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27. Juni 2014 5 27 /06 /Juni /2014 12:48

Er wollte nicht am Irakkrieg teilnehmen. Nun beschäftigt der Fall des in Deutschland lebenden US-Deserteurs André Shepherd den Europäischen Gerichtshof.

Unter welchen Voraussetzungen erhalten Deserteure in Europa Asyl? Darüber verhandelte an diesem Mittwoch der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Anlass war der Fall des US-Soldaten André Shepherd, der 2008 in Deutschland Asyl beantragte, weil er nicht im Irak stationiert werden wollte.

Laut EU-Asylrichtlinie haben Deserteure nur dann Anspruch auf Asyl, wenn ihnen „Bestrafung wegen Verweigerung des Militärdienstes“ in einem Konflikt droht, in dem auch Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Militärdienst gehören. Der EuGH muss nun entscheiden, was das konkret heißt: Genügen einzelne Kriegsverbrechen? Oder müssen die Verbrechen systematisch verübt werden?

Shepherds Anwalt plädierte dafür, die Latte nicht zu hoch zu hängen: „Es muss genügen, dass im konkreten Konflikt solche Verbrechen vorkommen und die Gefahr besteht, dass der Soldat in solchen Einsätzen eingesetzt wird.“ Die Vertreterin der Bundesregierung widersprach: „Bei allen militärischen Konflikten kann es zu vereinzelten Exzessen kommen. Das kann für einen Asylanspruch nicht ausreichen.“

Shepherd ist Flugzeugmechaniker. Im Irak sollte er Apache-Kampfhubschrauber warten, die nach Shepherds Angaben immer wieder zu Angriffen auf unschuldige Zivilisten missbraucht wurden. Der EuGH muss nun auch entscheiden, ob eine Tätigkeit als Armee-Mechaniker für einen Asylanspruch genügen kann. Die EU-Kommission hält dies nicht für ausreichend, sie will auf „spezifische Beiträge“ zu möglichen Verbrechen abstellen, etwa das Beladen von Helikoptern mit Chemiewaffen.

Nach Auffassung der Bundesregierung kann ein Deserteur auch dann kein Asyl erhalten, wenn er in seinem Heimatland einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung hätte stellen können. „Dann ist er nicht schutzbedürftig“, sagte die deutsche Regierungsvertreterin. In den USA gibt es zwar das Recht auf Kriegsdienstverweigerung, aber laut Anwalt Marx nur für Pazifisten, die jegliche Kriege ablehnen. André Shepherd hat keinen derartigen Antrag gestellt. Er verweigerte sich „nur“ dem Irakkrieg.

Der EuGH wird sein Urteil wohl erst Anfang 2015 verkünden. Dieses Urteil wird dann den EU-weiten Maßstab zur Asylanerkennung von Deserteuren definieren. Ob André Shepherd diesen Anforderungen genügt, muss anschließend das Verwaltungsgericht München entscheiden.

Neu erschienen

Kriegsdienstverweigerung und Asyl

Mit der Broschüre "Kriegsdienstverweigerung und Asyl" legen Connection e.V. und Pro Asyl im Juli 2014 Beiträge, Hintergründe, Stellungnahmen und Rechtsgrundlagen zur Frage vor, wann Deserteure und Kriegsdienstverweigerer Flüchtlingsschutz erhalten können, obwohl nach Auffassung deutscher Behörden und Gerichte nach wie vor der Grundsatz besteht, dass "die zwangsweise Heranziehung zum Wehrdienst und die damit verknüpfte Sanktion wegen Kriegsdienstverweigerung und Desertion nicht schon für sich allein eine Verfolgung darstellt". Länderbeispiele zeigen auf, welche Entwicklungen es in den letzten Jahren gegeben hat.

Auszüge der Broschüre finden Sie unter www.Connection-eV.org/article-1966

Die Broschüre kann bezogen werden über www.Connection-eV.org/shop.php

Herausgegeben von Connection e.V. und Pro Asyl, Juli 2014, 56 Seiten A4, 6 Euro

Inhaltsverzeichnis

Rudi Friedrich: Einleitung

Dr. Jens Warburg: Der Deserteur

Dr. Reinhard Marx: Kriegsdienstverweigerung im Flüchtlingsrecht

Rachel Brett: Internationale Standards zur Kriegsdienstverweigerung

Dokumentation

UN-Menschenrechtsrat: Entschließung zur Verweigerung des Militärdienstes

Europäische Union: Qualifikationsrichtlinie (Auszüge)

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Urteil Bayatyan gegen Armenien (Auszüge)

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: Urteil Ülke gegen Türkei (Auszüge)

UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR): Richtlinien zu Anträgen auf Flüchtlingsstatus bezüglich Militärdienst

UNHCR: Auszug aus dem Handbuch 2011

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19. April 2014 6 19 /04 /April /2014 17:00
  • 100 Jahre Erster Weltkrieg,

  • 75 Jahre Zweiter Weltkrieg,

  • 15 Jahre Kriegseinsätze der Bundeswehr:

Sagt Nein zu Krieg!

Am 1. August 1914 erklärte das Deutsche Reich Russland, am 3. August Frankreich den Krieg und machte damit aus dem Lokalkrieg Österreich-Ungarns gegen Serbien den ersten „modernen Krieg“, wie das kontinentale Massenschlachten heute gerne genannt wird. 17 Millionen Menschen fanden den Tod.

Am 1. September 1939 überfiel die deutsche Wehrmacht Polen und begann damit den Zweiten Weltkrieg, der sich schließlich fast über den gesamten Globus zog. Am Ende waren 60 Millionen Tote zu beklagen.

Am 24. März 1999 erklärte Kanzler Schröder „Wir führen keinen Krieg“. An diesem Tag hatten deutsche Soldaten im Rahmen eines völkerrechtswidrigen Krieges der NATO gegen Jugoslawien damit begonnen, zum dritten Mal Belgrad zu bombardieren. Zum ersten Mal führte die Bundeswehr, die offiziell als reine Verteidigungsarmee gegründet worden war, wieder Krieg. Damit wurde der nach dem 2. Weltkrieg geltende Konsens „Nie wieder Krieg von deutschem Boden“ gebrochen.

Vor jedem dieser Kriege versuchten Friedensbewegung und antifaschistischer Widerstand vergeblich, den Kriegstreibern in den Arm zu fallen. Erst nach dem zweiten Weltkrieg fand die Mahnung zum Frieden Eingang ins Völkerrecht und ins Grundgesetz. Dennoch wurde sie von den jeweiligen Bundesregierungen und der übergroßen Mehrheit des Bundestages immer wieder in den Wind geschlagen. Von deutschem Boden geht wieder Krieg aus. Eine starke Friedensbewegung bleibt unverzichtbar.

Heute bezeichnet sich die Bundeswehr, die laut Grundgesetz ausschließlich zur Landesverteidigung aufgestellt wurde, selbst als „Armee im Einsatz“. Sie führt Krieg in Afghanistan, sie steht unter Waffen in der Türkei, am Horn von Afrika, vor der libanesischen Küste, im Sudan, im Kongo und in Mali. In Afghanistan verübte sie das Massaker von Kundus, das 142 Menschenopfer forderte.

Als drittgrößter Waffenlieferant exportiert die deutsche Wirtschaft mit der Zustimmung der Bundesregierung Gewehre und Panzer weltweit sowie ganz aktuell Milan-Raketen zur Kriegseskalation nach Syrien. In vielen Ländern werden deutsche Waffen auf beiden Kriegsfronten eingesetzt.

Das ist noch nicht genug: Auf der Münchner „Sicherheitskonferenz“ forderten Außenminister Steinmeier, Bundeswehrministerin von der Leyen und allen voran Bundespräsident Gauck übereinstimmend ein Ende der „Zurückhaltung“ bei Militäreinsätzen und noch mehr militärisches Engagement.

Die Bundeswehr wirbt entgegen der Friedensverpflichtungen von Grundgesetz und Länderverfassungen auf öffentlichen Plätzen, auf Messen, in Jobcentern, an Schulen, Universitäten und in der Lehrerbildung für eine Politik der Kriege und Militäreinsätze und um Nachwuchs für das Militär.

Auch wenn die neue Kriegsministerin sich nun für eine familienfreundliche Bundeswehr einsetzt: Krieg kennt keine 4-Tages-Woche, und Krieg ist nicht familienfreundlich: Er ist und bleibt ein mörderisches Handwerk!

Krieg und Militäreinsätze gelten heute wieder als allzeit einsetzbares Mittel der Politik. Die Bundeswehr wurde zur Interventionsarmee umgebaut, in den EU-Staaten stehen „Battle Groups“ bereit, die NATO führte Krieg gegen Jugoslawien und Libyen und wurde erst in letzter Minute vorläufig vom offenen Krieg gegen Syrien abgehalten.

Die USA, die größte Militärmacht, hat die Länder der ganzen Welt ihren militärischen Kommandozonen zugeordnet. Zwei dieser Befehlszentralen befinden sich in Stuttgart: Das EUCOM für Europa und den Mittleren Osten, das AFRICOM für das gesamte Afrika.

Von Stuttgart aus wurden die Kriege gegen Jugoslawien, den Irak, Libyen und in Afrika militärisch vorbereitet und organisiert. Deutsche Flughäfen sind der Umschlagplatz für Truppen, Waffen und Kriegsgüter aller Art.

Im Stuttgarter AFRICOM, so wurde kürzlich bekannt, werden die Drohnenangriffe im Jemen, im Sudan und in Pakistan geplant und koordiniert. Von hier aus werden gezielt Menschen ohne Anklage und Verfahren außerhalb aller Gesetze hingerichtet. Eine Straftat gegen das Völkerrecht, das Grundgesetz und das Strafgesetzbuch, an der sich die Bundesregierung mitschuldig macht.

Das alles wollen wir nicht!

Der Rückblick auf die beiden Weltkriege, sollte Anlass genug sein, nun endlich eine Kehrtwendung zu machen:

  • Schluss mit Krieg und Militär.

  • Schluss mit Rüstungsproduktion und -export.

  • Ächtung und Beseitigung aller Atom- und anderer Massenvernichtungswaffen.

  • Umfassende Abrüstung!

  • Schulfrei für die Bundeswehr statt Werbung für Kriegseinsätze

  • Zivilklauseln statt Rüstungsforschung.

Frieden statt Krieg!

Deshalb rufen wir auf zum Ostermarsch!

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19. April 2014 6 19 /04 /April /2014 16:13

Ulli Thiel, ist tot. Der 70 Jahre alte Karlsruher starb nach langer Krankheit bereits in der vergangenen Woche, sagte der Landesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK), Roland Blach, am Dienstag und bestätigte einen SWR-Bericht. Thiel hatte im Juni 1983 die Idee zu einer Menschenkette gehabt, um gegen die Stationierung von Pershing-Raketen zu protestieren: Am 22. Oktober 1983 versammelten sich 400 000 Friedensbewegte entlang der Bundesstraße 10 - bis heute die längste Menschenkette Deutschlands. Schon fünf Jahre zuvor hatte er den berühmten Slogan "Frieden schaffen ohne Waffen" erfunden.

Blach sagte: "Es gibt wohl niemanden, der so viel mit so großer Kontinuität für die Friedensbewegung getan hat." Thiel sei trotz seiner Krankheit bis zum Schluss dabei geblieben und habe sich mit großer Kraft und Ausdauer für den Frieden engagiert. Bis kurz vor seinem Tod organisierte Thiel Mahnwachen und andere Friedensaktionen. Im vergangenen Jahr waren er und seine Frau für den Stuttgarter Friedenspreis vorgeschlagen worden. Im Rahmen der Ostermärsche an diesem Samstag (19. April) soll Thiel in Stuttgart während der Kundgebungen nochmals gewürdigt werden, kündigte Blach an.

Quelle: <http://www.schwaebische.de/region/wir-im-sueden/baden-wuerttemberg_artikel,-Friedensaktivist-und-Initiator-der-laengsten%C2%A0Menschenkette-gestorben-_arid,5627638.html>

-

Friedensaktivist Ulli Thiel gestorben

Von ihm stammte der Slogan "Frieden schaffen ohne Waffen".

Der Friedensaktivist Ulli Thiel ist im Alter von 70 Jahren gestorben, wie der Verband DFG bestätigte. Thiel gilt als Mitbegründer der westdeutschen Friedensbewegung, die in den 70er Jahren gegen das Wettrüsten von NATO und Warschauer Pakt demonstrierte. Er hatte auch die bis heute längste Menschenkette Deutschlands initiiert, die sich am 22. Oktober 1983 von Stuttgart nach Neu-Ulm erstreckte, um gegen die Stationierung von Pershing-Raketen zu protestieren.

Quelle: <http://www.deutschlandradiokultur.de/friedensaktivist-ulli-thiel-gestorben.265.de.html?drn:news_id=347282>

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16. April 2014 3 16 /04 /April /2014 12:33

Ist sie lange Zeit belächelt worden, so hat sich die deutsche Friedensbewegung längst aus jenem „sanften Aroma der Lächerlichkeit“, die Carl von Ossietzky 1924 noch beschrieb, befreit. Und dass die Friedensbewegung, anders als zu Gründerzeiten, wie Guido Grünewald in seinem Festvortrag darstellen sollte, mittlerweile auch hierzulande von der „tonangebenden Gesellschaft“ ernst genommen wird, entspricht der Wirklichkeit. Das zumindest, wurde einmal mehr bei der feierlichen Matinee deutlich, mit der die Friedensräume ihre 14. Saison eröffneten. Denn zu den zahlreichen Gästen und Besuchern zählten nicht allein die treuen Mitglieder und Freunde der engagierten Institution, sondern auch etliche Honoratioren aus Stadt und Politik. Und die hatten mehr als nur lobende und anerkennende Worte im Gepäck.

Vielmehr brachte Bezirksrat Edgar Rölz ein Geschenk mit, das den von Pax Christi getragenen Friedensräumen in der Villa Lindenhof über Jahre hinweg ihr Überleben garantiert. Der jährlich gewährte Zuschuss von 5000 Euro sichert die Stelle der Koordinatorin Cornelia Speth, wie Josefa Britzelmeier-Nann, geistliche Beirätin von Pax Christi Augsburg, den Gästen erklärte. Eine Förderung, mit der der schwäbische Bezirkstag zum einen ein Zeichen der Anerkennung jener Friedensarbeit setzen will, die die „weit über Schwaben hinaus einzigartigen Friedensräume“, wie Rölz sagte, leistet. Und zum anderen gewährleisten will, dass diese Arbeit auch weitergehen kann. Denn, so betonte Rölz, „die Friedensräume sind ein Leuchtturmprojekt, das über den Ort hinaus Strahlkraft hat“.

Auch Oberbürgermeister Gerhard Ecker hob die herausragende Bedeutung der Friedensräume hervor, „die den Wert von Frieden im Großen wie im Kleinen vermitteln“. Denn mit ihrer Arbeit zeigten die zum größten Teil ehrenamtlich Engagierten nicht nur wie Frieden aussehe und was Krieg bedeute, sondern auch welche Möglichkeiten es zu Konfliktlösungen gebe. „Frieden ist möglich – wenn die Menschen ihn wirklich wollen“, so Ecker abschließend.

Eine Meinung, die sicher auch Bertha von Suttner geteilt hätte. Denn auch wenn die Gründerin der Deutschen Friedensgesellschaft und erste Frau, die 1905 den Friedensnobelpreis verliehen bekam, und ihre Mitstreiter den Ersten Weltkrieg nicht verhindern konnten, wirkt ihre Arbeit noch bis in die heutige Zeit. Das zumindest verdeutlichte Guido Grünewald, internationaler Sprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegnerinnen (DFG-VK) und Historiker der Deutschen Friedensbewegung. In seinem Festvortrag mit dem Titel „Der bewaffnete Friede ist bankrott. Berta von Suttner, ihre MitstreiterInnen und der große Krieg“ stellte er die Anfänge der deutschen wie auch österreichischen Friedensbewegung dar, analysierte deren Denkweise im Kontext der damaligen Zeit und stellte deren Bedeutung für die heutige Friedensbewegung heraus. Denn wenngleich die damaligen Pazifisten damit gescheitert waren den Ersten Weltkrieg zu verhindern, „haben sie in der Hochzeit des Imperialismus wichtige Erkenntnisse und Einsichten formuliert sowie neue Aktionsformen ausprobiert“, resümierte der Referent. Etwa, indem sie erstmalig systematische Lobbyarbeit betrieben, die systematische Friedenswissenschaft begründeten sowie der internationalen Rechtsordnung wertvolle Impulse gaben.

„Vor allem haben die Pazifisten das damals weitverbreitete Dogma vom unvermeidlichen Krieg infrage gestellt“, sagte Grünewald und erklärte: „Sie haben darauf gepocht, dass Kriege von Menschen gemacht werden und dass daher Institutionen Kriege abschaffen können, weil Kämpfe und Konflikte mit anderen Mitteln ausgetragen und gelöst werden können.“ Ein Verdienst, der nach Meinung des Referenten, darin bestehe, dass Berta von Suttner und ihre Mitstreiter auch für die Zukunft gültige alternative Entwicklungspfade eröffneten. Allerdings, so schloss er, solche, „die wir noch heute teilweise nur mühsam beschreiten“.

Von Isabel Kubeth de Placido (Erschienen: 15.04.2014)

Quelle: http://www.schwaebische.de/region/bodensee/lindau/stadtnachrichten-lindau_artikel,-Die-Friedensraeume-strahlen-ueber-Lindau-hinaus-_arid,5628044.html

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15. März 2014 6 15 /03 /März /2014 08:20

Livestream: new.livestream.com/ccrjustice/righttoheal .

The war isn’t over for so many, everyone in Iraq, and vets and their families here at home, how will you remember what they can not forget?

Our allies at Iraq Veterans Against the War, the Center on Constitutional Rights, the Organization of Women’s Freedom in Iraq and the Federation of Workers Councils and Unions in Iraq invite you to join them in Washington, DC March 26 for:

PEOPLE’S HEARING ON THE LASTING IMPACT OF THE WAR IN IRAQ

On the 11th anniversary of the U.S. invasion of Iraq, Iraqi civil society leaders and U.S. military veterans will testify to the lasting impact of the war and make the case that the U.S. government must be held to account for the serious damage it has caused. From the U.S.’s role in sectarian violence and the ongoing health crisis caused by toxic munitions and burn pits used during the occupation, to the destructive effects of multiple and concurrent deployments and stigma faced when attempting to access care and support from the Department of Veterans Affairs, they are demanding the Right to Heal. We encourage you to participate to your greatest ability.

               

Yanar Mohammed is president and co-founder of the Organization of Women’s Freedom in Iraq (OWFI).

Falah Alwan is President of the Federation of Workers Councils and Unions in Iraq (FWCUI). U.S. Military Veterans will speak about their experiences with Military Sexual Trauma, Deployment with Trauma, and environmental impacts.

Mozhgan Savabieasfahani is an environmental toxicologist with a focus on health impacts of war.

John Tirman is Executive Director and Principal Research Scientist at the MIT Center for International Studies.

Pamela Spees is a Senior Staff Attorney at the Center for Constitutional Rights.

Moderated by Phil Donahue, creator and host of The Phil Donahue Show and Co- Director and Co-Producer of the film Body of War.

Wednesday, March 26 Friends Meeting of Washington
2111 Florida Avenue NW; Washington, DC 20008-1912

Doors open at 6:00 p.m.
Panel and Livestream at 6:30 p.m.

IF YOU CANNOT ATTEND PLEASE JOIN US ON LIVESTREAM!

Livestream: new.livestream.com/ccrjustice/righttoheal

This event is co-sponsored and endorsed By UNITED FOR PEACE AND JUSTICE.

Ask your organization to join!

PLEASE RSVP: http://bit.ly/1kv6MKn


Help us continue to do this critical work: Make a donation to UFPJ today.

UNITED FOR PEACE AND JUSTICE
www.unitedforpeace.org

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22. Januar 2014 3 22 /01 /Januar /2014 21:41

Einladung und Tagungsordnungspunkte zur „Jahrestagung 2014 - Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen“ in Köln.

Am 15. und 16. Februar findet die GAAA-Jahrestagung im Raum 1 der
Alten Feuerwache, Melchiorstr. 3, 50670 Köln statt.

Ihr seid herzlich eingeladen, mit uns die Sommeraktion(en) am Atomwaffenstützpunkt Büchel zu planen. Weiter unten steht unser Vorschlag für die Tagesordnung.

2013 haben wir gemeinsam mit dem Trägerkreis atomwaffenfrei.jetzt und hunderten Aktivist_innen, unter anderem von der Lebenslaute, mit Blockaden an allen Toren des „Fliegerhorstes Büchel“ das „Verbot und die Vernichtung aller Atomwaffen - weltweit“ gefordert. Unter anderem wollten wir vor der Bundestagswahl Druck auf die künftige Bundesregierung ausüben, damit sie endlich die „nukleare Teilhabe in der NATO“ aufgibt und von der US-Regierung den Abzug dieser illegalen Waffen fordert. Trotz erfolgreicher Blockade hat unser Druck leider nicht ausgereicht, aber viele Menschen wurden durch diese Aktion sehr motiviert, hier mit zivilem Ungehorsam weiter zu machen.

Diesen entschiedenen Druck von unten brauchen wir jetzt mehr denn je, damit wir vor der nächsten Atomwaffensperrvertrags-Konferenz (NPT/NVV) im Mai 2015 allen Verantwortlichen klar machen können, dass wir diese Atomwaffen und auch ihre sogenannte Modernisierung nicht hinnehmen werden.

Erste Überlegungen und Treffen gab es bereits, die Blockadeaktionen für diesen August befürworten. Und auch eine Dauerpräsenz und Blockaden ähnlich wie „Faslane 365“ oder „gorleben365“ sind angedacht... Ob und wie wir in der Lage sein werden, dieses umzusetzen, darüber wollen wir in Köln sprechen, und dafür brauchen wir viele engagierte Menschen.

Damit wir besser planen können, melde Dich bitte bei info at gaaa.org an und teile gleichzeitig mit, ob Du ein Nachtquartier (eine oder zwei Nächte?) brauchst und ob Du Mitfahrgelegenheit (wenn ja, von wo?) anbieten kannst oder suchst.

An die Alte Feuerwache ist ein Bio-Restaurant angegliedert, wo wir gemeinsam essen können. Bitte melde Dich gegebenenfalls auch hierfür bei uns an.

Leite diese Einladung gerne weiter an andere Interessierte, und wer zu diesem Treffen nicht kommen kann, aber trotzdem informiert werden möchte, kann das durch Eintragung in die Mailingliste „Büchel Mobilisierung“: https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/buechel-mobilisierung

Wir freuen uns auf Euch!  Marion Küpker und Carsten Orth für die GAAA

 

Vorschlag für die Tagungsordnung  (gegebenenfalls „privates“ Treffen am Freitagabend)

Samstag:

9 – 10 Uhr: Frühstück im Tagungsraum

10 Uhr: Beginn mit Vorstellungsrunde, Beschließen der Tagesordnung

10:30 – 11:45 Uhr:

  • Rückblick und Auswertung unserer Aktivitäten in 2013

  • Stand der Dinge des Verfahrens gegen Hermann Theisen

  • Kurzberichte von anderen gewaltfreien Aktionen, an denen wir teilgenommen haben

Pause

12 - 13 Uhr:

  • Was plant der Kampagnerat für 2014?

  • Was ist vom Initiativkreis geplant?

  • Bericht vom ZUGABe-Netzwerktreffen

  • Welche Vorschläge gibt es für Zivilen Ungehorsam in Büchel für 2014 und 2015?!

  • Sammeln von Ideen, die dann nach der Mittagspause im Einzelnen behandelt werden

13 - 14:30: Mittagspause

14:30 – 15:45 Uhr:

  • Diskussion der gesammelten Ideen und Auflistung der sich daraus ergebenden Aufgaben

  • Wie können wir diese organisieren und welche Unterstützung erhalten wir dabei von der Kampagne atomwaffenfrei.jetzt?!

Pause

16 -17:30 Uhr:

  • Diskussion der gesammelten Ideen und Auflistung der sich daraus ergebenden Aufgabenbereiche

  • Wer kann sich dabei wie einbringen?!

  • Personelle Zuordnung der Aufgabenbereiche

Pause

17:45 – 18:30 Uhr: Fundraising

18:30 – 19 Uhr: Sonstiges

ab 19 Uhr: gemeisames Abendessen und perönlicher Austausch

 

Sonntag:

ab 9 Uhr: gemeinsames Frühstück

10-12 Uhr:

  • gegebenenfalls übriggebliebene Punkte vom Vortag, ansonsten

  • GAAA-internes: Webseite, Finanzen, Sonstiges

ab 12 Uhr: Aufräumen und Abfahrt

 

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9. Januar 2014 4 09 /01 /Januar /2014 11:49

Wir bleiben dabei - Frieden schaffen ohne Waffen. 

Die Friedensbewegung wird im Jahr 2014 den historischen Jahrestag mit kritischem Rückblick und kreativen Aktionen begleiten. Wir werden nicht zulassen, dass aus dem Jahrestag 1914 - 2014 ein unkritisches Jahrhundertjubiläum gemacht und einzig die Europäische Union als zivile Friedensmacht gefeiert wird.

Heute fließen riesige Summen Geldes und immenses Potential menschlicher Arbeit und Intelligenz in die Rüstung. Das Ziel der Vereinten Nationen, künftige Generationen vor Krieg zu bewahren wird durch sogenannte humanitäre Einsätze konterkariert. Deutschland baut die Bundeswehr von der Verteidigungsarmee zur Armee im weltweiten Einsatz um. Als drittgrößter Waffenexporteur befeuert Deutschland weltweit Konflikte  und lässt zu, dass Atomwaffen modernisiert werden statt sie endgültig zu verschrotten. Notwendig wäre hingegen, den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft zu lenken:  auf den Abbau von Ungleichheit und Armut ebenso wie auf den Aufbau von Infrastruktur und Gesundheitsfürsorge. Denn während Milliarden für Rüstung ausgegeben werden strirbt weltweit jede Minute ein Mensch an Hunger und jeder sechste Mensch hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Die Friedensbewegung wird 2014 Anstoß geben, aus den beiden Weltkriegen und dem Systemstreit des Kalten Krieges Schlussfolgerungen für eine Friedenspolitik im Zeitalter der Globalisierung zu ziehen. Es ist eine Herausforderung für alle, die Vernunft in den Dienst friedlicher Konfliktlösungsstrategien zu stellen: für Soziale Bewegungen, Wissenschaft, Jugendverbände, Gewerkschaften und Religionen genauso wie für die internationale Staatengemeinschaft, für Europa, für Parlamente, Regierungen und Parteien.

Befragen Sie Geschichte und Gegenwart!
Woran scheitern Friedensprozesse heute? Was sollte gestoppt - was neu entwickelt werden? Bringen Sie Ihre Ideen und Fähigkeiten ein, politisch, künstlerisch, wissenschaftlich - wo immer Ihre Kompetenzen und Interessen liegen.

Es geht um Schritte zum Frieden!
Wie erreichen wir eine Zukunft ohne Waffen und Militär? Nennen Sie die Herausforderungen des Friedens beim Namen! Informieren Sie sich über Friedensprojekte in aller Welt!

Helfen Sie mit, aus dem Jahr 2014 hier und weltweit ein Jahr der Friedenskultur zu machen.

Werden Sie aktiv für eine Welt ohne Krieg und werben Sie für Abrüstung und zivile Konfliktbearbeitung, Gewaltfreiheit und Völkerrecht.

Werden Sie aktiv, um ein Klima des Friedens hier und weltweit zu schaffen und jeder Form von Militarismus eine Absage zu erteilen.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Auf www.1914-2014.eu ist Platz für neue Ideen. Anmelden unter info@1914-2014.eu.Projekte und Aktionsideen mit anderen teilen.

Frieden ist international und vernetzt

Wir unterstützen die großen Friedensveranstaltungen im Juni 2014 in Sarajewo.

Friedenskultur unterm Brandenburger Tor
Konzert und Vernetzungstreffen im Sommer 2014 in Berlin.

Orte des Gedenkens

Die Heldendenkmäler, die nach 1918 entstanden, sind für uns Orte für Protest und Gegeninformation. Das Antikriegs-Symbol des zerbrochenen Gewehrs ist eine Möglichkeit, an historischen Plätzen neue Denk-Male zu schaffen.

Informationsveranstaltungen

... Diskussionen, Filmabende, Stadtführungen, Besuche von Gedenkstätten und Gräbern - für die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist Ihre Phantasie gefragt.

 

Schaffen wir 2014 viele Orte an denen Jung und Alt die Friedensstrategien der Zukunft entwickeln können!

Quelle: http://www.1914-2014.eu/index.php/aufruf-macht-mit

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7. Januar 2014 2 07 /01 /Januar /2014 06:30

100 years World War1.  Learning from French-German history – Peace is the categorical imperative.

Thematisierung der Konflikte, in die Deutschland und Frankreich involviert sind und waren, mit dem Ziel eines "Friedens von unten"; organisiert von Friedensbewegungen aus Deutschland, Frankreich und Europa.

International peace seminar Verdun 25.-26.01.2014

Hotel Le Privilège, Carrefour de l’Europe, Haudainville 55100 Verdun

From Saturday, 25. January 2014

 8:30 - 10.30  International Coordinating Committee No to War –No to NATO meeting

11.00 – 13.00 Meeting on preparations of common working groups and activities in Sarajevo

14.00  Beginning of the Seminar

Opening and Greetings, Jeannick Lepretre (France), Reiner Braun (Germany)

14.10 – 17.30  1.Session 1914 – 2014 Lessons from WWI for peace work today

Aurélie Royon (France), Erhard Crome (Germany)

18.00 – 19.30 2. Session Militarization of EU and peace political alternatives

Lydia Samarbakhsh (France), Julia Pippig (Germany)

20.00  Common Dinner on invitation by European Left with „Dinner Speeches”

Marie-Christine Vergiat (France) (tbc), Claudia Haydt (Germany)


To Sunday, 26. January 2014

  9.30 – 11.00 3. Session

Chauvinism, racism and hate as legitimation for WWI and today – The so called cultural manifest of October 1914   Reiner Braun (Germany)

  11.30 – 13.30 4. Session

No to War – abolish weapons: the preparations of the activities 100 years after the beginning of WWI from the standpoint of the peace movement

Short introductions by peace activists from GB (Dave Webb, CND),

Belgium (Ludo de Brabander, vrede),

European Left Party (Claudia Haydt),

France (Jeannick Lepretre, Mouvement de la Paix),

Luxemburg (Claude Simon),

Germany (Lucas Wirl, INES)

  13.30 Summaries and agreements

14.00 Visit of memorial in Verdun

  Conference language is English.

Please save the date and pass this information on to interested persons

More information and the program in the flyer Verdun.pdf

mehr termine und infos:  http://www.1914-2014.eu/

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18. Dezember 2013 3 18 /12 /Dezember /2013 21:25

http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/img/Frieden-schaffen-ohne-Waffen2.jpgWir brauchen sie, die Vorbilder, bei unserem gesellschaftspolitischen Engagement. Menschen, die bereit sind, gegen den Strom zu schwimmen, können uns immer wieder ermutigen. Für mich gehören dazu berühmt gewordene Menschen wie Mahatma Gandhi oder Martin Luther King, Helmut Gollwitzer oder Dorothee Sölle - um nur einige zu nennen. Es gibt auch Vorbilder, die kaum in den Blickpunkt der ganz großen Öffentlichkeit gerückt sind, wie Ulli Thiel aus Karlsruhe, der im Dezember 70 Jahre alt wird.

Bevor ich ihn persönlich genauer kennenlernte, war ich schon mit berühmt gewordenen Ideen von ihm vertraut. So stammt das Motto "Frieden schaffen ohne Waffen" von ihm und ebenso die Idee für die Menschenkette am 22. Oktober 1983, die damals aus Protest gegen die geplante Stationierung neuer Atomraketen über 108 Kilometer von Stuttgart bis nach Neu-Ulm gebildet wurde.

Bei einer Aktionskonferenz in Ulm, an der 1.000 Menschen teilnahmen, wurde beraten, welche Aktionsform im Herbst 1983 in Süddeutschland stattfinden sollte. Die einen favorisierten eine traditionelle Großdemonstration in Stuttgart, die anderen wollten eine gewaltfreie Blockade-Aktion in Neu-Ulm machen, wo die neuen Atomraketen stationiert werden sollten. Diese beiden Gruppierungen blockierten sich gegenseitig. Am Ende des ersten Beratungstages standen wir vor einer Spaltung. In dieser völlig verfahrenen Situation brachte Ulli Thiel den Vorschlag einer neuen Aktionsform ein: eine Menschenkette zwischen Stuttgart und Neu-Ulm, durch welche die beiden bisher vorgeschlagenen Aktionen verbunden werden sollten. Vor Beginn der Kettenbildung sollte blockiert werden und nach der Menschenkette sollten Großkundgebungen in Stuttgart und Neu-Ulm stattfinden. Damit war ein Weg für eine gemeinsame Aktion gefunden, auch wenn manche Ulli mit seinem Kompromissvorschlag für einigermaßen verrückt hielten.

Doch am Ende stand dann ein großer Erfolg, als die längste Menschen-Kette, welche die Friedensbewegung jemals zustande brachte, nicht nur lückenlos gebildet werden konnte, sondern über weite Strecken gleich mehrfach. Aus den mindestens benötigten 100.000 Menschen für diese Aktion waren schließlich rund 400.000 geworden. Für dieses historische Ereignis kommt Ulli Thiel der größte Verdienst zu!

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