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Suizide bei US Soldaten. Einen anstiegt von 18 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr meldet das US Verteidigungsministerium überrascht. Somit sterben mehr US-Soldaten durch die eigene Hand als bei Kämpfen in Afghanistan. In die Statistiken eingeflossen sind nur die Selbstmorde von Soldaten im aktiven Dienst, Selbstmorde von Veteranen wurden nicht berücksichtigt.
Experten sehen verschiedene Gründe dafür. Kampfeinsätze, posttraumatischer Stress, Missbrauch verschreibungspflichtiger Medikamente und persönliche finanzielle Probleme sind einige davon. Auch sexuelle Übergriffe, Alkoholmissbrauch und häusliche Gewalt kommen unter US Soldaten im aktiven Dienst immer häufiger vor, wie aus Statistiken des Pentagons hervorgeht.
Aus den Daten geht hervor, dass Soldaten mit mehreren Kampfeinsätzen stärker selbstmordgefährdet sind. Zudem ist unter US-Soldaten die Ansicht weit verbreitet, dass jegliches Ersuchen um Hilfe als Zeichen der Schwäche ausgelegt wird und dem beruflichen Fortkommen schadet. Die Witwe eines Hubschrauberpiloten, der sich 2005 zwischen zwei Einsätzen im Irak erhängte, bestätigte das. "Er hatte solche Angst davor, was die Leute über ihn denken könnten, wenn er um Hilfe bittet", sagte sie. Er habe gedacht, dass die anderen ihn für schwach oder einfach für nicht Manns genug halten würden oder denken könnten, dass er sich vor dem Dienst drücken wolle. "Er litt an Kriegsverletzungen und Depressionen, die er jahrelang nicht behandeln ließ. Darum ist er heute tot."
Quelle: <http://www.angriff-auf-die-seele.de/ptbs/informationen/aktuelles/378-taeglich-nimmt-sich-ein-us-soldat-das-leben.html>
Wenn US-Soldaten zu Veteranen werden, wächst für sie die Gefahr. Jeden Tag töten sich 18 Veteranen
Als US-Soldat lebt man gefährlich. Vor allem dann, wenn man bereits das Militär verlassen hat und Veteran wurde. 30.000 Menschen begehen Selbstmord in den USA, davon sind 6.000 oder 20 Prozent Veteranen. Soldat gewesen zu sein, scheint gefährlicher zu sein, als im Irak oder in Afghanistan im Krieg zu sein.
Das Veterans Affairs Department (VA) gibt die Zahl der Veteranen mit knapp mehr als 23 Millionen an. Monatlich versuchen 950 Veteranen, die medizinisch vom VA betreut werden, sich umzubringen, das sind mehr als 30 Selbstmordversuche am Tag, obgleich diese Menschen beobachtet und teilweise betreut werden. 7 Prozent sind "erfolgreich", 11 Prozent wiederholen den Versuch im Lauf von neun Monaten.
Insgesamt töten sich 18 Veteranen jeden Tag, berichtet die Army Times, davon 5, die in irgendeiner Form medizinisch in Behandlung stehen.
Quelle: http://www.heise.de/tp/blogs/3/147516
siehe auch: Immer mehr Kriegstrauma-Fälle in Afghanistan