Overblog Folge diesem Blog
Administration Create my blog
29. Mai 2014 4 29 /05 /Mai /2014 17:51

Achten Sie beim Konsum gelegentlich darauf, nicht nur gut, sondern auch sozial- und umweltverträglich einzukaufen? Dann gehören Sie zu der wachsenden Gruppe von Menschen, die sich dafür engagiert, bewusst nachhaltig zu konsumieren.

Das passende Angebot für Ihre Bedürfnisse in der Fülle der Informationen zu finden, ist aber nicht einfach. Dafür gibt es jetzt mich, OSKA! Ich gebe Orientierung im Dschungel der Möglichkeiten und zeige Ihnen wie Sie über das Internet oder offline besser einkaufen und sich informieren können.

Wählen Sie auf den folgenden Seiten aus, wie Sie sich am liebsten engagieren möchten. Ich habe Tipps für Sie, die persönlich auf Ihre Interessen zugeschnitten sind! Worauf warten Sie?

http://www.oska.phil.uni-siegen.de/oska_start.php

Das Forschungsprojekt Consumer Netizens untersucht neue Formen bürgerschaftlichen Engagements im Bereich politischer Konsum und Internetengagement.

Mehr und mehr Bürger_innen konsumieren nachhaltig, kaufen z.B. Bio und Fairtrade Produkte ein oder beteiligen sich an Online-Petitionen gegen menschenunwürdige Unternehmenspraktiken. Dabei spielt das Internet eine immer größere Rolle.

Nachhaltige Konsument_innen kaufen nicht nur online ein, sondern vernetzen, informieren und engagieren sich auch im Netz. Projekte politischer Konsumenten im Netz umfassen z.B. Tauschbörsen, konsumkritische Blogs, Wikis und soziale Netzwerke bis hin zu online-gestützten Finanzierungsformen ethischen Unternehmertums.

Der Titel des Projekts Consumer Netizens fasst diesen Komplex begrifflich zusammen. Konsumentenbürger_innen und Internetnutzer_innen, sind Consumer Citzens und Internet-Citzens, kurz Netizens. Die persönlichen wie politischen Praktiken von Consumer Netizens werden ebenso erforscht, wie deren Wissenszusammenhänge, soziale Vernetzungen und Organisationsbindungen.

Kontakt:  consumer.netizens@uni-siegen.de

Dr. Mundo Yang, Universität Siegen, Fakultät I, Seminar für Sozialwissenschaften
Adolf-Reichwein-Str. 2, 57068 Siegen

Quelle: http://www.oska.phil.uni-siegen.de/index.php

Repost 0
Published by Entrüster - in Zivilgesellschaft
Kommentiere diesen Post
26. März 2014 3 26 /03 /März /2014 15:08

Am 19. März 2014 hat der Rat für Allgemeine Angelegenheiten durch seine Zustimmung zum Budget das im Lissabonner Vertrag vorgesehene Freiwilligencorps gestartet.

Für 2014 bis 2020 stehen knapp 150 Millionen Euro für voraussichtlich gut 18.000 Freiwillige zur Verfügung.

Als »EU-Freiwillige für humanitäre Hilfe« können sich europäische Staatsbürger und Nicht-EU-Bürger mit langfristiger Aufenthaltsgenehmigung bewerben.

Nach einem Vorbereitungstraining sollen sie weltweit in notleidende Gebiete geschickt werden. Ausgenommen sind Krisenregionen mit bewaffneten Konflikten. Die EU arbeitet dort eng mit anderen internationalen Hilfeorganisationen zusammen.

Möglich ist die Einrichtung des eigenen EU-Dienstes durch den Vertrag von Lissabon. 

Weitere Informationen unter
http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/EN/foraff/141616.pdf

--

Repost 0
Published by Entrüster - in Zivilgesellschaft
Kommentiere diesen Post
25. März 2014 2 25 /03 /März /2014 14:34

Edward Snowden enthüllte Unglaubliches und die Bundesregierung tut genau gar nichts. Sie kommt ihrem Schutzauftrag, nämlich uns vor Überwachung zu schützen, nicht nach und handelt somit gesetzeswidrig. Doch der Generalbundesanwalt hat noch immer keine Ermittlungen aufgenommen.

Deshalb haben wir im Februar 2014 zusammen mit der Internationalen Liga für Menschenrechte und dem Chaos Computer Club Strafanzeige gegen die Bundesregierung und Geheimdienstmitarbeiter erstattet. Nun muss der Generalbundesanwalt Farbe bekennen.

Aufgrund der großen Nachfrage haben wir eine einfache Möglichkeit eingerichtet, die Klage als Einzelperson zu unterstützen.
https://petition.digitalcourage.de/strafanzeige/

Derzeit werden die Unterstützungsschreiben zusammengestellt, damit sie dem Generalbundesanwalt gesammelt augehändigt werden können. Bei dieser Gelegenheit erinnern wir ihn gleich daran, dass er am Zug ist und hoffentlich bald Ermittlungen aufnimmt. Eine Beteiligung an der Klage ist natürlich auch weiterhin möglich.

In einer eigens dafür aufgelegten Broschüre haben wir die Strafanzeige
im Volltext und begleitende Pressemitteilungen und Kurzinformationen,
sowie einige Medienkommentare und Reaktionen zusammengestellt.
https://shop.digitalcourage.de/store-products.php?products_id=636

--

Die Spähaffäre ist auch ein großes Thema der StopwatchingUs-Demonstration in Köln, die am 12. April 2014 stattfindet. Mehr Infos auf http://cologne.stopwatchingus.info/demo-12-april.html

--

Datenschutz in Europa – Deutschland mit Vollgas auf der Bremse

Es ist ein doppeltes Spiel: Öffentlich behauptet die Bundesregierung immer wieder, wie wichtig Datenschutz sei, in den Verhandlungen im europäischen Ministerrat bremst sie eine starke, wichtige Verordnung zum Schutz unserer Rechte aus. Auch der Branchenverband Bitkom bremst. Die Vermutung liegt nahe, dass einige Mitglieder von der Verzögerungstaktik der Bundesregierung profitieren.

Ein kleiner Lichtblick: In der letzten Woche hat das Europäische Parlament in der ersten Lesung den Kompromissvorschlag angenommen und damit seine Verhandlungsposition abgesteckt.

Zwar ist hier noch einiges nachzubessern, wie wir fordern, aber der Anfang ist gemacht. Nun liegt es an Innenminister Thomas de Maizière, sich im Ministerrat für einen europäischen Datenschutz stark zu machen, der den Namen auch verdient.

Mehr Infos: http://digitalcourage.de/blog/2014/eu-datenschutzverordnung-ist-ein-schrittchen-weiter

--
BigBrotherAwards 2014 - Verleihung am 11. April in Bielefeld und im Live-Stream

In nicht einmal drei Wochen ist es so weit: Wir verleihen die
BigBrotherAwards, unsere „Oscars für Datenkraken“. Wer die Preisträger
in diesem Jahr sind? Die Jury hat eine Shortlist, hält aber alle
Umschläge versiegelt – wie bei der richtigen Oscarverleihung.

Am 11. April 2014 werden die Umschläge geöffnet und die Preisträger
enthüllt. Sicher nicht zur großen Freude der ausgezeichneten
Datensünder.

Wenn Sie live dabei sein wollen, können Sie in unserem Online-Shop jetzt Karten bestellen: https://shop.digitalcourage.de/bigbrotherawards-2014-eintrittskarte.html

Wer nicht vor Ort sein kann, kann trotzdem live dabei sein. Wir streamen die BigBrotherAwards auf https://streaming.digitalcourage.de

Zusätzlich können Sie auch an unserem gemeinsamen Essen im Anschluss teilnehmen. Wir freuen uns, den Abend gemütlich mit Ihnen ausklingen zu lassen: https://shop.digitalcourage.de/thema/bba/dankeessen.html

Einen Eindruck der Verleihungsgala erhalten Sie mit den Videos aus dem letzten Jahr – zu sehen in unserem Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/playlist?list=PLJHQUxe-af_e2bLQEuh_Q7qUL58cpjZjw

Repost 0
Published by Entrüster - in Zivilgesellschaft
Kommentiere diesen Post
25. März 2014 2 25 /03 /März /2014 13:36

Ein neues systemisches Lernspiel zu zivilem Engagement in internationalen Konflikten. 

 Täglich berichtet die Tagesschau von Krisen, Kriegen und Konflikten in der Welt. Eine scheinbare Ohnmacht, dass man ja selbst nichts dagegen machen könne, führt nicht selten in unserer Bevölkerung auch zum verstärkten Ruf nach der so genannten internationalen Gemeinschaft, die mittels eines Militärschlags den „Frieden sichern“ soll. So haben wir es zuletzt mit Libyen und Syrien erlebt. Ein Militäreinsatz zur Gewalteinhegung scheint also hierzulande ein recht bekanntes Interventionsmittel zu sein.

Weitaus weniger bekannt sind hingegen all die zivilen Mittel, die wir in Deutschland haben, um uns vor der eigenen Haustür gegen globale Gewalteskalationen zu engagieren.

Ein neu entwickeltes Planspiel namens Civil Powker inspiriert junge Menschen nun dafür.

Wer spielt Was mit Wem und Warum?

Bei Civil Powker bespielen Schülerinnen und Schüler ihre Handlungsmöglichkeiten in Deutschland anlässlich eines konkreten, irgendwo in der Welt ausbrechenden Konfliktes. Dafür schlüpfen junge Menschen ab 14 Jahre in individuelle Rollen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik, gestalten diese aus, beschäftigen sich mit ihren verschieden Interessen und Werten, lernen Verflechtungen kennen und empfinden Einflussmöglichkeiten nach. Ziel des eintägig konzipierten Lernspiels ist es, die existierenden Handlungsspielräume in Deutschland vor allem im zivilgesellschaftlichen,

aber auch im wirtschaftlichen und parteipolitischen Bereich aufzuzeigen und erfahrbar zu machen.

Das Spektrum und die Anzahl möglicher Handlungsoptionen, mit denen „gepokert“ wird, ist so breit wie hoch:

Die Zivilgesellschaft kann bspw. Großdemonstrationen organisieren, mit der Bevölkerung im Konfliktland über das Internet Kontakt aufnehmen oder Friedensfachkräfte entsenden. Allerdings können sie auch ihren Alltag fortsetzen oder sich für eine Verschärfung des Asylrechts einsetzen.

Politikerinnen und Politiker können z. B. nicht nur in Friedensvermittlungen diplomatisch aktiv werden oder Waffenexporte verbieten, sondern auch einen militärischen NATO-Eingriff unterstützen. Und die Gruppe der Unternehmer_innen hat sowohl die Möglichkeit, Kapitalanlagen einfrieren zu lassen, als auch Waffenlieferungen an oppositionelle Kräfte zu starten. Vieles kann nur mit Hilfe der Zustimmung bzw. Unterstützung der anderen Gruppen umgesetzt werden – deshalb diskutieren die

Jugendlichen im Spiel und feilschen wahlweise um die civil-, policy- oder economy-power Punkte der Anderen.

Insgesamt werden durch das Planspiel jede Menge Themen und Kontroversen angerissen, die je nach Bedarf in der Auswertung und Nachbereitung aufgegriffen werden können und sollten. Natürlich kann ein sechsstündiger Workshop nur Impulse setzen. Die Hoffnung aber ist, dass bei dem Einen oder der Anderen die ein oder andere Möglichkeit im Gedächtnis haften bleibt, wie man auch hierzulande gewaltfrei für Menschenrechte in anderen Ländern aktiv werden kann.

Das Planspiel wurde 2011-2012 von Sandra Bauske, Elli Mack und Karl-Heinz Bittl im Auftrag des Fränkischen Bildungswerks für Friedensarbeit e.V. und dem Friedenskreis Halle e.V. entwickelt.

Möglich gemacht hat dieses Vorhaben die Förderung der AGDF, Arbeitsstelle KoKon, Evangelische Kirche Mitteldeutschland, EAK im Rahmen des Projekts "Friedensbildung, Bundeswehr und Schule“.

In der ersten Entwicklungsphase wurde mit Hilfe von vielen Trainer/innen ein erster Probelauf durchgeführt. Dann ging es in unterschiedliche Schulklassen, die mit viel Begeisterung an dem Spiel teilgenommen haben. Daraus ist nun die aktuelle „Betaversion“ des Spieles entstanden. Diese Version wird nun 2013 in Schulen ausgetestet und dann verbessert und als „Alphaversion“ veröffentlicht werden.

mehr Informationen unter www.civilpowker.de

 

Einladung zum Tagesseminar „Civil Powker“

Ein neues systemisches Lernspiel zu zivilem Engagement in internationalen Konflikten

Samstag 05. April 2014 von 10-18 Uhr

katholisches Gemeindehaus St. Ulrich, Kirchheim/Teck, Lindachallee

Beim Neujahrstreffen der DFG-VK Baden-Württemberg wurde der Wunsch geäußert „Civil Powker“ zu spielen. Jetzt ist es uns kurzfristig gelungen den Mitentwickler des Spiels, Karl-Heinz Bittl, für ein Tagesseminar zu gewinnen. Unterstützt wird er dabei von Silvia Bopp von der Pressehütte Mutlangen.

Der vorgesehene Tagungsverlauf:

10.00 Uhr Ankommen bei Kaffee, Tee und Brezeln

10.30 Uhr Beginn des Seminars

13.30 Uhr Mittagspause

14.30 Uhr Fortsetzung des Seminars

18.00 Uhr Ende des Seminars

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt

 Tagungsgebühr: 20 Euro, Schüler/Studenten 10 Euro. Darin enthalten sind die Kosten für das Essen (Pizza) und Getränke.

 Veranstalter: DFG-VK Baden-Württemberg, Pax-an Werkstatt für Pazifismus, Völkerverständigung und Friedenspädagogik, Pax Christi Rottenburg-Stuttgart

 Anmeldungen bitte bis 27.März 2014 an: DFG-VK Baden-Württemberg

 

Repost 0
Published by Entrüster - in Zivilgesellschaft
Kommentiere diesen Post
20. März 2014 4 20 /03 /März /2014 21:17

In Deutschland haben die privaten Haushalte im Jahr 2013 nach einer Hochrechnung des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) rund 6,3 Milliarden Euro an Geldspenden für gemeinnützige Zwecke geleistet.

Selbst wenn man die Kampagnen für Hochwasserhilfe in Deutschland und für die Taifunopfer auf den Philippinen mit zusammen 300 Millionen Euro heraus rechnet, hat sich damit das Spendenvolumen in den vergangenen 10 Jahren um 1 Milliarde Euro erhöht.

Wie das DZI am 5. März 2014 mitteilte, tragen die rote Laterne der Transparenzverweigerer Städte und Gemeinden, die beim Hochwasser im Sommer 2013 eigene Spendenaufrufe gestartet hatten. Während zum Beispiel bei der Philippinen-Hilfe 94 Prozent der Hilfswerke Auskunft über ihre Spendeneinnahmen gaben, waren dazu nur ein Drittel der Städte und Gemeinden mit eigenen Hochwassersammlungen bereit.

Der Geschäftsführer des DZI, Burkhard Wilke, empfiehlt daher: »Staatlichen Stellen, die nicht bereit sind, über die Verwendung der erhaltenen Spenden ebenso transparent zu berichten, wie es von gemeinnützigen Organisationen heutzutage fast selbstverständlich erwartet wird, sollten Bürgerinnen und Bürger bei ähnlichen Ereignissen in der Zukunft kein Spendengeld mehr anvertrauen«.

Weitere Informationen unter
http://www.dzi.de/wp-content/uploads/2014/03/DZI_PM_5Mrz2014.pdf

Repost 0
Published by Entrüster - in Zivilgesellschaft
Kommentiere diesen Post
13. Februar 2014 4 13 /02 /Februar /2014 18:11

Die UNESCO hat den 13. Februar zum Welttag des Radios erklärt. Er soll auf die wichtige Bedeutung dieses Mediums aufmerksam machen. Ohne das Radio wären viele Menschen von Informationen ausgeschlossen. Lokale Rundfunkstationen sind in abgeschiedenen Regionen oft die einzige Informationsquelle. Das Radio spielt auch in der Notfallkommunikation und im Katastrophenschutz eine entscheidende Rolle.

Das Radio ist das Massenmedium mit der größten Hörerschaft weltweit. Gleichzeitig ist es ein sehr kostengünstiges Kommunikationsmittel. Die UNESCO unterstützt im Rahmen ihres internationalen Programms zur Medienförderung (IPDC) den Aufbau von Radiostationen in ländlichen und isolierten Gebieten. Unabhängige Radiostationen versorgen die Menschen mit Informationen in ihrer lokalen Sprache und ermöglichen es ihnen, an der öffentlichen Diskussion und am demokratischen Meinungsbildungsprozess teilzuhaben.

In der Katastrophenvorsorge ist das Radio eine wichtige Nachrichtenquelle, um die lokale Bevölkerung vor Gefahren zu warnen. Weiterhin erfüllt das Radio einen wichtigen Bildungsauftrag, zum Beispiel durch spezielle Informationsangebote zur Gesundheitsvorsorge oder als Plattform in der Alphabetisierungsarbeit.

Veränderte Medienlandschaft

Aufgrund der rasanten Medienentwicklung haben sich die Serviceleistungen des Radios heute verändert. Breitband, Internet, Handy und Tablet-PC eröffnen neue technische Möglichkeiten für das Radio und bieten einen anderen, modernen Umgang mit dem traditionellen Kommunikationsmittel. Diese neuen Formen des Radios sind im Vergleich zum traditionellen Rundfunkempfänger mit Antenne für noch weniger Menschen erschwinglich. Fast eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zum Radio.

Die Idee zum Weltradiotag kam von der Academia Espanola de la Radio, der spanischen Radioakademie. Die 36. Generalkonferenz der UNESCO hat im November 2011 die Einrichtung des Weltradiotags am 13. Februar beschlossen. Das Datum erinnert an den Gründungstag des Radios der Vereinten Nationen, das als freie Radioanstalt Medienorganisationen die Möglichkeit bot, Beiträge zur Arbeit der Vereinten Nationen in den Weltregionen zu senden.

Die UNESCO ruft Rundfunkanstalten, öffentliche, private, kommunale und internationale Radiosender, UN-Organisationen, NGOs und Entwicklungsorganisationen dazu auf, sich am Internationalen Tag des Radios zu beteiligen. Für den Welttag sind spezielle Radioprogramme, ein Radioprogramm-Austausch sowie Informationsangebote im Internet und viele weitere Aktivitäten geplant. Auf ihrer Website hat die UNESCO 15 Ideen zum Weltradiotag zusammengestellt. Das UNESCO-Handbuch Community Media informiert über Good-Practice-Modelle und innovative Radioprojekte in aller Welt.

Weitere Informationen:
Webseite der UNESCO zum Weltradiotag 

Offizieller Brief der Generalsekretärin zum Weltradiotag

siehe auch: Bürger machen Medien - Medien machen Bürger

- Wie erkennt man, ob Medieninhalte manipuliert wurden?

Repost 0
Published by Entrüster - in Zivilgesellschaft
Kommentiere diesen Post
12. Februar 2014 3 12 /02 /Februar /2014 19:18

Bei strahlendem Sonnenschein protestierten etwa 60 Berliner Schülerinnen, Schüler und Erwachsene mit roten Händen auf der Wiese vor dem Berliner Reichstag gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten. Mittendrin: Michael aus Sierra Leone. Im Alter von 16 bis 20 Jahren war er selber Kindersoldat und musste Dörfer vor den Angriffen der Rebellen der RUF (Revolutionary United Front) beschützen, ebenfalls meist Kinder und Jugendliche.

Rote Hände vor dem Reichstag: Der ehemalige Kindersoldat Michael beteiligte sich an der Aktion zum Red Hand Day 2014

Ihm gelang die Flucht und er kam über viele, oft lebensgefährliche Umwege schließlich nach Deutschland. Die Schülerinnen und Schüler befragten Michael wie sein Leben im Krieg war und was er heute macht. Seit zwölf Jahren lebt er jetzt in Bremen, hat Speditionskaufmann gelernt, arbeitet am Theater, erzählt afrikanische Märchen und macht Musik mit seiner eigenen Band, der Michael Davies Band.

Als die Kinder das hören und die Gitarre auf seinem Rücken sehen, wollen sie unbedingt ein Lied hören: »In the jungle, the mighty jungle, the lion sleeps tonight«, singt Michael. Die Kinder sind begeistert und lassen sich ihre selbstgebastelten roten Papphände von Michael unterschreiben.

Die Berliner Schüler zeigten, dass sie gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten sind

Für Michael ist es nicht einfach, über seine Zeit als Kindersoldat zu reden. Dann kommen die Kriegsbilder und dunklen Erinnerungen wieder, oft kann er nachts nicht schlafen. Aber er kann jetzt darüber reden, sogar vor Fernsehkameras. Dabei half ihm eine zweijährige Therapie bei Refugio Bremen, einem psychologischen Behandlungszentrum, das auch von terre des hommes unterstützt wird.

Michael will, dass die Menschen erfahren, wie grausam Kinder im Krieg benutzt und ausgebeutet werden. Dies berichtet er bei der Pressekonferenz des Deutschen Bündnisses Kindersoldaten zum Red Hand Day.

Er zählt diverse Sturm- und Maschinengewehre auf, die seine Truppe und die Gegner vor Ort benutzt haben, fast alle europäischen Fabrikats. Darunter ist auch das deutsche G3 von Heckler und Koch, das nicht nur in Sierra Leone, sondern in fast allen Ländern, in denen Kindersoldaten eingesetzt werden, weit verbreitet ist, zum Beispiel im Sudan, Südsudan, Somalia, D. R. Kongo, Burma, Philippinen, Irak, Pakistan.

Allein mit den Waffen von Heckler & Koch werden täglich weltweit etwa 100 Menschen getötet.

Länder wie Iran, Saudi-Arabien, Pakistan, Burma, Kolumbien, Mexiko und die Türkei stellen das G3 sogar in Lizenz in eigenen Gewehrfabriken her, die mit Genehmigung der Bundesregierung von Heckler & Koch vor Ort aufgebaut wurden. Der Verbleib der Gewehre aus diesen Fabriken wird nicht kontrolliert. Inzwischen ist das G3 mit zehn Millionen Exemplaren nach der Kalaschnikow das am weitesten verbreitete Sturmgewehr der Welt.

»Die Überflutung von Krisengebieten mit Kleinwaffen muss gestoppt werden«, sagte terre des hommes-Experte Ralf Willinger im Namen des Deutschen Bündnisses Kindersoldaten auf der Pressekonferenz.

Die Bundesregierung sei hier besonders in der Pflicht, denn Deutschland ist der drittgrößte Waffenlieferant der Welt, deutsche Unternehmen gehören zu den Marktführern bei den besonders tödlichen Kleinwaffen.

terre des hommes fordert deshalb, den Export von deutschen Waffen in Krisengebiete, insbesondere in Länder, in denen Kindersoldaten eingesetzt werden, gesetzlich zu verbieten. Zudem darf es generell keine Vergabe mehr von Produktionslizenzen für Waffenfabriken und keine Exportkreditgarantien für Waffenexporte geben. Denn gäbe es nicht so viele auch von Kindern leicht zu bedienenden Waffen in Kriegsgebieten, gäbe es auch weniger Kindersoldaten und zivile Opfer.

Lesen Sie auch unsere Pressemitteilung und die Statements der Pressekonferenz.

Repost 0
Published by Entrüster - in Zivilgesellschaft
Kommentiere diesen Post
4. Februar 2014 2 04 /02 /Februar /2014 13:20

Stärker als bisher sollen die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg beteiligt werden. Das soll unter anderem mit dem Projekt „BürgerInnenrat“ gelingen. Nach dem Zufallsprinzip werden 12 bis 15 Bürgerinnen und Bürger einer Gemeinde oder Region für den BürgerInnenrat ausgewählt. Sie erarbeiten in einem moderierten Dialog Empfehlungen zu Fragestellungen oder Vorhaben der Gemeinde.

Alternativ besteht die Möglichkeit, Themen und Anliegen aus den Reihen der Bürgerschaft zu diskutieren. Da die Mitglieder des BürgerInnerates zufällig ausgewählt werden, wird es um Themen gehen, die die Menschen in ihrer Gemeinde beschäftigen.
Zwar trifft der BürgerInnenrat keine politischen Entscheidungen; er kann aber die Arbeit der demokratisch legitimierten Gremien ergänzen. Schließlich werden vom BürgerInnenrat neue Impulse erwartet. Auch soll so die politische Kultur des Dialogs und der Offenheit gestärkt werden.

BürgerInnenräte in Baden-Württemberg: Evaluation 2013 [PDF, 799.5 KB] | Moderatorenpool [PDF, 544.0 KB] | Förderkonzept BürgerInnenrat in Baden-Württemberg [PDF, 103.9 KB] | Dokumentation BürgerInnenrat Geislingen/Steige [PDF, 1.6 MB] | Dokumentationsbericht BürgerInnenrat Geislingen/Steige [PDF, 1.6 MB] |

Projekt Mittendrin:

Mit dem Förderprogramm „Mittendrin“ verleiht das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren in Baden-Württemberg dem Bürgerschaftlichen Engagement weiter neue Impulse: Aufgrund des großen Erfolgs im letzten Jahr wird das Förderprogramm in den Jahren 2013 und 2014 mit einem Gesamtbudget von jährlich 300.000,00 Euro fortgesetzt.

Hier sollen Freiwillige angesprochen werden, die sich bisher nicht engagiert haben und die bereit sind, ihr Wissen und ihr Engagement verbindlich über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten mit einer wöchentlichen Einsatzdauer von durchschnittlich fünf Stunden zur Verfügung zu stellen. „Mittendrin“ steht für eine Förderung und Qualifizierung freiwillig Engagierter genau dort, wo sie sie benötigt wird und das ohne großen bürokratischen Aufwand.

Evaluation Mittendrin [PDF, 624.1 KB] | Flyer "Mittendrin" [PDF, 1.3 MB] | Projektbeschreibung Mittendrin [PDF, 9.9 KB] | Projektantrag [PDF, 27.6 KB] | Ausfüllhilfe für Ihren Projektantrag [PDF, 81.2 KB] | Beispielhafte Projekte - Mittendrin 2012 [PDF, 15.3 KB]

Ermäßigte BahnCard für Juleica-Inhaber (Jugendgruppenleiter/-innen)   Antrag ermäßigte BahnCard [PDF, 15.5 KB] | Informationen zur ermäßigten BahnCard [PDF, 36.7 KB]

Qualifizierungsdatenbank:

Die Qualifizierungsdatenbank in Baden-Württemberg erleichtert die Suche nach wohnort- bzw. einsatzstellennahen Qualifizierungsangeboten für engagierte Bürger und Bürgerinnen sowie hauptamtliche Kräfte, die mit Freiwilligen zusammenarbeiten. Interessierte finden Fortbildungsangebote zu vielfältigen Themen rund um das bürgerschaftliche Engagement, ganz nach ihren persönlichen Interessenlagen. Die Datenbank ist bewusst benutzerfreundlich und einfach gestaltet worden. Neben einer Themenübersicht ist eine gezielte Suche z. B. nach Ort, Datum oder Veranstalter möglich.
Die Datenbank finden Sie unter: www.paritaet.org/bw/pb/pages/Datenbank


Repost 0
Published by Entrüster - in Zivilgesellschaft
Kommentiere diesen Post
1. Februar 2014 6 01 /02 /Februar /2014 14:31

Diejenigen, die heute das Geld und die Macht besitzen, wollen sie ausbauen und wehren sich natürlich gegen ihre Entmachtung. Darum ist es wichtig, mit möglichst vielen Menschen einen Gegenpol zu den Besitzstandsbewahrern zu bilden.

Bürgerinitiativen (Zivilgesellschaft) bilden das einzige Gegengewicht zu Wirtschafts-Lobbyisten bei der Beeinflussung politischer Entscheidungen. Wirtschafts-Lobbyisten verfügen über viel Geld, Bürgerinitiativen müssen ihre Arbeit über Spenden finanzieren.

Die Zivilgesellschaft versucht einen Gegenpol zu den Industrie-Lobbyisten zu schaffen, um die einseitige Beeinflussung von Politikern wieder auszugleichen. Politiker sind auch nur Menschen, die ihre Entscheidungen aufgrund der Informationen treffen, die sie bekommen. Die Vertreter der Zivilgesellschaft versuchen den Politikern auch den Einfluss ihrer Entscheidungen auf die Bevölkerung klar zu machen, damit sie nicht nur nach den Interessen einzelner Industrieverbände entscheiden. Denn leider ist es nicht so, dass das Beste für einzelne Firmen auch gleichzeitig das Beste für alle ist.

Allerdings haben die Industrieverbände die Gefahr durch die öffentliche Meinung erkannt, und versuchen sie dadurch zu beeinflussen, dass sie selbst angebliche Bürgerinitiativen gründen und finanziell unterstützen. Organisationen wie die »Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft« (INSM) und der »Bürgerkonvent« sind zwar politisch unabhängig, werden aber von Arbeitgeber- und Industrieverbänden finanziert, um die öffentliche Meinung mit viel professionellem Marketing "wirtschaftsfreundlicher" zu gestalten. Ob diese Verbände sich um das Wohl der Bevölkerung sorgen, oder nur zu ihrem eigenen Besten arbeiten, kann jede(r) selbst entscheiden. Die Bertelsmann-Stiftung mit dem dazugehörigen Privatisierungsthinktank »Centrum für Hochschulentwicklung« (CHE) spielt bei dieser Meinungsmache eine Schlüsselrolle. Eine Sendung des Deutschlandfunks (MP3, ca.11MB) hat z.B. darüber berichtet.

Die wirkliche Zivilgesellschaft hat längst nicht die finanziellen Mittel der Industrievertreter zur Verfügung, sondern muss das durch die Anzahl der Menschen, die dahinter stehen, ausgleichen.

Darum ist es sehr wichtig, diese Aktivisten mit Geld und/oder persönlicher Beteiligung zu unterstützen.

Menschen mit mehr Geld als Zeit können die Zivilgesellschaft finanziell unterstützen, Menschen mit mehr Zeit als Geld, können die Zivilgesellschaft durch ihre Mitarbeit unterstützen. Damit will ich nicht sagen, dass diese Initiativen mit allem was sie sagen Recht haben. Jeder kann für sich selbst entscheiden, ob er einzelne Aktionen unterstützt oder nicht. Wichtig ist, dass man sich möglichst umfassend informiert, um eine solide Grundlage für seine Meinung zu haben.

Quelle: http://www.global-society.net/

Repost 0
Published by Entrüster - in Zivilgesellschaft
Kommentiere diesen Post

Über Diesen Blog

  • : Paziwief - Friedensflink
  • Paziwief - Friedensflink
  • : Was wir wollen: Positiven Frieden vorwärts bringen und paziwiefe Kultur schaffen. "Give peace a chance" - "Si vis pacem, para pacem" - "ekzisti paco via ŝanco"
  • Kontakt

Startseite / home / Forumhinweis

paziwief hier oder im Banner oben  anklicken, dann kommt ihr zurück   home - zur Startseite dieses blogs
Selbstverständlich könnt ihr hier im blog auch Kommentare hinzufügen (siehe unter jedem Beitrag/Content rechts unten) Wenn ihr bei uns aktiv werden wollt dürft ihr im anhängenden FORUM  nach Herzenslust posten und diskutieren. 

Suchen