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16. April 2014 3 16 /04 /April /2014 12:37

“Ernährungssouveränität” ist die zentrale Forderung der kleinbäuerlichen Bewegungen in Bangladesch. Angesichts von Klimawandel, Flächenknappheit und Landkonflikten setzen sie sich für eine gerechte Landverteilung und eine selbstbestimmte Agrarproduktion ein. Eigene Parzellen sowie kulturell und ökologisch angepasstes Saatgut sehen sie als Basis für die Nahrungsmittelversorgung. Die Bewegungen verfolgen ihre Ziele gegebenenfalls mit radikalen Mitteln: Sie besetzen und bewirtschaften Land, das ihnen laut Gesetz zusteht, aber aufgrund von Korruption nicht übertragen wird.

            
Normaler Preis DVD (13.00€)

Der Anbau für den Eigenbedarf und die lokalen Märkte wird durch die Kapitalisierung des Agrarsektors stark gefährdet. Seit der “Grünen Revolution” in den 1960er Jahren nimmt der Einfluss von Saatgut- und Chemiekonzernen beständig zu. Die Abhängigkeit von Dünger, Pestiziden und modifizierten Samen sowie die infrastrukturellen Eingriffe durch Staat und Weltbank haben die Lebensbedingungen der Kleinbäuerinnen und -bauern verändert. Höhere Produktionskosten und sinkende Bodenfruchtbarkeit sind die Schattenseiten der gesteigerten Ernten, die viele in die Verschuldung treibt. Heute gelten drei viertel aller Bangladeschis offiziell als landlos und haben laut “Kash-Land-Gesetz” Anspruch auf eigene Parzellen. Doch Korruption in Politik und Verwaltung verhindern die Enteignung von Großgrundbesitz und die Übertragung von Staatsflächen.

Der Klimawandel trifft Bangladesch mit am stärksten. Während der Meeresspiegelanstieg die Anbauflächen verknappt, gefährden Stürme, Bodenversalzung und Dürre die kleinbäuerliche Landwirtschaft. Dennoch hält der Staat am Konzept der “Ernährungssicherheit” fest. So soll der transnationale Agrarsektor die Versorgung garantieren und die eigene Landwirtschaft den Weltmarkt beliefern. Exemplarisch steht für dieses Konzept die abgeholzte Küstenregion mit den profitablen Shrimps- und Fischbecken.

Das Filmteam begleitete die internationale „Karawane für Ernährungssouveränität, Klimagerechtigkeit und Frauenrechte“ durch Bangladesch. In den folgenden Monaten wurden die zentralen Themen vertieft: Folgen der Erderwärmung, Einkommen und Eigentum von Kleinbäuerinnen und -bauern, die “Grüne Revolution”, Unterschiede zwischen den Konzepten “Ernährungssouveränität” und “Ernährungssicherheit”, “Land Grabbing” und Landkonflikte sowie Strategien und Kämpfe der Landlosen-Bewegung. Im Film kommen Kleinbäuerinnen und -bauern, landlose Tagelöhner_innen, Aktivist_innen verschiedener südasiatischer Bewegungen sowie Mitarbeiter_innen von NGOs, Politiker_innen und Wissenschaftler_innen zu Wort.

Über den Tellerrand – Ernährungssouveränität in Zeiten des Klimawandels
Ein Film von Jürgen Kraus und Heiko Thiele
Kamera & Schnitt: Heiko Thiele
Produktion: Zwischenzeit e.V.

Quelle: http://www.cinerebelde.org/bangladesch-ueber-den-tellerrand-p-126.html?language=de

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20. Februar 2014 4 20 /02 /Februar /2014 00:01

Die Zweite Frankfurter Hilfe-Konferenz [im Livestream (20.–22.02.2014)] widmet sich der Frage, welche Formen der Solidarität, der Kooperation und der Unterstützung in einer globalisierten Welt nachhaltige Veränderungen bewirken können. Wie lässt sich verhindern, dass die Idee globaler Verantwortung zur Legitimation machtpolitisch motivierter Interventionen verkommt?

  • Was ist erforderlich, um die Universalität der Menschenrechte nicht einfach nur zu konstatieren, sondern für alle zu verwirklichen? Wie müssen die Praxis und die Institutionen der Hilfe verändert werden? Erfordert all das einen Paradigmenwechsel?

Die Konferenz wird sich kritisch mit diesen Fragen auseinandersetzen, die für Hilfswerke, Entwicklungspolitiker/innen, aber auch für die Öffentlichkeit von zunehmender Bedeutung sind – nicht zuletzt mit Blick auf die laufenden Verhandlungen über eine „Post-2015“-Agenda.

Mit:
Miriam Saage-Maaß, Shreen Saroor, Saskia Sassen, Barbara Unmüßig, Marco Bona, Ulrich Brand, Lothar Brock, Thomas Gebauer, Shankar Gopalakrishnan, Mark Heywood, Michael Krennerich, Philip Mader, Nasir Mansoor, David McCoy, Roméo Ntamag, Raoul Peck, Michael Ramminger, Joseph Schechla, Pirmin Spiegel, Ndongo Sylla, Wilfried Telkämper, u.v.m.

Eine Anmeldung zur Konferenz ist leider nicht mehr möglich. Es werden aber die zentralen Vorträge parallel als Video-Livestream im Internet ausgestrahlt.

An dieser Stelle finden Sie nach der Konferenz eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung: www.medico.de/beyondaid oder auf twitter mit Hashtag: ‪#‎beyondaid‬

Programm

Vorprogramm: Mittwoch Abend, 19.02.14, 19 Uhr, "Tödliche Hilfe", Filmvorführung in Anwesenheit des Filmemachers Raoul Peck, Haus am Dom (Domplatz 3, Frankfurt)

Donnerstag Abend, 20.02.14

Krisen der Globalisierung: Ausschluss, Auflehnung und Solidarität

20:00 – 22:30 Uhr Auftaktveranstaltung

  • Saskia Sassen (Soziologin, New York): Ausschlüsse. Brutalität und Komplexität in der globalen Ökonomie
  • Raoul Peck (Filmemacher, Paris): Tödliche Hilfe. Das Beispiel Haiti
  • Joseph Schechla (Housing and Landrights Movement, Kairo): Die Rückeroberung öffentlicher Plätze. Das Beispiel Kairo
  • Mark Heywood (Rechtsanwalt, Johannesburg): Lessons learned aus der AIDS-Bewegung. Das Beispiel Südafrika
  • Moderation: Eva Völpel (taz)

Diese Veranstaltung findet an der Johann Wolfgang Goethe Universität, Campus Westend, im Casino-Gebäude statt und kann auch unabhängig von der Konferenz besucht werden. Einlass ab 19.15 Uhr.


Freitag Vormittag, 21.02.14

Beyond Aid - Zur Kritik neoliberaler Hilfskonzepte

09:00–9:30 Uhr, Anmeldung, Kaffee, Orientierung

09:30–11:00 Uhr Eröffnungsveranstaltung

  • Eröffnung: Axel Honneth (Institut für Sozialforschung und Goethe-Universität Frankfurt am Main)

  • Hilfe verteidigen, kritisieren und überwinden - Einführungsvortrag von Thomas Gebauer (medico international, Frankfurt)

Vier Statements

  • Cornelia Füllkrug-Weitzel (Brot für die Welt, Berlin)
  • David McCoy (People´s Health Movement, London)
  • Kathrin Hartmann (Autorin, München)
  • Michael Ramminger (Theologe, Münster)

Kurze Pause und Gang in die Foren

11:30–13:00 Uhr Foren

Forum 1: Süßes Gift? – Hilfe zwischen der Schaffung von Abhängigkeit und Veränderung

  • Cornelia Füllkrug-Weitzel (BfdW, Berlin)
  • Bernd Bornhorst (Misereor, Aachen)
  • Ina Kerner (Humboldt-Universität, Berlin)
  • Lothar Brock (HSFK, Frankfurt)
  • Moderation: Florian Schwinn (hr2)

Forum 2: Hilfe als Business

  • David McCoy (People´s Health Movement, London): The Gates Foundation and the ‘charitable industrial complex’ shaping the development agenda
  • Heino Güllemann (Terre des Hommes): Auswirkungen der Managerialisierung auf den dritten Sektor
  • Anne Jung (medico international, Frankfurt): Solidarität als Marketingstrategie
  • Moderation: Eva Wuchold (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Forum 3: Finanzialisierung der Armut

  • Gerhard Klas (Journalist, Köln): Zur Kritik der Mikrofinanzindustrie
  • Philip Mader (Max Planck Institut für Gesellschaftsforschung, Köln): Aufstieg und Fall der Mikrofinanzindustrie in Indien
  • Kathrin Hartmann (Buchautorin ,München): Neue Armut in der Konsumgesellschaft
  • Peter Dietzel (Netz e.V.): Mikrokredite in Bangladesch
  • Moderation: Lisa Herzog (Philosophin, Institut für Sozialforschung, Frankfurt)

Forum 4: Hilfe als Legitimationsstrategie von Privilegierten

  • Christa Wichterich (Fachbereich „Internationale Geschlechterpolitik“, Universität Kassel): Embedded feminism und neoliberales Empowerment
  • Michael Ramminger (Theologe, Münster): Mitleidsindustrien
  • Ndongo Sylla (Senegal): Fairer Handel als Alternative zu Hilfe und Freihandel?
  • Moderation: Bernd Löffler (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Mittagspause, 13:00–14:30 Uhr

Freitag Nachmittag, 21.02.2014

Emanzipatorische Praxis und neue Solidaritäten

14:30 – 16:00 Uhr Panel

Proteste, Akteure, Bewegungen und Strategien

  • Pirmin Spiegel (Geistlicher, Hauptgeschäftsführer Misereor)
  • Miriam Saage-Maaß (Juristin, European Center for Constitutional and Human Rights, Berlin)
  • Shreen Saroor (Menschenrechtsaktivistin, Women‘s Action Network, Sri Lanka)
  • Roméo Ntamag (Association des Refoules d’Afrique Centrale au Mali, Kamerun)
  • Moderation: Katja Maurer (medico international, Frankfurt)

16.15 – 18.30 Uhr Foren

Forum 5: Landfrage: Kämpfe um Entwicklung

  • Shankar Gopalakrishnan (Campaign for Survival and Dignity, Uttarakhand Nav Nirman Mazdoor Sangh, Indien): Ländlicher und städtischer Widerstand in Indien
  • Jorge Espinosa (Yasuni-Initiative, Ecuador): Aus dem Scheitern lernen
  • Joseph Schechla (Housing and Landrights Movement, Kairo)
  • Moderation: Ingrid Spiller (Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin)

Forum 6: Menschenrechte: Zwischen Ideal und Wirklichkeit

  • Shreen Saroor (Women‘s Action Network, Sri Lanka): Im Kampf gegen multiple Gewaltverhältnisse
  • Mark Heywood (Section 27, Südafrika): Kampf um Verwirklichung von Verfassungsrechten
  • Martin Wolpold-Bosien (FIAN International, Heidelberg): Welternährungspolitik und Menschenrechte: Anspruch und Wirklichkeit
  • Moderation: Usche Merk (medico international)

Forum 7: Migration: Selbstorganisation und das Recht zu Gehen

  • Roméo Ntamag (ARACEM, Kamerun): Sichtbarkeit schafft Wirksamkeit
  • Sabine Eckart (medico international): Zwischen Professionalität und Solidarität – Von der Unterstützung politischer Initiativen
  • Ferdinand Ngninkeleji (Flüchtlingsinitiative Brandenburg) Wenn Politikmachen zur Schicksalsfrage wird. Analyse der jüngsten Aktionen migrantischer Selbstorganisation in Deutschland
  • Moderation: Koray Yilmaz-Günay (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin)

Forum 8: Arbeit: Lokale Kämpfe und globale Verantwortung am Beispiel Textilindustrie

  • Miriam Saage-Maaß (European Center for Constitutional and Human Rights, Berlin): Welche Rolle haben Rechte in sozialen Kämpfen
  • Marco Bona (Pan-European Organization of Personal Injury Lawyers, Turin): Es gilt das europäische Recht
  • Nasir Mansoor (National Trade Union Federation, Karatschi/Pakistan): Gewerkschaftliche Doppelstrategien
  • Moderation: Stefanie Hürtgen (Arbeitssoziologin & Politikwissenschaftlerin, Institut für Sozialforschung)

18:30–20 Uhr, Empfang bei Fingerfood und Getränken


Samstag Vormittag, 22.02.14

Fluchtpunkt „globaler Gesellschaftsvertrag“

09:15 – 10:45 Uhr Panel

Menschenrecht, Institutionen, Demokratie reloaded

  • Thomas Seibert (medico international, Frankfurt)
  • Heike Löschmann (Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin)
  • Ulrich Brand (Universität Wien)
  • Moderation: Sidonia Blättler (Institut für Sozialforschung, Frankfurt)

11:00 - 12:30 Uhr Foren

Forum 9: Menschenrechte: Waffe der Kritik, Maßstab der Veränderung

  • Michael Krennerich (Nürnberger Menschenrechtszentrum): Nicht ungerecht, sondern Unrecht
  • Luise Steinwachs (Brot für die Welt, Berlin): Universalität vs. Targeting – eine Prinzipienfrage
  • Shankar Gopalakrishnan (Campaign for Survival and Dignity, Uttarakhand Nav Nirman Mazdoor Sangh, Indien): Rechte allein genügen nicht
  • Moderation: Thomas Seibert (medico international, Frankfurt)

Forum 10: Commoning als Strategie der Armutsvermeidung: Rechtsanspruch versus Solidarität?

  • Karin Gabbert (Direktorin des Referates Lateinamerika der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin): Buen Vivir – eine andere Entwicklungsidee?
  • Stefan Tuschen (Brot für die Welt, Berlin): Commons im Kontext von Armutsvermeidung
  • Theodoros Karyotis (Griechenland): Selbstorganisation in Griechenland heute
  • Moderation: Heike Löschmann (Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin)

Forum 11: Post-2015: Zwischen Global Governance und Demokratie von unten

  • Barbara Unmüßig (Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin): Kann man strukturelle Ungleichheiten durch globale Governance beseitigen?
  • Nadja Meisterhans (medico international): Demokratie von unten und Governance – ein schwieriges Verhältnis?
  • Armando De Negri Filho (Weltsozialforum Gesundheit, Brasilien): Den Post-2015-Prozess demokratisieren
  • Ulrich Brand (Universität Wien): Ressoucen-Extraktivismus als Entwicklungsoption?
  • Moderation: Lili Fuhr (Heinrich-Böll-Stiftung)

12:30–13 Uhr, Imbiss

13–14 Uhr, Abschlussveranstaltung

Wie weiter? Perspektiven für einen Paradigmawechsel

Fishbowl

  • Barbara Unmüßig (Heinrich-Böll-Stiftung)
  • Wilfried Telkämper (Rosa-Luxemburg-Stiftung)
  • Thomas Gebauer (medico international)
  • Lisa Herzog (Institut für Sozialforschung)
  • u.v.a

Veranstalter:
medico international/stiftung medico international

In Kooperation mit:
Institut für Sozialforschung an der Goethe-Universität Frankfurt, Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Konferenzort:
Johann Wolfgang Goethe Universität, Campus Westend, Casino-Gebäude, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main

Donnerstagabend: Wegen großer Nachfrage findet die Auftaktveranstaltung ebenfalls an der Johann Wolfgang Goethe Universität, Campus Westend, im Casino-Gebäude statt (nicht mehr Städtische Bühnen, Chagall-Saal)


Es wird einen Video-Livestream der Konferenz Beyond Aid vom 20.-22.02. geben: www.rosalux.de/mediathek/livestream.html
Hashtag: #beyondaid

Quelle: http://www.medico.de/themen/aktion/dokumente/beyond-aid/4553/

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2. Oktober 2013 3 02 /10 /Oktober /2013 15:59

zeigt Spiel- und Dokumentarfilme aus aller Welt, die sich für die Wahrung der Grundrechte einsetzen und auf Missstände hinweisen. Geleitet wird das Festival seit 2007 von der Filmwissenschaftlerin Andrea Kuhn.

Seit 1999 gibt es in Nürnberg das Filmfestival der Menschenrechte und es zeigt alle zwei Jahre eine Woche lang engagierte Spiel- und Dokumentarfilme aus aller Welt. Heute wird es zum achten Mal eröffnet, und es macht durch die Wahl des Schirmherren auch wieder deutlich, welche Wirkung diese Filme auch auf die Regierungen haben. Denn der iranische Regisseur Mohammad Rasoulof wird derzeit immer noch an der Ausreise gehindert, damit er nicht in Nürnberg auftreten kann.

Das Nürnberg International Human Rights Film Festival NIHRFF ist ein thematisches Filmfestival. Es ist das erste in Deutschland, das sich dem Thema Menschenrechte widmet. NIHRFF ist das Forum für hervorragende Spielfilme, Dokumentar- und Animationsfilme, die Menschenrechtsthemen berücksichtigen.

NIHRFF ist ein Fenster zur Welt, das in Nürnberg, in dem engagierten Umfeld der „Stadt des Friedens und der Menschenrechte“, ein hochwertiges internationales Programm präsentiert.

NIHRFF findet in zweijährigem Turnus im Monat Oktober anschließend an die Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises statt. Im Jahr 2011 wird ihn Hollman Morris erhalten, der mit bewundernswertem Mut und unter hohem persönlichen Risiko die Opfer des schrecklichen bewaffneten Konflikts in seinem Heimatland Kolumbien sichtbar macht und ihnen in seinen Fernsehsendungen eine Stimme gibt. Zudem tragen seine journalistischen Recherchen dazu bei, dass schreckliche Menschenrechtsverletzungen nicht straflos bleiben. Ihm zu Ehren präsentiert NIHRFF eine Sonderreihe mit Filmen aus/über Kolumbien.

Quelle: http://www.filmfestival-der-menschenrechte.de/

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13. Juni 2013 4 13 /06 /Juni /2013 16:23

"Grenada: Kleine Insel - große Schulden, und die Chance auf einen Neuanfang" lautet der Titel des Hintergrundpapiers zum spannenden Entschuldungsprozess in Grenada; ein kleiner Inselstaat, der vielleicht bald Schuldengeschichte schreibt. 

Da die Geschehnisse in Grenada für das Vorankommen Anliegen von erlassjahr.de ganz entscheidend sind, stellen wir Ihnen den Hintergrund zu dem hochverschuldeten Inselstaat hiermit vor.

Das Papier handelt von der Überschuldung eines sehr kleinen Landes, das dringend eine spürbare Entlastung nötig hat. Es handelt von der Zivilgesellschaft, die für ein Erlaßjahr und damit für eine Chance auf einen Neuanfang für Grenada kämpft. Und es handelt vom Stand der Diskussion um die konkreten Lösungsoptionen in Grenada, für die erlassjahr.de schon so lange plädiert:

eine unabhängige Schuldentragfähigkeitsanalyse und

eine Einbeziehung aller Gläubiger in einem Verfahren, welches von unabhängigen Instanzen geleitet wird.

Sollte es dazu kommen, ist Grenada ein Präzedenzfall mit Modellcharakter.

Das Papier befindet sich im .pdf-Format hier im Anhang oder kann auch auf unserer Homepage auf unseren Länderseiten (Länder von A-Z und Länderinfos: Die Schulden, die Entschuldung und unser Partnerland) heruntergeladen werden.

Mit herzlichen Grüßen aus Düsseldorf,
Kristina Rehbein

erlassjahr.de- Entwicklung braucht Entschuldung e.V.

Geschäftsstelle
Carl-Mosterts-Platz 1
40477 Düsseldorf
Tel.: 0211/4693-196
Fax: 0211/4693-197

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10. Mai 2013 5 10 /05 /Mai /2013 19:30

Der Dachverband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungs-Organisationen (VENRO) e.V. möchte weniger als 1000 Tage vor Ablauf der Frist zum Erreichen der Milleniumsentwicklungsziele (MDG), die sich die internationale Gemeinschaft gesetzt hatte, die Diskussion um deren Nachfolgeprozess eröffnen.

Bis zum UN-Gipfel im September 2013 sollen dazu Vorschläge ausgearbeitet werden.

Als Ergebnis des Rio+20-Gipfels streben die Vereinten Nationen gleichzeitig die Formulierung globaler Nachhaltigkeitsziele bis zum Jahr 2014 an. Trotz Erfolgen der MDG werden viele Ziele voraussichtlich nicht erreicht werden, ebenso wurden wichtige Teilaspekte der Milleniumserklärung, beispielsweise eine Reform der Global Governance oder die Frage der sozialen Gerechtigkeit nur schwach oder gar nicht berücksichtigt.

Das nun von VENRO veröffentlichte Diskussionspapier stellt darum die Positionen verschiedener gesellschaftlicher Organisationen vor, die jeweils aus ihrer Sicht - beispielsweise der friedenspolitischen oder gewerkschaftlichen - Zielvorgaben formulieren.

Durch die Diskussion sollen gemeinsame Positionen gefunden werden um eine möglichst gebündelte Einflussnahme auf die nationalen und internationalen Debatten zu ermöglichen.        

Das Diskussionspapier im Wortlaut (PDF)

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29. April 2013 1 29 /04 /April /2013 09:55

Am 28. April war der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Dieser Tag wurde von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingeführt, um sichere, gesunde und menschenwürdige Arbeit zu fördern.

Arbeit muss menschenwürdig sein!

Die deutsche Politik ist gefordert, zu handeln, da sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet – bei uns und weltweit. Menschen können sich nicht aus der Armutsfalle befreien, weil sie kein oder zu geringes Einkommen haben. Viele arbeiten unter ausbeuterischen und oft menschenrechtsverletzenden Bedingungen.

In den nächsten Monaten werben einige Tausend Kandidatinnen und Kandidaten um Deine Aufmerksamkeit. Denn sie wollen bei der Bundestagswahl am 22. September von Dir gewählt werden. Hole Dir von Ihnen Dein persönliches Wahlversprechen ab und schreib Deinem/Deiner Kandidaten/Kandidatin eine Email.

Deine Stimme gegen Armut fordert zur Bundestagswahl 2013:

Die zukünftigen Abgeordneten des Deutschen Bundestags müssen sich dafür einsetzen, dass alle Menschen sozial abgesichert sind und von ihrer Arbeit leben können – bei uns und weltweit.

Deshalb muss der Deutsche Bundestag alles dafür tun, dass:

  1. Menschenrechte wie die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in internationalen Handelsabkommen verankert werden.

  2. Transparenz- und Rechenschaftspflichten für Unternehmen gesetzlich geregelt werden; zu menschenrechtlichen, sozialen und ökologischen Bedingungen in der gesamten Produktion – vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt.

  3. Menschenwürdige Arbeit und soziale Sicherung in der internationalen Zusammenarbeit eine größere Bedeutung bekommen. Der Zugang zu einer sozialen Basisversorgung für alle, egal ob in der formellen oder informellen Wirtschaft tätig, muss das Ziel sein.

  4. Ein gesetzlicher existenzsichernder Mindestlohn in Deutschland eingeführt wird.

  5. Gleichberechtigung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz, besonders gleicher Lohn für gleiche Arbeit, durchgesetzt wird.

Du willst dich weiter engagieren?

Starte einen Flashmob oder eine andere spannende Aktion!
Überzeuge Deinen Abgeordneten, die Forderung zu unterzeichnen oder bewege Menschen auf der Straße zum Mitmachen!
In der Mediathek stellen wir umfangreiche Aktionsmaterialien bereit, im Aktionsleitfaden findest du konkrete Vorschläge für Aktionen, die Infobroschüre erklärt die inhaltlichen Grundlagen.
Durch unsere DEINE STIMME GEGEN ARMUT-Schlüsselbänder, Armbänder, T-Shirts und Aufkleber wird Deine Aktion sichtbar!
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18. April 2013 4 18 /04 /April /2013 11:23

Mehr als 30 Jahre lang wütete in Guatemala ein blutiger Bürgerkrieg. Schätzungsweise 200.000 Menschen verloren ihr Leben, die staatliche Armee beging vor allem an der indigenen Bevölkerung zahlreiche Kriegsverbrechen. Bestraft wurde kaum einer der Täter. Seit kurzem steht nun der ehemalige Armee-General Efraín Rios Montt als mutmaßlicher Kriegsverbrecher vor Gericht. Nach vielen Jahren, in denen die Verbrechen verschwiegen wurden, hoffen viele Menschen – darunter auch Projektpartner von terre des hommes, die sich um die Opfer der Schreckensherrschaft kümmern – nun auf Gerechtigkeit.

Die Anklage gegen Ex-General Rios Montt ist ein wichtiger Schritt zur Aufarbeitung des blutigen Bürgerkrieges. Auch terre des hommes-Partnerorganisationen hoffen, dass der Prozess das Land auf dem schwierigen Weg zur Demokratie voranbringt. …mehr

Traumahilfe: Kolloquium in Nürnberg

Am 1. Juni findet in Nürnberg das von der Gemeinschaftsstiftung terre des hommes organisierte Kolloquium »Ein Fenster zum Leben – Traumahilfe nach Gewalt und Flucht« statt. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, sich mit internationalen Fachleuten der Traumahilfe-Arbeit auszutauschen. …mehr

Gesundheitsversorgung weltweit stärken

Rund eine Milliarde Menschen weltweit haben keinen ausreichenden Zugang zu Ärzten und Gesundheitsfachkräften. Um Lösungen für dieses drängende Problem zu entwickeln, startet jetzt in acht europäischen Ländern das Projekt »Gesundheitsfachkräfte für alle«. terre des hommes ist unter den beteiligten Organisationen. …mehr

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5. April 2013 5 05 /04 /April /2013 16:22

VENRO, der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungs-organisationen e.V., geht mit der Losung »Die Welt von morgen - gerecht, global, gemeinsam« in die Bundestagswahl.

Neben Forderungen zur sozial-ökologischen Transformation oder der Verwirklichung der Millennium-Ziele widmet VENRO ein eigenes engagamentpolitisches Kapitel der Rolle und Unterstützung der Zivilgesellschaft.

Als wichtiger Akteur in der Verwirklichung einer nachhaltigen Entwicklung braucht Zivilgesellschaft Unabhängigkeit und politischen Handlungsspielraum. Deshalb erwartet VENRO ein klares Eintreten der Politik gegen Einschränkungen und Verbote zivilgesellschaftlicher Aktivitäten im Ausland.

Zivilgesellschaftliche Organisationen sollen an zentralen internationalen Prozessen wie etwa G20 beteiligt werden. Ihre politische und anwaltschaftliche Rolle sollte anerkannt werden. Schließlich fordert VENRO die Finanzierung zivilgesellschaftlicher Aktivitäten in Deutschland ohne Einschränkung ihrer Unabhängigkeit.

Positionspapier VENRO unter
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2013/04/nl07_positionspapier_venro.pdf (25 kB)

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19. Januar 2013 6 19 /01 /Januar /2013 15:01

Welche Wirkung hat Fairtrade auf die ländliche Entwicklung in den Produktionsländern des globalen Südens? Was sind entscheidende Faktoren für einen optimalen Einfluss?

Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums hat der Verein TransFair gemeinsam mit der Max Havelaar-Stiftung Schweiz eine Studie in Auftrag gegeben, die die Wirkung von Fairtrade in verschiedenen Produktbereichen auf drei Kontinenten prüft. Für die Studie wurde eine Vielzahl qualitativer und quantitativer Daten erhoben.

Untersucht wurden Fallstudien in den Produktbereichen Kaffee, Bananen, Tee, Baumwolle, Kakao und Blumen. Die Studie vergleicht die Entwicklungen von Fairtrade-zertifizierten Kleinbauernkooperativen, Plantagen und Vertragsanbauern mit konventionellen Organisationen. Vergleichsgrößen waren unter anderem Bildung, Gesundheitsversorgung und Gender.

Die Studie belegt, dass Fairtrade einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kleinbauern und Landarbeitern im ländlichen Raum leistet. Demnach hat die Präsenz von Fairtrade-Kooperativen positive Auswirkungen auf die ländliche Entwicklung der jeweiligen Region. Die Auswirkungen beziehen sich auf die vermehrte Einbindung und Teilnahme der lokalen Bevölkerung in ländliche Entwicklungsaktivitäten und somit auf die Verbesserung der sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen in den ländlichen Gegenden, in welchen die Mitglieder bzw. Arbeiter/innen von Fairtrade-Produzentenorganisationen leben.

Hinter Fairtrade stehen verschiedene Organisationen: Der internationale Dachverband setzt sich aus 25 Mitgliedern zusammen, darunter Fairtrade-Siegel-Initiativen und Produzentennetzwerke.

Mehr Informationen

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