Jetzt am 10. Juni steht wieder eine Weltpremiere an, die besonders von der internationalen Finanz- und Bankenwelt aufmerksam verfolgt wird.
Seit Wochen berichten Medien darüber, jeder Schweizer Stimmberechtigte hat ein Abstimmungsbüchlein mit Pro-und Kontraargumenten zugesandt bekommen, die Initiative ist in vielen Städten mit Infotischen und Informationen unterwegs. War die Idee anfangs noch unbekannt, kommt sie jetzt durch die Abstimmung immer mehr auf die Tagesordnung und sorgt sogar weltweit für Beachtung und Diskussion.
Was will die Vollgeld-Initiative?
Die Initiative beschreibt ihren Vorschlag so: „Wir alle kennen Vollgeld als Bargeld. Es wird von der Nationalbank (Banknoten) bzw. vom Bund (Münzen) als gesetzliches Zahlungsmittel herausgegeben und garantiert.
Doch heute zirkuliert zu 90 % virtuelles Buchgeld, das die Banken selbst erzeugen dürfen. Wir verwenden es, wenn wir per E-Banking oder mit Karte «elektronisch» bezahlen.
Die Vollgeld-Initiative will, dass neben Münzen und Noten zukünftig auch das elektronische Geld allein von der Nationalbank hergestellt wird. Damit wird das elektronische Geld zu Vollgeld und steht jederzeit zur Verfügung, auch wenn eine Bank in eine Krise gerät ...
Das Ziel ist eine öffentliche Geldherstellung durch die Schweizer Nationalbank. Private Banken und Geschäftsbanken sollen in Zukunft selbst kein Geld mehr erzeugen, aber wie bisher die Kredite vergeben und Konten führen …
Mit Vollgeld wird es weniger Spekulationsblasen und weniger Finanzkrisen geben und die Geldschöpfungsgewinne gehen an die Allgemeinheit. Banken werden wieder zu Geldvermittlern, erzeugen aber kein eigenes Geld mehr.“
Hier aktuelle Informationen zur Initiative auf ihrer Kampagneseite.
www.vollgeld-initiative.ch/
Der Moderator stellt die Vollgeld-Initiative als die schwierigste Prüfung dar, die die Schweiz je gehabt hat und sagt dann dazu "...aber Sie und wir, wir schaffen das". Dort kann man den kulturellen Unterschied zu uns einmal sehr deutlich erfahren.