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25. Oktober 2010 1 25 /10 /Oktober /2010 17:39

"Die wirklich mächtigen Feinde des Rechtsstaates üben nicht in irgendwelchen Lagern in Pakistan, sondern sitzen auf den Stühlen der Ministerien und Parlamente", zitiert Roth den Bankexperten und ehemaligen Richter am Landgericht Frankfurt Karl-Joachim Schmelz. Das Buch verharrt nicht in bloßen Anschuldigungen. Jürgen Roth wird sehr konkret. Zahlreiche akribisch recherchierte Fälle belegen seine These von einer schwerwiegenden Gefährdung der freiheitlich demokratischen Gesellschaften.

Vieles spric© eichbornht dafür, dass die in den letzten Jahren ideologisch angetriebene Kultur der Illegalität, die in der Organisierten Kriminalität und der Gangsterwirtschaft kulminiert, von immer mehr Bankern, Unternehmern und Politikern – teilweise mit Begeisterung – ständig fortgeschrieben wird, weil sie von ihr profi tieren. Die Bürgerinnen und Bürger müssen hingegen die Zeche zahlen.

Deutschland in den Fängen organisierter Kriminalität? Das behauptet der deutsche Investigativjournalist Jürgen Roth in seinem neuesten Buch Gangsterwirtschaft, er gerade in Frankfurt vorstellte. Gleich der erste Satz ein Paukenschlag: “Die Kultur der Illegalität, die sich wie Mehltau über eine lebendige Gesellschaft legt und zur Gangsterwirtschaft führt, floriert in Deutschland – wie in anderen europäischen Ländern. Roth dokumentiert, welche Rolle unsere Macht-und Geldelite bei der Unterwanderung durch die internationale Mafia spielt, er dokumentiert den engen Zusammenhang zwischen organisierter Kriminalität und kriminellen Machenschaften der Wirtschaft und beleuchtet schließlich die Aktivitäten des “Wirtschaftsgangstertums” an den globalen Finanzmärkten. Jetzt schon seien die Netzwerke der Organisierten Kriminalität in den Schaltzentren politischer Macht bestimmter Staaten Europas angekommen. Ungehindert und unterstützt durch Politik und Wirtschaft.

Das Buch verharrt nicht in bloßen Anschuldigungen. Jürgen Roth wird sehr konkret. Zahlreiche akribisch recherchierte Fälle belegen seine These von einer schwerwiegenden Gefährdung der freiheitlich demokratischen Gesellschaften und repräsentieren die ganze Palette: Bestechung, Betrug, Geldwäsche, Waffenhandel, Menschenhandel. Roth erläutert zum Beispiel den Fall Opel und die kriminellen Hintergründe von Magna, er enthüllt die verbrecherischen Machenschaften im internationalen Gasgeschäft und die wahren Motive russischer Investoren bei ostdeutschen Werften, die Deals der Bayern LB mit kroatischen Mafiosi und die fatalen Fehler der politisch Verantwortlichen. Den Königsweg aus der fatalen Situation verspricht Roth nicht, aber er macht eine Reihe von Vorschlägen, von Soforthilfemaßnahmen zur Schadensbegrenzung bis zu langfristigen Konzepten für eine neue Wirtschaftsethik. 

Renommierter Bankenrechtler Schmelz  zu „Gangsterwirtschaft“

Der ehemalige Richter und Gutachter im Finanzauschuss des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Karl-Joachim Schmelz, äußerte sich aktuell zu Jürgen Roths Gangsterwirtschaft:
.....
"Mit seinem neuen Buch "Gangsterwirtschaft" führt er nach seinen Berichten über die Mafia in allen ihren Erscheinungs- und Verbergungsformen das Thema fort und verfolgt die neueren Tentakel der Kraken. Das geschieht nicht theoretisch, sondern Roth berichtet über akribisch recherchierte und belegte Fälle – und reiht so einen spannenden ‚Krimi’ an den anderen.

..... Wie richtig Roth mit seinen Feststellungen und Analysen liegt, zeigt der erst nach Drucklegung des Buches durch die Zivilklage der US-Börsenaufsicht SEC gegen die Investmentbank Goldman Sachs bekanntgewordene Krimi im Zusammenhang mit der Verbriefung von subprime-Hypotheken, deren Ausfall vorhersehbar war und die als ‚CDO’ außerhalb der USA verkauft wurden, während an der Verbriefung Beteiligte gleichzeitig Wetten auf den Ausfall eben dieser Papiere (‚CDS’) abschlossen und damit Milliarden verdienten. Dabei handelt es sich nur um die Spitze des Eisbergs und es ist zu hoffen, daß durch diese Ermittlungen mehr Wahrheit über die ‚Finanzinnovationen’ und die ‚Banksterwirtschaft’ ans Tageslicht kommt....

Wer Jürgen Roth’s ‚Gangsterwirtschaft’ gelesen hat, weiß daß die kriminellen Strukturen in der Wirtschaft nicht über Nacht oder versehentlich entstanden sind. Er belegt, daß sie ‚gewachsen’ sind und einer Kulmination und einer höheren Qualitätsstufe zustreben. Der Wirtschaftsfaschismus kommt ebenso wie der politische Faschismus nicht plötzlich und über Nacht – er kommt in leisen Schritten, auf vielerlei und manchmal verschlungenen Wegen, vorbei an den schlafenden (oder betäubten) Nachtwächtern der freiheitlichen Demokratien. Manchmal steht er als hölzernes Pferd vor den Toren der Stadt zurückgelassen und wird von den Bürgern begeistert auf den Marktplatz gezerrt und bejubelt. Manchmal wird er den unwissenden Gläubigen von ihren Hohepriestern als Gottes Werk verkündet und als neue Heilslehre in die Seele gepflanzt. Immer aber ist das Erwachen fürchterlich …

Jürgen Roth kommt der Verdienst zu, darauf sachlich fundiert und sehr kompetent hingewiesen zu haben."

Quelle:  Jürgen Roth Gangsterwirtschaft - YouTube

- "Dummheit schützt nicht vor Komplizenschaft" | Telepolis

 

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