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29. Mai 2014 4 29 /05 /Mai /2014 19:58

Und so funktioniert die App: Direkt beim Einkauf scannt der Verbraucher mit seinem Smartphone ein Label ein. Die App gleicht dieses dann mit dem Portal Label-Online der Verbraucher Initiative ab.

Mit rund 240 registrierten Gütesiegel-Profilen ist dieses Portal die größte Label-Datenbank Europa. Bis Ende 2014 plant Label-Online ihre Datenbank mit ausführlichen Hintergrundinformationen zu 600 Label-Profilen aufzurüsten

Auf Label-online werden Label nach einer einheitlichen Matrix bewertet. Untersucht wird beispielsweise, welchen Anspruch Label formulieren, wie unabhängig ihre Vergabe ist, welche Kontrollen vorgesehen sind und wie transparent dieser Prozess für Verbraucher ist.

Die Matrix wurde auf Grundlage eines umfangreichen Stakeholderprozesses, an dem Vertreter von Unternehmen, Verbänden, Wissenschaft und verschiedenen Bundesministerien beteiligt waren.

Zu ihnen gehörten unter anderem die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), das Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP), der Deutsche Tierschutzbund, dm-drogerie markt, Galeria Kaufhof, Greenpeace, das imug Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft e.V., der Handelsverband Deutschland, Kaufland, RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V., der Rat für Nachhaltige Entwicklung, die REWE Group, Nestlé Deutschland, Transfair e. V., Trusted Shops, Unilever und die Verbraucherzentrale NRW. Ein Beirat begleitete ebenfalls intensiv die Entwicklung der Matrix.

Label, die dem Thema Nachhaltigkeit verpflichtet sind und ökologische und soziale Aspekte in ihren Zertifizierungsprozess mit einbeziehen, sind mit einem n = Symbol für Nachhaltigkeit gekennzeichnet. Dies ist eine zusätzliche Information, die nicht in die Bewertung  der Label einfließt. .....

Auf den Seiten der Verbraucher Initiative e.V. finden Sie detaillierte Hintergrundinformationen zu den Bewertungskriterien und den Download-Bereich für die Label-App.

Quelle: http://www.verbraucher.org/

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28. April 2013 7 28 /04 /April /2013 22:04

Faire Geschäftspraktiken, mitarbeiterorientierte Personalpolitik, sparsamer Einsatz von Energie und Ressourcen, Schutz der Natur, ernst gemeintes Engagement vor Ort und Verantwortung in der Lieferkette. Wirtschaft soll dem Gemeinwohl dienen. Was sinnvoll für Gesellschaft und Umwelt ist, muss einen ökonomischen Nutzen für das Unternehmen besitzen. Darin verbirgt sich eine wirkungsvolle Kombination, die als das Konzept des „Corporate Social Responsibility“ bekannt ist. CSR verdient Anerkennung und Wertschätzung in der Öffentlichkeit. Mit dem CSR-Preis honoriert der Bund das Engagement.

Verantwortungsvolle Unternehmensführung zeichnet sich dadurch aus, dass ökonomische und gesellschaftliche Werte geschaffen und die negativen direkten und indirekten Auswirkungen der Geschäftstätigkeit minimiert werden. Damit wird deutlich, dass Corporate Social Responsibility (CSR) keine zusätzliche Maßnahme zur Kernstrategie darstellt, sondern in diese integriert ist.

Mit Geschäftspartnern fair umgehen, Personalpolitik an den Bedürfnissen der Mitarbeiter ausrichten, natürliche Ressourcen sparsam einsetzen, Klima und Umwelt schützen, sich ernsthaft vor Ort engagieren und Verantwortung auch in der Lieferkette übernehmen – das sind nicht nur für KundInnen, Beschäftigte und GeschäftspartnerInnen wichtige Argumente. Diese Maßnahmen sind Voraussetzung für dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit. Sie sichern die Geschäftsgrundlage eines Unternehmens auf lange Sicht.

CSR verdient Anerkennung und Wertschätzung in der Öffentlichkeit

Zahlreiche Unternehmen beziehen Gemeinwohl in ihr unternehmerisches Denken und Handeln ein. Es sind Nischenanbieter, die mit nachhaltigen Produkten oder Dienstleistungen Pionierarbeit leisten. Es können aber auch Konzerne sein, die noch eine lange Strecke vor sich haben. Wenn es darum geht, gemeinsam Zukunft zu gestalten, ist entscheidend, dass Firmen ihre Herausforderungen identifizieren, Ziele definieren und Maßnahmen ergreifen Das Ziel ist, sich erkennbar auf den Weg zu begeben.

Mit dem CSR-Preis honoriert die Bundesregierung diesen Ansatz. Unternehmen aller Größenordnungen, Branchen und Zielrichtungen werden ermutigt, den Pfad zu einer nachhaltigen Unternehmensführung einzuschlagen und systematisch weiterzuverfolgen.

Die Auszeichnung bescheinigt den Preisträgern nicht, dass sie jederzeit und gesamthaft verantwortlich handeln – sich also nun zurücklehnen können. Die Würdigung ist vielmehr eine Verpflichtung, künftig noch stärker an der Verwirklichung dieses Anspruches zu arbeiten. Allen am Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen werden daher Lern- und Wissensangebote zur kontinuierlichen Verbesserung der eigenen Leistungen zur Verfügung gestellt.

Die ausgezeichnete Unternehmenspraxis soll jedoch weitere Unternehmen zur Nachahmung motivieren. Im besten Fall gelingt es, einen breiten Diskurs über die Wirkung unternehmerischen Engagements anzustoßen.

CSR-Preis 2013 – eine Auszeichnung für Vorbilder

Zahlreiche Akteure aller Größenklassen bewarben sich bis zum 28. November 2012. Danach begann eine zweistufige Auswahlphase, in der neben einer Befragung der Unternehmen auch Einschätzungen unabhängiger gesellschaftlicher Akteure hinzugezogen wurden. Die Experten-Jury entschied auf Grundlage der Ergebnisse aus Management- und Stakeholder-Befragung, welches Unternehmen den CSR-Preis der Bundesregierung erhält.

Der CSR-Preis der Bundesregierung wurde erstmals am 24. April 2013 in Berlin im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung verliehen. Der Preis wurde in vier Unternehmensgrößenklassen vergeben:

Thomas Becker – Atelier für Schmuck

Ökofaires Recycling-Gold und Silber sind die Basis für die Arbeiten von Thomas Becker. In der Kategorie Kleine Unternehmen ( 1 – 49 MitarbeiterInnen) erhält sein Atelier für Schmuck den CSR-Preis 2013, auch weil er andere Betriebe in Region und Branche für verantwortungsvolles Wirtschaften begeistert.

Weiterlesen: CSR-Preis 2013 für Thomas Becker Atelier für Schmuck

Studiosus Reisen München GmbH

Sie sind Pioniere in Sachen nachhaltiger Touristik. Studiosus erhält als mittleres Unternehmen (zwischen 50 – 499 MitarbeiterInnen) den Deutschen CSR-Preis 2013 dafür, dass es in einem schwierigen Feld wertvolle Arbeit leistet und in seiner Strategie feste Ziele zur Umsetzung der unternehmerischen Verantwortung setzt.

Weiterlesen: CSR-Preis 2013 für Studiosus Reisen München GmbH

Hipp GmbH & Co. Produktion KG

Beim Familienunternehmen Hipp sind gesellschaftliche Verantwortung fest in der Unternehmenskultur verankert. Es erhält den CSR-Preis 2013 für seine Babynahrung aus biologisch erzeugten Rohstoffen in der Kategorie „Großes Unternehmen“ (500-4.999 MitarbeiterInnen).

Weiterlesen: CSR-Preis 2013 für Hipp GmbH & Co. Produktion KG

Tchibo GmbH

Das Konsumgüter- und Einzelhandelsunternehmen Tchibo wurde dafür ausgezeichnet, dass es seine Geschäftstätigkeit umfassend in Richtung Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung ausrichtet und dabei die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick nimmt.

Weiterlesen: CSR-Preis 2013 für Tchibo GmbH

Sonderpreis: Türenmann Stuttgart GmbH

Zusätzlich wurde ein Sonderpreis für Türenmann vergeben. Die Stuttgarter begeisterten die Jury mit einer besonders überzeugenden CSR-Maßnahme: Die Arbeit in sozialen Projekten wurde als fester Bestandteil in den Ausbildungsplan aufgenommen.

Weiterlesen: CSR-Sonderpreis 2013 für Türenmann Stuttgart GmbH

Wir gratulieren allen Gewinnern!

Quelle: http://praktisch-nachhaltig.de/news-und-presse/news-detail?newsid=75

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18. April 2013 4 18 /04 /April /2013 13:58
Logo FAIRVOLUTION   

  Die Welt gerechter und lebenswert für alle machen – das wäre doch 'was! Machen Sie mit bei der FAIRVOLUTION! Schon der Einkauf von Kaffee, Schokolade, Reis, Bananen oder Blumen mit Fairtrade-Siegel genügt, um etwas zu bewegen. Auf der FAIRVOLUTION-Website treffen sich Fairvoluzzer zum Diskutieren, Solidarisieren und Aktivieren. Wer besonders rege ist, wird für Überzeugungskraft und Diskussionsfreude mit Punkten und die Chance auf tolle Gewinne belohnt, Siegelsammler können ihre Beute gegen schicke Prämien eintauschen!

Mehr über die FAIRVOLUTION und den Karrieresprung zum Fairvoluzzer unter http://fairvolution.de/.

Frühstücks-Countdown

Frühstücksaktion   

Der Countdown läuft: Am 22. April startet die bundesweite Mitmachaktion „Fairtrade Frühstück“. Auf der Aktionslandkarte können faire Frühstücker (Privatpersonen, Schulen, Vereine und Aktionsgruppen) ihre Frühstücksaktion bis 5. Mai eintragen und sich gleichzeitig als Frühstücksfan registrieren. Je ausgefallener Ihr Frühstücksort und je fairer die Ingredienzien, desto besser! In Köln z.B. werden Fahrgäste der Seilbahn ein faires Frühstückspaket über dem Rhein genießen. Die außergewöhnlichsten Aktionen werden mit verlockenden Preisen prämiert. Wo frühstücken Sie fair?

Für Ihre Aktionen unterstützen wir Sie gerne mit unseren Plakaten, Postkarten, Tischaufstellern und der Frühstückszeitung mit vielfältigen Hintergrundinformationen. Anmeldung Ihres Frühstücks und Bestellung unter www.fairtrade-deutschland.de/frühstück.

FABI 2013 - Wir suchen Deutschlands fairste Azubis!

Es geht in die zweite Runde!

Nach erfolgreicher Wettbewerbspremiere ruft TransFair den Nachwuchs im Fach- und Lebensmitteleinzelhandel nun zum zweiten Mal auf, sich am Wettbewerb „FABI 2013 - Deutschlands fairste Azubis gesucht“ zu beteiligen.

Dadurch soll das Thema Fairer Handel weiter im Handel verankert werden und zudem sichtbarer und erlebbar gemacht werden. Das Konsumverhalten der Deutschen soll nachhaltiger werden und fair gehandelte Produkte sollen häufiger in den Einkaufswagen der Menschen landen!

Laden Sie sich hier das FABI-Konzeptpapier mit allen Informationen zum Wettbewerb als PDF runter: FABI-Award(1 MB)


+++  KURZ NOTIERT +++
Letzte Chance sich für den Wettbewerb um Deutschlands fairste Azubis 2013 anzumelden: Bewerbungsschluss ist Ende April +++ Das nächste TransFair Lizenz- und Handelspartnertreffen findet am 14.Oktober im Mediapark in Köln statt - Infos und Anmeldung bei Carina Seck

+++ Ab 18. April wird Fairtrade Deutschland noch mobiler: für alle Smartphone-User gibt es ab jetzt eine mobile Version der Fairtrade Deutschland Website - also www.fairtrade-deutschland.de gleich mal mit dem Smartphone besuchen!

Nicht verpassen! Fairtrade Termin-Highlights


Kalender   

Fr, 19. April: Freiwilligentag in Leipzig. Nähere Informationen und Anmeldung auf unserer Website.

Mo, 22.04. - So, 5.5.2013:  Fairtrade Frühstück (s.o.).  Alle Details erfahren Sie auf unserer Website.

Mi, 1. bis So, 5. Mai: Evangelischer Kirchentag in Hamburg, Stand auf dem Markt der Möglichkeiten. Details erhalten Sie auf unserer Website.


So, 12.5.2013: Muttertag - am schönsten mit einem Strauß Fairtrade-Rosen!



Weitere Termine finden Sie im Terminkalender auf unserer Website. Dort können Sie auch Ihre eigenen Veranstaltungen zum Thema Fairer Handel eintragen und bekannt machen.

 

 

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9. April 2013 2 09 /04 /April /2013 19:26

Mit Hilfe eines neuen Aktivmaterials aus Zinn-Nanokristallen zur Beschichtung der Kathode haben Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) in der Schweiz die Energiedichte gegenüber einer herkömmlichen Li-Ion-Batterie nach eigenen Angaben offenbar auf das Doppelte gesteigert.

Während Zinn einerseits in der Lage sei, pro Atom mindestens vier Lithium-Ionen aufzunehmen, sodass in einer Speicherzelle mehr Energie gespeichert werden könne, als bei der Verwendung anderer Metalle, dehne es sich in seinem Volumen bei Lade-bzw. Entladeprozessen in unerwünschter Weise bis auf das Dreifache aus. Daher habe man anstelle der Ummantelung der Kathode mit einem kompakten Zinn-Überzug allerkleinste Zinn-Nanokristalle hergestellt und diese in eine poröse und durchlässige Kohlenstoff-Matrix eingebettet.

Ähnlich wie ein Schwamm Wasser aufsauge und wieder abgebe, habe die so umkleidete Elektrode ohne nennenswerte Instabilitäten Lade- und Entladeprozesse bewältigen können. Dabei habe sich auch gezeigt, dass Batteriezellen mit 10 Nanometer kleinen Kristallen offenbar deutlich mehr Energie speichern können als solche mit doppelt so grossem Durchmesser.

Opens external link in current windowQuelle: http://www.batteriezukunft.de/news/article/forscher-der-eth-zuerich-verdoppeln-energiedichte-herkoemmlicher-li-ion-batterie-mit-aktivmaterial-a.html

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13. März 2013 3 13 /03 /März /2013 17:37

Würde jedes Land auf der Erde so wirtschaften wie Deutschland, müsste die Erde 2,7-mal so groß sein wie jetzt, beklagt der NABU. Dabei bezieht sich der Naturschutzbund Deutschland auf Zahlen der US-amerikanischen NGO "Global Footprint Network".

"Die 2,7 Erden beziehen sich auf die ökologischen Rucksäcke von Produkten und Dienstleistungen. Das beginnt bei der Rohstoffextraktion in der Miene, setzt sich fort über die Vorprodukte bis hin zum fertigen Endprodukt. Wir sehen, dass 90 Prozent der eingesetzten Rohstoffe verloren gehen, bevor wir überhaupt mal ein Endprodukt im Regal zu stehen haben."

Auf einer Konferenz hat die neu gegründete Allianz Ressourcenschonung ihre gemeinsame Erklärung mit dem Titel „Ressourcen schonen – Zukunft sichern“ veröffentlicht. Das Bündnis, in dem sich Unternehmen und der NABU zusammengeschlossen haben, setzt sich für eine Ressourcenpolitik ein, die den Verbrauch natürlicher Ressourcen deutlich senkt.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller betont: „Die gemeinsame Erklärung zeigt, dass Unternehmen zu viel weitreichenderen Maßnahmen bereit sind, als die Bundesregierung sie bislang verfolgt. Unternehmen wollen deutlich mehr als freiwillige Förderprogramme.“ Die beteiligten Unternehmen und der NABU fordern verlässliche ordnungspolitische Vorgaben, eine ressourcenpolitische Steuerreform, eine transparente Ausrichtung der internationalen Rohstoffpolitik unter Berücksichtigung sozial-ökologischer Standards sowie eine erhebliche Ausdehnung des Recyclings.

Hierin sieht das Bündnis eine wirkungsvolle, nachhaltige Alternative zur Rohstoffpolitik der Bundesregierung, die vorwiegend darauf setzt, den Zugang zu Rohstoffen zu sichern und technische Lösungen durch freiwillige Maßnahmen voranzubringen.

Im Rahmen der gemeinsamen Erklärung hat die Allianz Ressourcenschonung unter anderem zahlreiche Vorschläge zu Ressourcensteuern und zum Abbau umweltschädlicher Subventionen auf den Tisch gelegt. „Nun ist die Politik gefordert, nachzuziehen. Wir brauchen eine Steuerpolitik, mit der die Leistungen von Ökosystemen zum unmittelbaren Faktor für unternehmerische Entscheidungen werden“, so Ulrike Meinel, NABU-Expertin für Ressourcenpolitik.

In der gemeinsamen Erklärung fordert die Allianz Ressourcenschonung außerdem weitreichende Vorgaben für das ökologische Produktdesign, verlängerte Garantiezeiten und höhere Recyclingquoten. Außerdem verpflichten sich die Unternehmen dazu, in allen Geschäftsbereichen nachhaltiger mit Rohstoffen, Wasser und Fläche umzugehen.

Die gemeinsame Erklärung wurde auf der Konferenz „Ressourcenpolitik 2.0. Was bewirken Allianzen aus Unternehmen und NGOs?“ vorgestellt. Es handelte sich um den zweiten Teil der NABU-Veranstaltungsreihe „Ressourcenschutz“. Eine Dokumentation der Veranstaltung mit allen Vorträgen finden Sie hier

Quelle:  http://www.nabu.de/themen/konsumressourcenmuell/ressourcenschuetzen/15644.html

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2. Dezember 2012 7 02 /12 /Dezember /2012 17:41

Das Geheimnis von Aerographit liegt in seiner porösen Struktur, die von winzigen Graphitröhrchen in Form von Tetrapoden gebildet wird. Bei einem Käse möchte zwar niemand, dass er in erster Linie aus Löchern besteht – bei Werkstoffen für die Industrie kann das aber durchaus erwünscht sein. Aerographit bildet faszinierende Strukturen mit unglaublichem Potenzial zum Beispiel in der Herstellung von Batterien.

Festkörper, deren Gehalt an Luft bei mindestens 99,98% liegt, werden als Aerogele bezeichnet. Man kann Aerogele mit einem Schwamm vergleichen, allerdings mit einem, der sehr fein gewirkt ist und über eine überraschende Stabilität verfügt. Der von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) entwickelte Stoff bringt es sogar auf einen Luftgehalt von 99,99%, womit er viermal leichter ist als der bisherige Rekordhalter.

Quelle: http://www.wissen.de/aerographit-der-leichteste-stoff-der-welt

siehe auch: Blitzladung von Batterien möglich - Prototypen aus Nanoschaum entwickelt

- Edison-Batterie als Alternative zum Lithium-Ionen-Akku

- Kohlenstoff-Kur für OLED-Bildschirme

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9. November 2012 5 09 /11 /November /2012 18:04

Speichertechnik. - Unzureichende Energiespeicher sind die Achillesferse der heutigen Elektroautos. Forscher aus den USA haben einen Batterietyp neuentdeckt, den es eigentlich auch schon vor 100 Jahren gab: Die Nickel-Eisen-Batterie, auf die Thomas Alva Edison seinerzeit ein Patent hatte.

"We actually did not start to make the Edison battery. In the beginning. About three years ago we decided to make battery materials using the approach of hybridizing inorganic nano particles with carbon such as graphene."

Wir haben überhaupt nicht an die Edison-Batterie gedacht. Wir wollten nur anorganische Nanoteilchen mit Kohlenstoff wie Graphen verknüpfen. Denn, so Hongjie Dai von der Stanford University in San Francisco, so eine Verbindung kann elektrische Ladung viel schneller aufnehmen und wieder abgeben. Dass dabei eine Variante der Edison-Batterie entstand, sei Zufall gewesen: Die Forscher haben erst einmal eine Elektrode aus Nickelhydroxid-Partikeln auf Graphen entwickelt. Dann brauchten sie aber noch ein gutes Material für die zweite Elektrode.

"Wir haben drei Jahre lang nach einem Stoff gesucht, der zur Nickelelektrode passt. Und erst vor einem Jahr haben herausgefunden: Das ist Eisen."

Erst dann schauten die Forscher in die Bücher...

"und da sahen wir: Edison hatte schon vor über 100 Jahren eine Nickel-Eisen Batterie entwickelt."

Thomas Alva Edison hatte für die damals weit verbreiteten Elektroautos nach einem besseren Stromspeicher als Bleibatterien gesucht und ihn 1901 im Nickel-Eisen Akku gefunden. Der konnte mehr Strom speichern, war aber teurer. Über die Jahre stellte sich zwar heraus, dass Edisons Batterien viel länger lebten als Bleiakkus - einige angeblich fast 100 Jahre - doch da war es zu spät: Elektroautos gab es kaum noch, und in den anderen hatte sich die Bleibatterie durchgesetzt. Hongjie Dai hat für seinen Akku auch Elektroautos im Blick. Seine Neuentwicklung ist allerdings in einem Punkt dem historischen Gegenstück überlegen.

"Wir können die Ladung um ein Vielfaches schneller transportieren. Unsere Batterie könnte in Minuten oder Sekunden geladen oder entladen werden."

Möglich macht das die dritte Komponente im Akku, über die der große Erfinder noch nicht verfügte: Graphen. Ein nur ein Atom dünnes Kohlenstoff-Blatt. Auf dieses Material - mal glatt, mal zu Nano-Kohlenstoffröhren zusammengerollt, ließ Hongjie Dai Nickel- und Eisenpartikel zu Elektroden regelrecht wachsen.

"Man kann sich das so vorstellen: Eigentlich leiten die Partikel kaum Strom. Aber wenn wir sie auf Kohlenstoff wachsen lassen, haben wir eine starke, chemische Bindung. Und die leitet Strom viel besser als ein bloßer physischer Kontakt der Elemente."

Die neue Edison-Batterie kann daher viel schneller Strom aufnehmen. Doch sie verliert einen ihrer Vorzüge: Ihre Dauerhaftigkeit.

"Richtig. Die Batterie ist wegen ihrer Schnellladefähigkeit am Ende etwas weniger stabil."

Was sich aber in den Augen der Forscher in Grenzen hält

"Im Labor hält unsere Zelle genauso lange durch wie Lithium-Ionen-Batterien, also 1000 Ladezyklen, beide sind also vergleichbar."

Das reicht den Forschern um Hongjie Dai jedoch nicht - sie wollen die Lebensdauer der Nickel-Eisen-Kohlenstoff Zelle noch weiter steigern. Die Edison Batterie - next generation hätte dann nur noch einen Nachteil gegenüber Lithium-Ionen-Batterien: Sie wäre schwerer.

"Ich schätze, eine Batterie mit unserer Technik wird ähnlich schwer wie die alte Edison-Batterie - aber eben sehr viel schneller."

Die alte Edison-Batterie wiegt etwa zwei bis fünf mal mehr pro Wattstunde als eine Lithium-Ionen Batterie. Dagegen kann die neue Edison-Batterie mit einigen Vorzügen aufwarten: Sie dürfte billiger sein, denn Eisen und Nickel sind deutlich häufiger zu finden als Lithium, und der Elektrolyt -Kalilauge- ist ebenfalls billig. Sie wird robuster sein als Lithium-Ionen Akkus, denn ihre Bestandteile sind nicht entflammbar. Und sie dürfte leichter zu recyclen sein - Eisen und Nickel sind verhältnismäßig unkomplizierte Metalle. Dai:

"Alte Technik, deutlich verbessert, ist also ein Weg, das Batterieproblem zu lösen - wir werden nicht an der Lithium-Ionen-Batterie hängen bleiben."

Podcast zum Thema: MP3

Quelle: Von Sönke Gäthke: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1916620/

siehe auch: Blitzladung von Batterien möglich - Prototypen aus Nanoschaum entwickelt

- Aerographit soll die Akkuherstellung revolutionieren

- http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Edison_Batterie__Renaissance_dank_Nanomaterial1771015588540.html

--

Edison-Batterie: Renaissance dank Nanomaterial

Klassische Eisen-Nickel-Akkus lassen sich durch dünnste Kohlenstoff-Schichten blitzschnell laden und entladen
Der ultraschnelle “Edison-Akku” verdankt das hohe Tempo seiner Lade- und Entladevorgänge den Nanokristallen der Elektroden, die auf hauchdünnen Graphenschichten (links) und mehrwandigen Kohlenstoffnanoröhrchen (rechts) gewachsen sind.
Der ultraschnelle “Edison-Akku” verdankt das hohe Tempo seiner Lade- und Entladevorgänge den Nanokristallen der Elektroden, die auf hauchdünnen Graphenschichten (links) und mehrwandigen Kohlenstoffnanoröhrchen (rechts) gewachsen sind.
Stanford (USA) - Langsam, schwach und längst veraltet – dieses vernichtende Etikett trägt die klassische aufladbare Nickel-Eisen-Batterie, seit sie ab den 1990er Jahren weitgehend vom schnelleren und leistungsstärkeren Lithium-Ionen-Akku ersetzt wurde.
Doch nun könnte der alte Energiespeicher aus Edisons Zeiten ein Comeback feiern: US-Forscher optimierten seine Elektroden mithilfe modernster Nanomaterialien. Ihr Prototyp ist binnen zwei Minuten vollständig aufzuladen und gibt die Energie bei Bedarf in nur 30 Sekunden wieder ab.
Damit ist der Nickel-Eisen-Akku wieder konkurrenzfähig, schreiben die Forscher im Fachblatt „Nature Communications“, und kann seine anderen Stärken ausspielen: Die Rohmaterialien sind weit verbreitet, billig und ungiftig und auch bei unsachgemäßem Umgang explodiert der langlebige Akku nicht. Ihm winken Einsatzfelder wie Elektroautos, die etwa beim Anfahren einen extra Leistungsschub benötigen, oder Ergänzungsspeicher für Wind- und Solaranlagen, um vorübergehend überschüssige Energie zu speichern.

„Wir haben die Lade- und Entlade-Rate um fast das Tausendfache erhöht, wir haben sie wirklich schnell gemacht“, sagt Hailiang Wang, Hauptautor der Studie und Chemiker an der Stanford University. Im Team um den Chemie-Professor Hongjie Dai nahm er sich des Nickel-Eisen-Akkumulators an, den der Allround-Tüftler Thomas Edison wie auch der schwedische Erfinder Waldemar Jungner etwa zeitgleich um 1900 entwickelt hatten – als günstigen Ersatz für die korrosionsanfälligen Blei-Säure-Batterien. Bereits Edison sah den Akku auch als robusten Antrieb für Elektrofahrzeuge. Zudem stellte er bis etwa 1970 den langlebigen und verlässlichen Standard der aufladbaren Batterie. Allerdings brauchte er viele Stunden zum Aufladen und gab die gespeicherte Energie nur langsam wieder frei, so dass Lithium-Ionen-Akkus ihn nach und nach verdrängten.

Diesen Nachteil hat das Stanford-Team nun ausgeräumt, indem es die Elektroden der Batterie mit feinsten Strukturen des Kohlenstoffmaterials Graphen und winzigen Kohlenstoffnanoröhrchen versetzten. Statt diese aber wie in herkömmlichen Elektroden einfach beizumischen und so die elektrische Leitfähigkeit zu erhöhen, ließen die Forscher darauf winzige Strukturen wachsen. Die ursprüngliche Eisen-Anode besteht nun aus Eisenoxid-Nanokristallen, die auf Graphenschichten gewachsen sind. Die einstige Nickelkathode ist eine Ansammlung von Nickelhydroxid-Nanokristallen, gewachsen auf den Nanoröhrchen. Diese Methode liefert eine starke chemische Bindung zwischen den anorganischen Metallpartikeln und dem Kohlenstoff, was die elektrische Ladung wesentlich schneller zwischen den Elektroden und dem anliegenden Schaltkreis fließen lässt. Als Elektrolyt dient nach wie vor Kalilauge, auch dies ein billiger, ungiftiger und umweltfreundlicher Rohstoff.

Der 1-Volt-Prototyp der Forscher liefert eine Energiedichte von mehr als 120 Wattstunden pro Kilogramm, eine ähnliche Leistung wie bei einfachen Lithium-Ionen-Akkus. Derzeit reicht dies nur, um eine Taschenlampe zu betreiben. Doch größere Versionen seien kein Problem, so das Team.

„Es ist definitiv vergrößerbar“, sagt Wang und betont die niedrigen Kosten der Materialien und ihre Ungefährlichkeit. Der bisher größte Nachteil der neuen alten Energiespeicher: Die Kapazität sinkt nach rund 800 Lade-Entlade-Zyklen auf rund 80 Prozent, ähnlich einem Lithium-Ionen-Akku. Da der ultraschnelle Nickel-Eisen-Akku aber deutlich mehr Ladezyklen absolvieren soll, konzentrieren sich die Forscher auf dem Weg zur Marktreife nun auf das lange Erhalten der vollen Kapazität.

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11. September 2012 2 11 /09 /September /2012 18:39

Die neu entwickelten Materialien können jetzt in großflächige OLED-Bauteile für z.B. Fernseher, beleuchtete Anzeigen und in Beleuchtung für Objekte oder Räume integriert werden.

Sie sind vor allem für Druckprozesse geeignet, die wegen ihrer hohen Materialausnutzung im Vergleich zu herkömmlichen Herstellprozessen mit Aufdampfmaterialien eine kostengünstigere Herstellung von OLEDs erlauben.

„Der Projekterfolg ist ein großer und wichtiger Schritt für druckbare Materialsysteme mit sehr guten Leistungsdaten“, sagt Dr. Udo Heider, der bei Merck das Geschäftsfeld OLED leitet. „Damit ermöglichen wir unseren Kunden kosteneffiziente Fertigungsprozesse, die durch geringe Materialverluste in der Produktion letztlich auch der Umwelt zugute kommen.“

Quelle: http://www.laborpraxis.vogel.de/forschung-und-entwicklung/analytik/articles/377262/

siehe auch: http://www.supashop.ch/news/artikel/nemo-projekt-fur-oled-materialien-abgeschlossen/102285/

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5. Mai 2012 6 05 /05 /Mai /2012 00:00

Jedes Jahr findet am zweiten Samstag im Mai der World Fair Trade Day, kurz WFTD, statt. An diesem Tag werden weltweit Aktionen gestartet, die auf den Fairen Handel aufmerksam machen.

Anlässlich des World Fair Trade Day´s hat Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, folgenden Gruß an die Fairtrade-Bewegung gerichtet:

"Ich möchte der Fairhandelsbewegung anlässlich des World Fair Trade Days gratulieren. Dieser Tag wird an diesem Samstag, den 12. Mai 2012 überall auf der Welt gefeiert. Es ist ein Festival an Veranstaltungen, welches den fairen Handel als einen greifbaren Beitrag zur Bekämpfung der Armut hervorhebt.

Es erfüllt mich mit Stolz, dass eine immer höhere Anzahl von europäischen Staatsbürgern an einer nachhaltigen Entwicklung durch Nachfrage von Fairhandelsprodukten beitragen. Daten weisen darauf hin, dass der Wert an Fairhandelsprodukten in der europäischen Union zum ersten Mal die Drei-Milliarden-Euro-Marke überschritten hat und dies ist hauptsächlich den engagierten Freiwilligen zu danken, welche das Rückgrat der Fairhandelsbewegung in Europa bilden.

Das Europäische Parlament hat wiederholt und mit überwältigender Mehrheit eine Unterstützungspolitik des fairen Handels gefordert, im Besonderen dank des unermüdlichen Einsatzes der parteiübergreifenden Fairhandels-Arbeitsgruppe des Europäischen Parlaments. Zusätzlich tragen die Parlamentsmitglieder und Bediensteten mit jeder Tasse zum fairen Handel bei, da das Parlament Fairhandelskaffee – und Tee in all seinen Besprechungen anbietet.

Fairer Handel macht einen Unterschied! Es beweist, dass Konsumenten, Freiwillige, NGO´s, öffentliche Behörden und der private Sektor zusammen daran arbeiten können, um eine nachhaltige Entwicklung durch Handel voranzutreiben. Es hilft die Sklaverei und Kinderarbeit zu bekämpfen, es garantiert Frauen gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, sogar in Ländern, wo Frauen generell keine finanzielle Vergütung für ihre Arbeit erhalten. Es ermöglicht Kleinbauern im Süden nachhaltige Anbaumethoden einzuführen und somit die Qualität ihrer Produkte zu steigern. Mehr als alles andere, beweist der faire Handel, dass Menschen nicht nach Almosen streben, sondern nach ordentlichen Arbeitsstandards und einem fairen Preis für ihre Arbeit.

Als Präsident des Europäischen Parlaments möchte ich diese Gelegenheit ergreifen, um den weltweiten und europäischen Fairhandelsorganisationen und vor allem den Fairhandelsproduzenten im Süden und den vielen Freiwilligen in der Fairhandelsbewegung für ihre wichtige Arbeit und den Kampf für einen gerechteren Handel zu danken.

Vielen Dank, ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen `World Fair Trade Day 2012´!"

Quelle: <http://www.fairtrade-deutschland.de/top/news/detailseite-news/?no_cache=1&tx_ttnews[pointer]=1&tx_ttnews[tt_news]=1114&tx_ttnews[backPid]=36&cHash=6edac3a44bcdee799acb2be5c53ec9ae>

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