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Der Airbus-Militärtransporters A400M hat eine Zukunft: Die sieben Käuferstaaten und der EADS-Konzern hätten sich über die Aufteilung der Mehrkosten geeinigt, gaben das französische und deutsche Verteidigungsministerium bekannt. Auch EADS bestätigte die Einigung.
Die Abnehmer sind laut EADS bereit, insgesamt 3,5 Milliarden Milliarden Euro mehr für die bestellten Flugzeuge zu bezahlen. Davon werden 1,5 Milliarden Euro als Exportkredite zur Verfügung gestellt, so dass die Käufer an zukünftigen Verkaufserlösen beteiligt seien. Dies würde bedeuten, dass der Konzern selbst zunächst rund 1,7 Milliarden Euro mehr investieren muss, da sich die Mehrkosten auf insgesamt rund 5,2 Milliarden Euro belaufen.
Die Käuferstaaten, darunter Deutschland, hatten seit gut einem halben Jahr mit EADS darüber gestritten, wie die Mehrkosten aufgeteilt werden sollen. Ursprünglich sollte das Projekt rund 20 Milliarden Euro kosten. Airbus-Chef Thomas Enders hatte in den vergangenen Monaten mehrfach mit dem Scheitern gedroht. Wenn die Bestellernationen sich mit Airbus nicht über die Aufteilung der Mehrkosten einigten, könnte das ganze Projekt gestoppt werden. Entwicklungsgelder, Personal und Ausrüstung würden dann von dem Projekt abgezogen.
Die A400M ist als Mehrzweck-Militärtransporter mit extrem vielseitigen Fähigkeiten konzipiert. Das 45 Meter lange Flugzeug soll 37 Tonnen Nutzlast bis zu 8700 Kilometer weit transportieren können. Die Vertragsstaaten haben insgesamt 180 der Propellermaschinen bestellt. Deutschland und Frankreich sind mit 60 beziehungsweise 50 Maschinen die größten Abnehmer. Auch Belgien, Großbritannien, Luxemburg, Spanien und die Türkei haben die Transportmaschine bestellt. Bei der Bundeswehr soll der A400M die deutlich kleinere C-160 "Transall" ablösen.
Am 11. Dezember des vergangenen Jahres absolvierte die Maschine ihren Jungfernflug - rund drei Jahre später als ursprünglich geplant.
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/airbustransporter102.html