gesellschaftlichen Lebens erforderlich sind und die damit dem Allgemeinwohl dienen. (Beispiel Infrastruktur).
Referent: Heinz Kruse, Initiative Gemeinwohl, Hannover
12:30 Mittagspause
14:30 „Vom ‚repräsentativen Absolutismus‘ zur Bürgerdemokratie -
alle Macht den Bürgerinnen und Bürgern“
Die institutionell praktizierte und ausgestaltete Machtausübung des Volkes reduziert sich weitgehend auf den sporadischen Wahlakt. In dieser ‚minimalistischen‘ Variante von Demokratie darf zwischen unterschiedlichen Gruppen von professionellen Politiker/innen gewählt werden, die dann das Alltagsgeschäft des Regierens „im Namen des Volkes“ übernehmen. Von einer Bürgerdemokratie als Motor der gesellschaftlichen Entwicklung ist dieses Politikverständnis Lichtjahre entfernt.
Referent: Prof. Dr. Roland Roth, Magdeburg-Stendal
16:00 Kaffeepause
16:30 „Systemisches Konsensieren – eine methodische Einführung“
Diese Methode zur kooperativen Entscheidungsfindung ist eine großartige Chance zur positiven Veränderung in der Politik. Das traditionelle Mehrheitsprinzip ist bei der Beurteilung von mehr als zwei Entscheidungsalternativen überfordert. Eine Alternative dazu soll hier aufgezeigt werden.
Ref.: Erich Visotschnig, Graz
18:00 „GEORGISCHEN TAFELRUNDE“ - Abendessen zum gegenseitigen Kennenlernen
(im Restaurant „Merhaba“ i.H.)
Freitag, den 24. Mai 2013
09:00 Szenarien einer zukünftigen Demokratie (je 30 Minuten)
10:15 Kaffeepause
10:45 Fortsetzung der Szenarien:
12:00 Systemisches Konsensieren zu den vorgestellten Szenarien
Ref.: Georg Paulus, Holzkirchen
12:30 Mittagspause
14:30 „Brückenbauer/innen (Gruppen, Initiativen, Vereine, Institutionen)
stellen sich vor –
Was sind ihre Ziele? Eingeladen sind u.a. „Mehr Demokratie e.V.“, Stiftung Mitarbeit, Netzwerk Volksentscheid, Netzwerk Bürgerbeteiligung, OccupyMoney Frankfurt, Liquid Democracy, Berliner Innovationskreis, Initiative Gemeinwohl Hannover, Politikwerkstatt Selm u.a.m.
16:00 Kaffeepause
16:30 Ergebnisse des Systemischen Konsensierens – (Georg Paulus)
18:00 Abendessen
20:00 Fortsetzung : „Brückenbauer/innen stellen sich vor!
Samstag, den 25. Mai 2013
10:00 Re-Demokratisierung – ein Bündnis engagierter Bürger und Netzwerke
macht sich auf den Weg!
11:30 Zusammenfassung, Ausblick und Verabschiedung
12:30 Mittagessen – Ende der Tagung
Gesamt-Moderation: Ludwig Weitz, vision-Bonn
Veranstaltungsort: Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4 , 10405 Berlin
Tel.: 030/2041263